| Spotlight 7 Awards... Deutschland Deutschland

Bundesliga | Last-Minute-BVB, Flippertore und Galas ohne Ende

17. März 2019
Manuel Behlert

author:

Bundesliga | Last-Minute-BVB, Flippertore und Galas ohne Ende

Der 26. Spieltag in der Bundesliga ist vorüber und der Vereinsfußball verabschiedet sich nun in die erste Länderspielpause des Jahres 2019. Zuvor war am Wochenende in der Bundesliga aber wieder einmal einiges los. Wir werfen einen Blick zurück – wie immer mit den 7 Awards.

Heimflaute-Award: Borussia Mönchengladbach

Die Saison startete für Borussia Mönchengladbach sehr gut, auch aufgrund der sehr starken Heimbilanz konnten die “Fohlen” lange ganz oben mitspielen. Die ersten 9 Heimspiele in dieser Saison wurden allesamt gewonnen, ehe es zu einem Einbruch kam. Dieser war aber eklatant. Gegen die Hertha verlor man zuhause mit 0:3, es folgte das gleiche Ergebnis gegen den VfL Wolfsburg, ehe der FC Bayern mit 5:1 in Gladbach gewann. Am Freitagabend war der SC Freiburg zu Gast im Borussia-Park und wieder ging es schwach los. Früh ging der SCF in Führung – ausgerechnet durch Ex-Gladbacher Grifo. Nur das 1:1 gelang den Gladbachern noch, Gladbach konnte erneut nicht gewinnen. 4 Heimspiele in Folge ohne Sieg bedeuten auch, dass die Qualifikation für die Champions League wieder deutlich schwieriger wird.

Flipper im Strafraum: Tore von Leipzig und Hannover

An diesem Wochenende fielen wieder einige Tore, zwei Treffer, die recht ähnlich und gleichermaßen kurios waren, wurden in der Samstagskonferenz erzielt. Zunächst trug sich Kurioses in Augsburg zu: Nach einem langen Ball der Gäste aus Hannover schätze FCA-Torhüter Kobel den Ball völlig falsch ein, behinderte Verteidiger Danso, beide konnten den Ball knapp außerhalb des Strafraums nicht klären, der erste Abschluss der 96 wurde aber noch abgeblockt. Der Ball landete bei Maina, dessen Schuss ebenfalls geblockt wurde, doch Weydandt setzte nach und köpfte den Ball über den immer noch zu weit vor dem Tor stehenden Kobel in das Tor. Und auch auf Schalke wurde im Strafraum geflippert. Sane klärte eine Flanke nicht gut genug, Poulsen wurde angespielt und dessen Schuss wurde von Nübel Weltklasse pariert. Dann begann das Gestocher im Strafraum und der Ball kam irgendwie zu Timo Werner, der die Kugel nur noch im Tor unterbringen musste.

“Ausgerechnet”-Award: Steven Zuber

Im Winter wechselte Steven Zuber auf Leihbasis von der TSG Hoffenheim zum VfB Stuttgart, weil er bei den Kraichgauern in der Rückrunde keine großen Einsatzchancen hatte. Am Samstag traf der VfB Stuttgart auf die TSG Hoffenheim und Zuber, der in der Rückrunde in Stuttgart zum Stammpersonal gehört, stand wieder in der Startelf. Die TSG kontrollierte die Partie über weite Strecken, spielte sich einige sehr gute Chancen heraus, führte lange verdient mit 1:0. Doch am Ende musste sich der Gast erneut mit nur einem Punkt zufrieden geben, weil man das Spiel aus der Hand gab. Schuld daran: Vor allem Steven Zuber! Denn der Schweizer erzielte den Ausgleich für den VfB. Ausgerechnet Zuber! Doch der Treffer allein war noch nicht der Schlusspunkt, denn Zuber jubelte über seinen Treffer, was bei Trainer Nagelsmann nicht allzu gut ankam.

Gala-Auftritt I: Wout Weghorst

Vor dieser Saison hat der VfL Wolfsburg auf dem Transfermarkt einen sehr guten Job gemacht. Unter anderem wurde Stürmer Wout Weghorst verpflichtet. Und der großgewachsene Niederländer zeigte beim Spiel gegen Fortuna Düsseldorf seine ganze Klasse. Weghorst gelang nicht nur der erste Hattrick in seiner Karriere, die beiden verbleibenden Tore der “Wölfe” beim 5:2-Heimerfolg gegen Fortuna Düsseldorf bereitete der 26-jährige auch noch vor! Weghorst gelang fast alles und mit seinen Scorerpunkten 13-17 in der laufenden Bundesligasaison gelang ihm ein absolut beeindruckendes Statement.

Last-Minute-Hektik: Hertha vs. BVB

Das Abendspiel am Samstag zwischen Hertha BSC und Borussia Dortmund bot einiges an Gesprächsstoff. Ein Hertha-Blitzstart, ein Handelfmeter, ein nicht gegebener Elfmeter für die Hertha, über den man definitiv diskutieren kann, viele vergebene Chancen des BVB waren nur der Vorgeschmack auf die Schlussphase. In der Nachspielzeit wurde es nämlich erst so richtig hektisch im Olympiastadion! Zunächst erzielte Marco Reus den vielumjubelten Siegtreffer für Borussia Dortmund nach einer schönen Hereingabe von der linken Seite, anschließend hatte Vedad Ibisevic, dem das Ergebnis überhaupt nicht gefiel, noch seinen “Auftritt”. Er warf BVB-Torhüter Bürki den Ball an den Kopf, meckerte, schimpfte, kassierte die rote Karte und meckerte wild weiter. Für Ibisevic, der in der Bundesliga schon die ein oder andere rote Karte sah, droht nun eine längere Pause. Der BVB gewann am Ende mit 3:2 und sammelte ganz wichtige Punkte.

Gala-Auftritt II: Max Kruse

Werder Bremen hatte am Wochenende die ganz schwere Aufgabe Bayer 04 Leverkusen vor der Brust. Werder will bis zum Ende um die Europapokalränge mitspielen und wenn das gelingen soll, dann müssen solche Spiele wie das bei der Werkself auch einmal gewonnen werden. Bremen spielte engagiert nach vorne, zeigte eine große Laufbereitschaft und gewann das Spiel am Ende mit 3:1. Damit das gelang benötigte es eine herausragende Leistung von Kapitän und Angreifer Max Kruse. Kruse erzielte nicht nur zwei Tore, er war Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel der Bremer, konnte in den entscheidenden Situationen den Ball halten, das Tempo rausnehmen und zeigte alle Facetten seines Spiels. Das 1:0 erzielte er per Linksschuss in die lange Ecke, beim 3:1 zeigte er seine technischen Fähigkeiten und hob den Ball am Ende über Hradecky. Kruse war der Matchwinner für Werder!

Reaktion gezeigt: FC Bayern

Unter der Woche schied der FC Bayern in der Champions League gegen den FC Liverpool aus und kurz vor der Länderspielpause dürfte es nicht wenige gegeben haben, die im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 ein eher träges Spiel erwartet haben, einen klassischen Arbeitssieg eben. Doch früh zeigte der FC Bayern Spielfreude und eine klare Reaktion nach dem Aus und der damit verbundenen Kritik. Angeführt von einem James Rodriguez, dem offensiv sehr viel gelang und der einen Dreierpack erzielte, hatte der Rekordmeister kein Mitleid mit dem Gast, der nur zwischen der 15. und 30. Minute wirklich in der Partie war. Am Ende gewann der FC Bayern mit 6:0 und konnte noch ein Debüttreffer feiern, denn der junge Kanadier Alphonso Davies erzielte mit dem Tor zum Endstand sein erstes Bundesligator. Ein gelungener Sonntagabend!

(Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)


Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.