La Liga Vorschau: Formstarker Außenseiter Alaves fordert Gastgeber Atletico Madrid

Am Samstag (20:45) empfängt Atletico Madrid das baskische Deportivo Alaves. Auf dem Papier sieht es zunächst nach einer klaren Angelegenheit aus, der Dritte von oben empfängt den Dritten von unten. Doch wenn man das besagte Papier etwas genauer betrachtet, korrigiert sich der Eindruck dann doch ein wenig…

Atletico Madrid

Vor dem Duell mit dem Stadtrivalen Real Madrid am 12. Spieltag, herrschte fast schon Krisenstimmung bei Atletico Madrid. Seit dem 0:0 gegen den Lokalrivalen, sind die “Rojiblancos” allerdings höchst erfolgreich. Alle Ligaspiele wurden gewonnen, auch in der Copa del Rey zogen man ungefährdet in die nächste Runde ein und in der Champions League gelang immerhin ein Remis gegen den FC Chelsea, das Ausscheiden konnte aber nicht mehr verhindert werden. In der Liga ist Atletico obendrein sogar noch ungeschlagen, die sechs Remis (nur Levante hat mehr – 7) sorgen allerdings dafür, dass der Rückstand auf Spitzenreiter Barcelona trotzdem sechs Punkte beträgt.

Gerade in Heimspielen ist Atletico nicht mehr so stark wie gewohnt, in den sechs Heimspielen kam die Mannschaft dreimal nicht über ein Unentschieden hinaus. Auswärts spielten die “Colchoneros” zwar auch bereits dreimal Unentschieden, gewannen dafür aber auch sechs ihrer neun Spiele in der fremde und sind damit das beste Auswärtsteam der Liga. Seit dem Umzug ins neue Stadion, ist die Stimmung im Stadion leider auch nicht mehr so beeindruckend wie zuvor, eventuell hat das Auswirkungen auf die fast schon traditionelle Heimstärke. Ein Heimspiel ist daher schon lange keine Sieggarantie mehr, zumal Atletico auch nicht immer überzeugend auftritt, wie zuletzt am Sonntag bei Real Betis, wo man nur sehr schmeichelhaft gewann.

(Photo by Aitor Alcalde/Getty Images)
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Deportivo Alaves

Der Überraschungs-Neunte der Vorsaison startete miserabel in diese Saison und sorgte zunächst vor allem für negative Schlagzeilen. Das erste Tor gelang erst am sechsten (!) Spieltag, bei der 1:2-Niederlage gegen Real Madrid. Negativrekord. Die ersten Punkte gab es dann immerhin am siebten Spieltag mit einem 2:0-Sieg gegen Levante. Danach gab es aber wieder drei Niederlagen in Folge.

Seit dem elften Spieltag geht es aber wieder kräftig bergauf. Zunächst besiegte Alaves Espanyol Barcelona mit 1:0, dann, nach zwei weiteren Niederlagen, folgte eine kleine Serie von drei Pflichtspielsiegen in Folge, inklusive des Einzugs in die nächste Runde der Copa del Rey. Am vergangenen Freitag setzte sich die Mannschaft von Trainer Abeldardo, der erst seit dem 1. Dezember im Amt ist, im wichtigen Kellerduell gegen Las Palmas durch und steht nun auf Rang 18. Die Abstiegszone hat Alaves in dieser Saison noch nicht verlassen. Das rettende Ufer ist derzeit aber nur noch drei Punkte entfernt.

Ein Sieg gegen Atletico Madrid dürfte äußerst schwer zu erringen sein, ein Unentschieden wäre dementsprechend auch schon ein großer Erfolg. Es wäre das erste Unentschieden von Alaves in dieser Saison. Das große Problem der Basken ist die ungefährliche Offensiv, in den bisherigen 15 Spielen gelangen erst 12 Tore, nur Espanyol und Las Palmas haben weniger. Ibai Gomez ist mit vier Toren und zwei Assists noch der gefährlichste Spieler, er ist an der Hälfte aller Tore direkt beteiligt.

(Photo by Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images)

Prognose

Atletico ist klar favorisiert, dürfte aber angesichts der jüngsten Erfolge der Basken unter dem neuen Trainer, Abelardo, gewarnt sein. Atletico dürfte in der Defensive nicht besonders in Bedrängnis kommen, könnte sich aber vorne durchaus schwer tun. Unter normalen Umständen, sollten sie allerdings in der Lage sein die nötigen Tore zu erzielen. Sollte Alaves einen sehr guten Tag haben, ist das erste Remis der Saison für sie aber durchaus möglich.

 

Mögliche Aufstellungen

Atletico Madrid: Oblak – Vrsaljko, Gimenez, Godin, Felipe Luis – Saul, Thomas, Gabi, Koke – Gameiro, Torres

Deportivo Alaves: Pacheco – Aguirregabiria, Maripan, Alexis, Duarte – Manu Garcia, Pina – Ibai Gomez, Burgui, Pedraza – Munir

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Christoph Albers

Redakteur

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