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Ermittlungen in Belgien: Finanzbetrug und Spielabsprachen

11. Oktober 2018
Manuel Behlert

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Ermittlungen in Belgien: Finanzbetrug und Spielabsprachen

Seit gestern Mittag herrscht große Unruhe im belgischen Fußball! Wie unter anderem die gut informierte belgische Sportseite „Het Laatste Nieuws“ berichtet finden derzeit umfangreiche Ermittlungen im belgischen Fußball statt. Laut den Behörden handelt es sich um über 50 Polizeirazzien, davon 44 in Belgien, die restlichen in Luxemburg, Zypern, Montenegro, Serbien, Frankreich und Mazedonien.

 

„Beeinflussung von Spielen“

Laut Staatsanwaltschaft geht es um Korruption, „verdächtige Finanzoperationen“ und Hinweise „der möglichen Beeinflussung von Spielen“. Zahlreiche Agenten und Funktionäre wurden befragt, darunter auch der einflussreichste Spielervermittler im belgischen Fußball, Mogi Bayat. Auch Brügge-Trainer Ivan Leko wurde verhaftet und ausführlich von den Ermittlern befragt und verbrachte die Nacht im Gefängnis, wie sein Anwalt bestätigte.

„Ja, das ist ein wahres Erdbeben, das sich da ereignet hat. Noch kennen wir nicht alle Hintergründe und Konsequenzen. Aber sie dürften unvermeidlich und gravierend sein. Für den gesamten belgischen Fußball“, so der Leiter der Sportredaktion des öffentlich-rechtlichen Senders RTBF, Michel Lecomte.

Weiterhin wurden laut „HLN“-Journalist Kristof Terreur die Büros von 10 Vereinen, darunter eben Brügge und auch Genk, Lokeren und Anderlecht, durchsucht. Überdies gab es Befragungen mit Schiedsrichtern. Wann die Ermittlungsergebnisse veröffentlicht werden oder neue Details ans Licht kommen, ist ungewiss. Klar ist, dass laut Staatsanwaltschaft sämtliche Personen als Verdächtige und nicht als Zeugen verhört wurden. 

 

(Photo by GABRIEL BOUYS / AFP)

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