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England und Nigeria: Streit um Talente

6. Oktober 2017
Marius Merck

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England und Nigeria: Streit um Talente

Bei den “Three Lions” wächst aktuell eine ziemlich vielversprechende Generation von jungen Kickern heran. Ob diese Spieler später allerdings auch alle für England auflaufen, ist aktuell fraglich.

 

Abraham, Solanke oder Ojo betroffen

Nigeria steht kurz vor der Qualifikation für Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Mit diesem Trumpf in der Hinterhand umgarnt der Verband zurzeit junge englische Spieler, die auch für die Afrikaner spielberechtigt wären.

Dies bestätigte der englische U21-Coach Aidy Boothroyd gegenüber dem “Telegraph”:

“Nigeria versucht so viele Spieler wie nur möglich abzuwerben. Man kann ihnen keinen Vorwurf machen, wir haben nun mal richtig gute Spieler.”

Betroffen sind unter anderem Tammy Abraham (Chelsea; derzeit an Swansea verliehen), Dominic Solanke (Liverpool), Sheyi Ojo (Liverpool; derzeit an Fulham verliehen), Ademola Lookman (Everton) und Josh Onomah (Tottenham). Bei Abraham verkündete der nigerianische Verbandspräsident bereits, dass sich der 20-Jährige für die Afrikaner entschieden habe. Dies ließ der junge Angreifer kurz darauf dementieren (“Stehe England weiterhin zur Verfügung”).

(Photo by Gareth Copley/Getty Images)

Der Vorfall zeigt jedoch, wie ernst es dem Olympiasieger von 1996 zu sein scheint. Alex Iwobi von Arsenal hat sich bereits für Nigeria entschieden und schon elf Länderspiele absolviert. Boothroyd hofft, dass sich die junge Garde auf ihre “Affinität” zu England besinnt und attestiert der Gruppe “einen tollen Zusammenhalt“.

Die Jugendteams der Engländer waren in diesem Jahr so erfolgreich wie lange nicht. Die U19 gewann im Sommer die Europameisterschaft, während die U21 im Finale gegen Deutschland den Kürzeren bei dem Kontinental-Wettbewerb zog. Die Verantwortlichen der Nigerianer dürften die Auftritte sehr genau verfolgt haben.

 

 

Marius Merck

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