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90PLUS-Awards 2018 | Trainer des Jahres

22. Dezember 2018
Manuel Behlert

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90PLUS-Awards 2018 | Trainer des Jahres

Das Jahr 2018 neigt sich seinem Ende zu, der rote Teppich wurde ausgerollt, der entsprechende Rahmen ist bereitet! Es ist Zeit für die 90PLUS-Jahresawards, der wohl begehrtesten Auszeichnung im Fußballgeschäft!

Bei der Auswahl der Nominierten handelt es sich um persönliche Präferenzen der 90PLUS-Redaktion, eine Vorab-Abstimmung hat bereits stattgefunden! Im Endeffekt entscheidet aber ihr, wer die Trophäe gewinnt!

Kategorie 8: Trainer des Jahres

Es gibt viele tolle Spieler und hervorragende Kader, diese müssen aber auch trainiert werden! Welcher Trainer hat im Jahr 2018 eine besondere Entwicklung vorangetrieben, mit seiner Mannschaft für Furore gesorgt? Die Premier League dominiert diese Auswahl, aber auch ein Franzose, der im Sommer einen großen Titel gewann, steht zur Wahl!

Die Nominierten in Audioform


Zinedine Zidane (Real Madrid)

62 Spiele mit einer Bilanz von 39 Siegen, 14 Remis und nur 9 Niederlagen sind nicht übel. Wenn man dabei spektakuläre 148:69 Tore verbucht, erst recht nicht. Warum Zinedine Zidane trotz einer halben Saison ohne Fußball auch in diesem Jahr eine Pflichtnominierung für den “Trainer des Jahres” ist, dürfte auf der Hand liegen: Er hat, abgesehen von einer mehr als überzeugenden Statistik, den CL-Hattrick mit Real Madrid erreicht. Das ist nicht nur eine Weltpremiere (und damit ein sicherer Eintrag in jedes Fußballgeschichtsbuch), sondern auch für sich betrachtet eine große Leistung: Reals Gegner ab dem Achtelfinale hießen nämlich PSG, Juve, FC Bayern und Liverpool. 

Damit hat sich Zinedine Zidane unsterblich gemacht. Dass er selbst erkannt hat, dass es für diese Errungenschaft wohl keine Steigerung mehr geben wird und er im Sommer als Trainer der “Königlichen” zurücktrat, sprach auch für den Franzosen, der seitdem keinen Job hat und sich nach den intensiven Jahren zunächst einmal auf sich selbst konzentrieren will. Doch keine Angst: 2019 wird Zinedine Zidane aller Voraussicht nach wieder auf eine Trainerbank zurückkehren. 


David Theis


Pep Guardiola (Manchester City)

Die meisten Punkte in einer Saison, die meisten Siege, die meisten Tore. Das sind nur einige der imposanten Rekorde, die Pep Guardiola 2017/2018 mit Manchester City aufstellte. Noch beeindruckender als diese Bestmarken, ist die Art und Weise, wie sie erreicht wurden. Perfekte Automatismen, atemberaubende Passstaffetten, brillante Einzelaktionen: Die Cityzens boten dem Zuschauer einen Fußball, den wir in dieser Form wohl noch nie in der Premier League erlebt hatten. 

All das ist auch der Verdienst von Pep Guardiola, der entgegen der Kritiker auch auf der rauen englischen Fußballinsel seine feine Art, Fußball zu spielen zu lassen, etablierte. Perfekt ist er oder seine Mannschaft (noch?) nicht. Das erlebten wir beispielsweise in der Champions League, als die Cityzens mit purer Intensität überrannt wurden. Doch was sie uns in der Premier League boten, und mit welch einer überragenden Konstanz sie das taten, war verdammt nah dran…


Chris McCarthy


Jürgen Klopp (FC Liverpool)

Der 51-jährige ist seit Oktober 2015 Trainer der Reds. Seitdem kann man eine stetige Leistungssteigerung erkennen, die in diesem Jahr in der Champions-League-Finalteilnahme gipfelte. Auf dem Weg ins Endspiel wurde neben dem FC Porto und der Roma auch Manchester City in beeindruckender Manier ausgeschaltet. Jürgen Klopp gelang es innerhalb von zwei Jahren seine Spielidee vollständig zu implementieren. Sein aggressives Pressing, gepaart mit überfallartigem Umschaltspiel, kennzeichnete schon den BVB unter seiner Führung und ist auch nun ein fester Bestandteil beim FC Liverpool.

Auch in dieser Saison läuft es hervorragend. Nach 16 Spieltagen ist man Tabellenführer vor Manchester City und zudem konnte sich sein Team in der Champions League in einer äußerst schweren Gruppe für das Achtelfinale qualifizieren. Beeindruckend war außerdem, dass Klopp einerseits die Defensive weiter stabilisierte, andererseits die Probleme, die es im Kader noch gab, erkannt hat und im Sommer mit Transfers wie Alisson, Keita, Shaqiri oder Fabinho für eine Verstärkung der Kaderbreite und der Qualität in der Spitze sorgte. Seitdem sind die “Reds” noch schwerer auszurechnen und das ist auch ein Verdienst des Trainers. 


Kilian Thullen


Gerade bei den Trainern des Jahres ist es enorm schwer eine gute Auswahl zu treffen, viele Übungsleiter hätten eine entsprechende Honorierung verdient. Titel sind ein Indikator, aus geringen Möglichkeiten viel herauszuholen natürlich ein anderer. Ein Abelardo, der nicht gerade im medialen Fokus steht, hat bei Deportivo Alaves hervorragende Arbeit geleistet, Adi Hütter setzte nicht nur ein Zeichen mit den Young Boys, sondern sorgt auch in Frankfurt für eine selten dagewesene Euphorie. Auch Massimiliano Allegri hat mit Juventus Turin wieder einmal hervorragende Resultate eingefahren, Maurizio Sarri implementierte binnen kürzester Zeit seinen unverwechselbaren Spielstil beim FC Chelsea, Quique Setien spielt beeindruckenden, technisch hochwertigen Fußball mit Real Betis und Christian Streich war wieder einmal Christian Streich. 

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