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DFB Pokal – Mittwochsvorschau: Die 4 Spiele im Überblick

20. Dezember 2017

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DFB Pokal – Mittwochsvorschau: Die 4 Spiele im Überblick

Die Bundesliga ist in der Winterpause, aber der Abschluss des Jahres 2017 ist das Achtelfinale im DFB-Pokal. Sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch finden jeweils 4 Spiele statt und neben der finanzellen  spielt natürlich auch die mentale Komponente eine Rolle. Die Teilnehmer wollen mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen, ihren Fans noch einmal etwas bieten. Wir beleuchten alle Spiele dieser Runde! 

Zunächst einmal die heutigen Anstoßzeiten im Überblick:

  • Mönchengladbach vs. Leverkusen (18.30 Uhr)
  • Werder Bremen vs. SC Freiburg (18.30 Uhr)
  • Heidenheim vs. Eintr. Frankfurt (20.45 Uhr)
  • FC Bayern vs. Bor. Dortmund (20.45 Uhr)

 

Auf Augenhöhe im Borussia-Park

Das Duell zwischen der Borussia aus Mönchengladbach und Bayer 04 Leverkusen bietet einiges, vor allem aber ein Duell zweier Mannschaften, die sich nicht nur tabellarisch auf Augenhöhe befinden. Beide haben Höhen und Tiefen, die Borussia beispielsweise hat mit einigen Konstanzdellen und Ausfällen zu tun, auch wenn der ein oder andere Spieler für den Pokalfight zurückerwartet wird. Der Anspruch der Hecking-Elf ist es durchaus einen Gegner, der wie die Borussia internationale Ambitionen verfolgt, vor heimischer Kulisse zu bezwingen. Das Weiterkommen im Pokal würde eine bis dato wirklich ordentliche Hinrunde abrunden und vor allen Dingen die Vorbereitung auf die Rückrunde noch angenehmer gestalten. Im Hinterkopf haben die Gladbacher aber immer noch das 1:5 aus dem Ligaspiel.

Bayer Leverkusen verliert zwar seit geraumer Zeit kein Spiel mehr, aber trotzdem gibt es noch jede Menge zu verbessern. Wie der Borussia fehlt auch der Werkself die notwendige Konstanz, zuletzt in Hannover war das vor allem in der Defensive sichtbar. Zu viele Fehler, zu leichte Gegentore – da konnte auch die Offensive um Bailey, Brandt und Havertz nicht genügend Tore erzielen, um das Remis zu verhindern. Nach Mönchengladbach fährt man trotzdem frohen Mutes, denn ein Weiterkommen ist durchaus im Bereich des Möglichen. Das System von Heiko Herrlich scheint immer mehr zu passen, auch wenn die Automatismen und die Selbstverständlichkeit noch fehlen. Der Herrlich-Elf ist aber jederzeit ein absolut überzeugendes Spiel zuzutrauen und gerade an das Auswärtsspiel in Gladbach hat man gute Erinnerungen.

Bonus-Spiel für Bremen und Freiburg

Bei Werder Bremen läuft es nach der Übernahme von Coach Kohfeldt durchaus gut. Die Ergebnisse passen noch nicht ganz, aber die Mannschaft ist – auch unter Berücksichtigung der Ausfälle zuletzt – auf einem guten Weg. Das 2:2 gegen Mainz war aufgrund der ersten Halbzeit am Wochenende durchaus unglücklich, aber die Leistung und der Wille stimmten in vielen Phasen, gegen Freiburg im Pokal kann man außerdem von einer Rückkehr von Kruse ausgehen, auch wenn Junuzovic ausfallen wird. Ein Überwintern im DFB-Pokal wäre für Werder ein Bonus, der finanzielle Vorteile, aber auch Selbstvertrauen bringen würde. Gegen auswärts teilweise biedere Freiburger ist das aber kein unrealistisches Ziel.

(Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Doch der SCF ist momentan auch ein bisschen on fire. 4:3-Sieg in Köln, 1:0 gegen Gladbach und dann 3:3 in Augsburg. Ordentlich was los war zuletzt zumindest bei den Auswärtsspielen, denn vor allem Torjäger Nils Petersen hat derzeit richtig Laune. Die wird er auch mit nach Bremen bringen und alles versuchen um die Werder-Elf aus dem Pokal zu befördern. Christian Streich hat mit seiner Mannschaft in den letzten Wochen noch einmal einen Zahn zugelegt und sich erstmal in eine zumindest solide Position geschossen. Hätte Freiburg den 3:1-Vorsprung in Augsburg verwalten können, wäre die Situation noch besser. Die aktuelle Form ist trotzdem gut, sodass auch in Bremen etwas möglich ist!

 

Eintracht will die Überraschung verhindern

Der 1. FC Heidenheim hat unter Trainer Frank Schmidt erstmals eine dauerhaft anhaltende, schwierige Situation zu meistern. In dieser Saison will sich keine richtige Konstanz einstellen, die Folge ein Platz im Abstiegskampf und 22 Punkte in 18 Spielen. Aber gerade zuhause rechnet man sich für das letzte Spiel im Kalenderjahr durchaus etwas aus. Die konterstarken Heidenheimer wollen es dem favorisierten Bundesligisten aus Frankfurt so schwer wie möglich machen und aggressiv auftreten, wenig zulassen und schnelle Gegenangriffe spielen. Ob das reichen wird, um diese SGE-Elf zu schlagen, wird man sehen. Hochmotiviert und gut eingestellt wird das Team aber definitiv sein.

Die Eintracht hätte beinahe mit einem überragenden Gefühl nach Heidenheim fahren können, wenn da nicht der 2:2-Ausgleich der Schalker durch Naldo in der 94. Minute gewesen wäre. So stand wieder einmal ein zu schwaches Heimresultat auf dem Papier. Doch die auswärtsstarke Eintracht aus Frankfurt hofft vor dem Heidenheim-Spiel eben auf diesen Faktor. Auswärts läuft es in dieser Saison deutlich besser als in der Commerzbank-Arena und dementsprechend ist das Ziel klar. Ein überzeugender Auswärtssieg, bei dem der Gastgeber gar nicht erst das Gefühl bekommt, dass man die SGE gefährden könnte. Je früher Frankfurt in Führung geht, desto entspannter wird der Abend jedenfalls für Kovac, Hübner & co. Einer feuchtfröhlichen Weihnachtsfeier stünde bei einem Weiterkommen nichts mehr im Weg.

 

Der Schlager zum Abschluss

Duelle zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund elektrisieren eigentlich immer. Und auch wenn der BVB keine gute Hinrunde spielte, sind gerade die Pokalspiele in den letzen Jahren tendenziell ausgeglichen, gerade in München kam der BVB zweimal, die Bayern nur einmal weiter. Die Gastgeber aus München wollen nach dem Minimalismus der vergangenen drei Bundesligaspiele noch einmal alles mobilisieren um ein Fußballfest zu feiern. Bayern fährt derzeit die Resultate ein, hat aber fußballerisch Luft nach oben. Kräfte wurden geschont, eben für dieses Spiel. Die Bayern müssen gegen einen etwas stabileren BVB definitiv aufpassen, die Qualität bei Konterangriffen ist sehr hoch, Spieler wie Pulisic haben außerdem einen Schritt nach vorne gemacht. Der FCB sollte definitiv gewarnt sein.

(Photo by PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images)

Borussia Dortmund fährt aber trotzdem als Außenseiter nach München, kann und wird sich mit dieser Rolle aber anfreunden. Peter Stöger legt viel Wert auf die defensive Stabilität und konnte damit bereits erste Teilerfolge feiern. Das Spiel in München wird aber zum absoluten Härtetest, bei dem man nicht erwarten kann, dass die FCB-Offensive über 90 Minuten komplett kaltgestellt wird. Die wirklichen Anpassungen kann Stöger ohnehin erst in der Winterpause vornehmen, deswegen muss er vor dem Pokalduell mit dem FC Bayern vor allem die mentale Ebene angehen, seinen Spielern Mut zusprechen und dafür sorgen, dass eine Mannschaft auf dem Platz steht, die sich zumindest über 90 Minuten (+X) zerreißt. Und davon kann ausgegangen werden. Ein heißes Pokalduell ist also durchaus wahrscheinlich.

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