Awards 2017 | Das Spiel des Jahres

Das Jahr neigt sich dem Ende, der rote Teppich ist bereits ausgerollt! Es ist wieder Zeit für die heiß begehrten 90PLUS Jahres-Awards! Wer war 2017 der beste Spieler, wer die beste Mannschaft? Was waren die Top-, bzw. Flop-Transfers? Die Redaktion um Chris McCarthy, Marius Merck, Manuel Behlert, David Theis, Nico Scheck und Moderator Christian spricht in einem 90PLUS On Air Spezial über ihre persönlichen Nominierungen.

Natürlich handelt es sich hierbei um unsere persönlichen Präferenzen, aber auch ihr als Community könnt abstimmen, wer von unseren Vorschlägen die Awards der entsprechenden Kategorien am ehesten verdient hätte! Keiner dabei? Dann hinterlasst uns einen Kommentar mit euren Vorschlägen!

 

9. Spiel des Jahres

Wir könnten Stunden lange über die Spiele des Jahres diskutieren und philosophieren. Letztendlich haben wir uns auf drei atemberaubende Partien des Jahres 2017 geeinigt, was macht sie so außergewöhnlich?

Borussia Dortmund – Schalke 04 (4:4)

(Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Es war DAS Spiel der bisherigen Hinrunde in der Bundesliga. Ein sich in der Krise befindlicher BVB empfing den FC Schalke 04 zum großen Derby. Dortmund zeigte von Beginn an eine herausragende Leistung, war voller Euphorie und es gelang nahezu alles. Schalke 04 erlebte genau das Gegenteil, viele Dinge funktionieren nicht, ein Eigentor von Stambouli war eines der negativen Highlights der ersten Halbzeit. Dortmund führte bereits früh mit 4:0, hatte daraufhin sogar noch weitere Einschussmöglichkeiten. Aber wenn die Schalker in dieser Saison eines auszeichnet, dann ist es der unbändige Wille solche Spiele noch einmal auf den Kopf zu stellen. Und Schalke wusste, dass der BVB zumindest nach dem zweiten Gegentor wieder so richtig unsicher wird. Schalke traf, Aubameyang vergab eine Riesenchance, flog in der Folge vom Platz und es entwickelte sich ein Spiel, wie es zur Halbzeit wohl die Anhänger beider Mannschaften nicht für möglich gehalten haben. Caligiuri manövrierte den Ball mit Urgewalt zum 4:3 in die Maschen des BVB-Tores, ehe Naldo in der Nachspielzeit das 4:4 erzielte. Sinnbildlich: Harit musste kurz vor dem Ende nach einem harten Tackling mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz befördert werden, biss aber auf die Zähne, kam nach wenigen Minuten zurück und lief jeden eigenen und gegnerischen Angriff voller Enthusiasmus mit.

Manuel Behlert

 

FC Barcelona – PSG (6:1)

(Photo by JOSEP LAGO/AFP/Getty Images)

Es war der 14. Februar diesen Jahres. Total enttäuscht schauten Messi und Co. gen Pariser Nachthimmel. Soeben war man von PSG im Achtelfinalhinspiel der Champions League mit 4:0 deklassiert worden, das Aus stand so gut wie fest. Doch was knapp drei Wochen später im Camp Nou geschah, war schier unglaublich! Obwohl die Hoffnung, das Blatt doch noch zu wenden, nicht sonderlich groß war, agierte Barca sehr offensiv und wurde dafür früh mit dem 1:0 belohnt (3. Minute, Luis Suarez).

Bis kurz vor der Pause rannte man vergebens an, dann traf Kurzawa ins eigene Netz (40.). Mit dem 3:0 kurz nach der Pause durch Lionel Messi (50.) lag die Sensation bereits in der Luft, doch der Hammer von Cavani zum 3:1 (62.) riß die Fans der Katalanen aus ihren Träumen. Bis zur 88. Minute vergaben beide Teams reichlich Chancen, bis Neymar einen Freistoß ins linke Kreuzeck schlenzte.

Es folgten irre sieben Minuten, in denen Barca erst per Elfmeter zum 5:1 traf (90.+1, Neymar) und mit der letzten Aktion durch Sergi Roberto noch zum unfassbaren 6:1 kam. Damit hatten die Katalanen den Rückstand aus dem Hinspiel aufgeholt und standen im Viertelfinale. Hier scheiterte man dann allerdings krachend an dem späteren Finalisten Juventus Turin. Dennoch wird diese verrückte Aufholjagd in die Geschichte eingehen.

Nico Scheck

Real Madrid – FC Barcelona (2:3)

(Photo by OSCAR DEL POZO/AFP/Getty Images)

In dem Clasico am 23. April 2017 war alles drin, was man sich von dieser Paarung wünscht: Dramatik, Spannung, Platzverweise und ein Held. In der ersten Halbzeit brachte Casemiro die “Königlichen” in Führung, Lionel Messi glich umkehrend nach herrlichen Solo aus. Danach gab es Chancen auf beiden Seiten, die Keeper Keylor Navas und Marc-André Ter Stegen wuchsen vollkommen über sich hinaus. Nach dem Seitenwechsel brachte Ivan Rakitic die Katalanen mit einem wunderschönen Distanzschuss zum ersten Mal in Führung.

Die Zeichen schienen endgültig für Barca zu sprechen, als Sergio Ramos nach einem harten Foul vorzeitig unter die Dusche musste. Doch durch den eingewechselten James Rodriguez glichen die Madrilenen kurz vor Schluss aus. Das Ende war jedoch immer noch nicht erreicht: Der letzten Angriff der Gäste wurde auf Messi abgelegt, welcher den Ball herrlich in seiner typischen Manier zu seinem zweiten Treffer ins lange Eck schlenzte. Danach posiert “La Pulga” mit seinem ausgezogenen Trikot vor der Kurve im Bernabeu – ein Bild, welches in die Fußball-Historie eingegangen ist.

Marius Merck

 

Ebenfalls zu erwähnen: RB Leipzig 4:5 FC Bayern – Real Madrid 4:2 n.V. FC Bayern

 

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