FC Bayern | Kovac nur sechste Wahl?

Plötzlich ging alles ganz schnell. Am Donnerstag gab der FC Bayern München bekannt, dass Niko Kovac zur kommenden Saison den Trainerposten übernehmen wird. Die erste Wahl war der Mann von der Eintracht aber lange nicht…

 

Sechste Wahl?

Lange hoffte der FC Bayern, allen voran Präsident Uli Hoeneß, auf eine Weiterbeschäftigung von Jupp Heynckes, doch der 72-Jährige blieb sich treu und lehnte auch beim letzten Überzeugungsversuch Ende März dankend ab. Die Suche nach einem Nachfolger begann und lief etwas anders, als geplant.

Wie der Kicker berichtet, war Niko Kovac (46) nämlich keinesfalls die erste Wahl. Erst informierte sich Sportdirektor Hasan Salihamidzic bei Ralph Hasenhüttl (50), dessen Zukunft bei RB Leipzig alles andere als geklärt ist. Der Österreicher fühlte sich jedoch nicht reif genug für die Aufgabe. Auch über Mauricio Pochettino (46, Tottenham) und Jürgen Klopp (50, Liverpool) wurde scheinbar nachgedacht. Insbesondere bei Klopp war aufgrund der langen Vertragslaufzeit (2022) und der fehlenden Ausstiegsklausel von Angang wenig Hoffnung geboten.

(Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

So konzentrierte sich der deutsche Rekordmeister auf etwas unkompliziertere Ziele: Den vertragslosen Thomas Tuchel und eben Niko Kovac, der bei der Eintracht über eine Ausstiegsklausel verfügt. Nachdem der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund den Bayern am 23. März etwas überraschend absagte, fiel die Wahl nun auf Kovac. Die Verpflichtung ihres ehemaligen Mittelfeldspielers kostet die Münchner 2,2 Millionen Euro. Sollten sich die Frankfurter für die Champions League qualifizieren, kommen weitere 500.000 Euro dazu.

Niko Kovac erhält beim deutschen Rekordmeister einen Vertrag bis 2021 und wird von seinem Bruder Robert (44) assistiert. Peter Hermann (65), zuletzt Co-Trainer von Jupp Heynckes, soll ebenfalls gehalten. Sein Verbleib ist jedoch noch nicht in trockenen Tüchern:

“Ich muss mir das alles noch durch den Kopf gehen lassen, da muss man sich noch unterhalten.” [Kicker]

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Chris McCarthy

Chefredakteur

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