90PLUS On Air Matchday – Die Antworten des Spieltags

Am vergangenen Donnerstag haben wir dem Spieltag fünf Fragen gestellt, die er natürlich am Wochenende beantwortet hat. Diese Antworten fassen wir an dieser Stelle kurz für euch zusammen und werten zudem unsere “gewagten Prognosen” aus.

 

Die Antworten des Spieltags

Frage 1: Nutzt Schalke das Momentum und festigt den Platz vorm BVB?

(Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

 

Über das Spiel braucht man an dieser Stelle wohl nicht allzu viel sagen, das jetzt schon legendäre 4:4 vom Samstag war schließlich in aller Munde. Schalkes grandioses Comeback vom 0:4-Rückstand wird wohl auf ewig unvergessen bleiben. Diese Aufholjagd ist als Indiz für den großen Unterschied der beiden Teams derzeit zu werten, während Borussia Dortmund zutiefst verunsichert ist, wächst das Vertrauen in die eigene Stärke auf Schalker Seite von Spiel zu Spiel. Dem 4:4 von Naldo folgte eine regelrechte Eruption, die Schalke noch lange tragen könnte. In der Tabelle bleibt “S04” durch das Remis weiter vor dem BVB, von daher kann man die Frage positiv beantworten, Schalke hat das Momentum genutzt und den Platz vorm BVB gefestigt.

 

Frage 2: Kann Chelsea beweisen, dass sie Citys größter Konkurrent sind?

Der FC Chelsea traf am Samstag im Spitzenspiel der Premier League auf den FC Liverpool und kam nicht über ein 1:1 hinaus. Nach einer zähen Anfangsphase waren es die “Blues”, die Spiel ein wenig an sich rissen und sich einige Torchancen erspielten, auch wenn die “Reds” mehr Ballbesitz vorzuweisen hatten. Erst in der zweiten Hälfte wurde Liverpool etwas forscher und ging in der 65. Minute durch ein Tor von Salah in Führung. Chelsea reagierte darauf wütend und versuchte alles, um zum Ausgleich zu kommen. Dafür brauchte es letztlich einen wahren Geniestreich von Willian, der den Ball traumhaft über Keeper Mignolet ins Tor hob. Mehr passierte nicht.

In der Tabelle bleibt Chelsea nach dem Spiel weiter auf dem dritten Rang, verliert aber Boden auf Manchester United auf Platz 2, das äußerst glanzlos mit 1:0 gegen Brighton gewinnen konnte. Chelsea konnte an diesem Wochenende nicht beweisen, dass sie der größte Konkurrent der “Citizens” sind, vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass sie im Kampf um die Meisterschaft derzeit keinen ernsthaften Konkurrenten haben und einzig an sich selbst scheitern könnten, wonach es allerdings nicht aussieht.

 

Frage 3: Wackelt der Stuhl von Lucien Favre bei einer Niederlage?

(Photo by CHARLY TRIBALLEAU/AFP/Getty Images)

Die Talfahrt der Überraschungsmannschaft der letzten Saison geht unvermittelt weiter. Die Mannschaft von Lucien Favre, OGC Nizza, musste sich am Wochenende gegen ein starkes Lyon im eigenen Stadion mit 0:5 geschlagen geben. Bereits nach 38 Minuten führten die Gäste mit 4:0 und deckten die Schwächen der Gastgeber schonungslos auf. Nizza wirkte absolut hilflos und verlor auch in der Höhe verdient. Der Stuhl von Lucien Favre dürfte nach diesem Spiel definitiv wackeln, nicht zuletzt, weil bis auf Abstiegsplatz 18 durchgereicht wurde. Noch ist Favre im Amt, aber wie lange noch?

An dieser Stelle darf aber auch Gegner Lyon nicht unter den Tisch fallen. “OL” steht nach dem Sieg auf dem zweiten Platz und bestätigten ihre tolle Form. Gerade Torjäger Mariano Diaz (ein Tor) und Außenstürmer Memphis Depay (zwei Tore) spielten einmal mehr stark auf.

 

Frage 4: Ist der FC Valencia Barcelonas größter Meisterschaftskonkurrent?

Diese Frage ist deutlich schwieriger zu beantworten. In der ersten Halbzeit sahen die “Fledermäuse” wenig Licht gegen den FC Barcelona, der wirklich sehr gut und dominant auftrat. Eigentlich hätten die Katalanen nach der Pause auch führen müssen, doch das Schiedsrichter-Team rund um Iglesias Villanueva erkannte ein Tor von Lionel Messi nicht an, obwohl der Ball klar hinter der Linie war. So ging es mit 0:0 in die Halbzeit. Nach der Pause war es ein anderes Spiel, Valencia war wesentlich stärker und ging durch Rodrigo sogar in Führung. Barça mühte sich anschließend um einen Ausgleich, den Jordi Alba, nach einem Wahnsinnspass von Lionel Messi, auch noch besorgte.

Nach den Erkenntnissen der ersten Halbzeit, müsste man definitiv negativ auf die Frage antworten, doch in der zweiten Hälfte deutete Valencia an, dass man doch mit ihnen rechnen sollte. Barcelona-Trainer Valverde nannte Valencia einen ernsthaften Titelkandidaten, doch der größte Konkurrent werden sie wohl trotzdem nicht sein. Real Madrid konnte sein Spiel gegen Malaga gewinnen (Benzema und Ronaldo trafen) und auch Atletico konnte beim 5:0 über Levante (Griezmann traf zweimal) beeindrucken. Letztlich werden die Madrider Teams wohl doch die größten Konkurrenten für Barça werden, auch wenn Valencia weiter ungeschlagen bleibt.

 

Frage 5: Verfügt Monaco noch über genug Klasse, um PSG in einem Spiel zu gefährden?

Auf diese Frage kann es nur eine Antwort geben: Nein. Trotz des zahlenmäßig knappen 2:1-Sieges, war die Partie viel zu eindeutig. PSG dominierte das Spiel und hätte wesentlich mehr Tore erzielen müssen, als nur die beiden Tore durch Cavani und Neymar. Vor allem Ex-Monegasse Mbappe hatte etliche Chancen, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Monacos Anschlusstor durch einen abgefälschten Moutinho-Freistoß war ziemlich glücklich und alles andere als verdient, im Grunde war Monaco ziemlich chancenlos, sodass man nicht sagen kann, dass Monaco noch die Klasse hätte, um PSG auch nur in einem Spiel zu gefährden.

(Photo by VALERY HACHE/AFP/Getty Images)

Die Prognosen

Wie immer in diesem Format, haben wir als 90PLUS-Redaktion drei “gewagte Prognosen” vor dem Spieltag aufgestellt. An dieser Stelle sollen diese Prognosen kurz evaluiert werden:

Wie schon dem Tweet zu entnehmen ist, traf nur eine Prognose tatsächlich zu. Der FC Valencia blieb auch nach dem 1:1 gegen den FC Barcelona ungeschlagen. Das nicht-gegebene Messi-Tor trug zwar durchaus seinen Teil dazu bei, doch Manuel Behlert sollte mit seiner Prognose recht behalten.

Ganz anders sieht es bei der These von Christoph Albers aus, der prognostizierte, dass der 1. FC Köln gegen Hertha BSC seinen ersten Saisonsieg holen würde. Der 2:0-Sieg der Hertha bedeutete letztlich das Gegenteil, die Negativserie der Kölner geht weiter. Die Vielzahl der Ausfälle war zum Zeitpunkt der Aufnahme (Donnerstagnachmittag) allerdings noch nicht bekannt.

Eine Prognose ist zwar noch halbwegs offen, doch es sieht nicht gut aus. Chris McCarthy prognostizierte, dass der Premier League Spieltag mindestens einem Trainer den Job kosten würde. Bis jetzt wurde noch keiner entlassen und der nächste Spieltag startet schon heute Abend. Diese Prognose zielte wesentlich auf Swansea-Trainer Clement und Saints-Trainer Pellegrino ab, doch sowohl Swansea (0:0 gegen Bournemouth), als auch Southampton (4:1 gegen Everton) punkteten, sodass beide Trainer vorerst im Amt bleiben.

Beim nächsten Mal haben wir womöglich mehr Erfolg… Wie immer, wird am Donnerstag die nächste Folge “90PLUS On Air Matchday” aufgezeichnet. Wir hoffen, dass ihr wieder mit dabei seid! 🙂

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Christoph Albers

Redakteur

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