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Müller spricht über das Jahr 2017, die WM und den Heynckes-Effekt

20. Dezember 2017
Nico Scheck

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Müller spricht über das Jahr 2017, die WM und den Heynckes-Effekt

Das Fußball-Jahr 2017 war mehr als ereignisreich. Auf die Titelverteidigung in der Champions League von Real Madrid folgte die U21-EM und der Confed-Cup. Auch für Thomas Müller gab es im Jahr 2017 einige Auf und Abs. Mit der Sport Bild sprach er im Interview über sein Jahr, den Trainer-Wechsel und die kommende WM im Sommer.

Müllers kürzliche mehrwöchige Zwangspause wegen einer Verletzung war sehr ungewohnt für ihn. Schließlich sei es die erste längere Pause in seiner Karriere gewesen und gerade wegen dem verpassten Gruppenspiel bei Celtic Glasgow bedaure er dies sehr. Doch auch ihm hat der Trainer-Wechsel sichtlich gut getan. Angesprochen auf die Unterschiede zwischen Carlo Ancelotti und Jupp Heynckes sagte er:

Seit Jupp Heynckes übernommen hat, haben wir einen enormen Lauf. Er hat versucht, seine Philosophie umzusetzen. Die Art, wie er mit den Spielern umgeht, kommt sehr gut an.

Zwar spricht der Bayernspieler keine direkte Kritik an Ancelotti aus, doch ist nicht jetzt erst rauszuhören, dass er über den Trainer-Wechsel nicht unbedingt unzufrieden ist. Jupp Heynckes sei eine fantastische Persönlichkeit, der an jedem Detail schraube.

(Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images for Audi)

 

“Triple-Feeling nicht auf Knopfdruck”

Doch obwohl es gerade wieder sehr gut läuft bei den Bayern müsse man weiter aufpassen:

Ein Triple-Feeling kann man nicht per Knopfdruck bestellen. So etwas ergibt sich durch das steigende Selbstvertrauen nach Erfolgen in den großen Spielen. Dazu gehört aber auch, dass es innerhalb der Mannschaft stimmt.

So brauche es eben auch kämpferische Qualitäten, um am Ende Titel zu gewinnen. Über die WM-Auslosung ist der 28-jährige sehr erfreut. Man habe sehr interessante Gegner zugelost bekommen, die alle einen eigenen Spielstil und bekannte Stars in ihren Reihen haben. Das WM-Fieber, ist sich Müller sicher, werde im neuen Jahr von Monat zu Monat steigen.

Bei Manuel Neuer macht sich das Münchner Urgestein hingegen keine Sorgen, dass er bei der WM fehlen könnte:

Ich mache mir um Manu gar keine Sorgen. Wir haben bis zur WM noch genügend Zeit. Manu wird wieder fit werden. Die Ärzte und er entscheiden, wann genau. Ich frage nicht täglich bei Manu nach, wie es ihm geht. Aber wir haben einen guten Austausch.

 

Als bitterste Niederlage 2017 nannte Müller das Spiel in Madrid im Viertelfinale der Königsklasse, das man mit 2:4 nach Verlängerung verloren hatte. Hier sei man ganz nah dran gewesen am großen Wurf, obwohl man mit einem Mann weniger gespielt habe und die Truppe angeschlagen gewesen sei:

Die Art und Weise, wie wir dort verloren haben: Das war der “bad moment” 2017.

Für Thomas Müller und seine Bayern wird es heute Abend noch einmal Ernst, bevor es in die Winterpause geht. Im Achtelfinale des DFB-Pokals trifft man auf den Ligarivalen Borussia Dortmund und wird daher noch einmal alles abrufen müssen, wenn man auch im nationalen Pokal überwintern möchte.

Nico Scheck

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