Neuer: Fit für die WM dank besonderer Therapie – Berater: “Läuft alles wie geplant”

Nationaltorhüter Manuel Neuer fällt nach seinem dritten Mittelfußbruch bereits seit dem September aus. Der FC Bayern gibt ihm die notwendige Zeit für die Genesung, erlaubte ihm nun im Zuge seiner Reha auch eine Reise nach Thailand, wo Neuer weiterhin an seiner Rückkehr arbeitet. Zuletzt gab es leise Zweifel, dass der Torhüter in dieser Saison noch für den FC Bayern auflaufen wird, wodurch auch Gerüchte um eine ungewisse WM-Teilnahme aufkamen. 

Wie “Bild+” nun berichtet, steht einer Teilnahme an der Weltmeisterschaft aber nichts mehr im Weg. Zwar ist noch nicht sicher, wann Neuer genau wieder voll eingreifen kann, aber eine bestimmte Therapie mittels zweier Spritzenkuren. hat für den erhofften Erfolg gesorgt.

Köpke und Berater zuversichtlich

Diese Behandlung wurde im November und im Dezember durchgeführt. „Ich gehe im Moment sicher davon aus, dass Manuel bei der WM dabei ist. 2014 hat er sich auch im Pokalfinale an der Schulter verletzt, konnte zwei Wochen nicht trainieren und war in Brasilien voll einsatzbereit. Ich denke, dass er vor der WM auch noch in der Bundesliga oder Champions League spielen wird. Über einen Plan B machen wir uns keine Gedanken”, sagte DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke zur “Bild”.

(Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)

Auch Neuer-Berater Thomas Kroth äußert sich zuversichtlich: „Es läuft alles gut und wie geplant. Nach seiner Rückkehr wird es noch mal Termine mit den Ärzten geben, dann wird überlegt, wann Manuel einsteigt. Wir haben immer gesagt: Er soll sich die Zeit nehmen. Wenn es eine Woche länger dauert, dauert es eine länger, wenn es drei Wochen länger dauert, dann eben drei.“

Eigenbluttherapie entscheidender Faktor

Bei der Neuer-Behandlung handelt es sich um eine sogenannte Eigenbluttherapie-Behandlung mit Autologem Conditioniertem Plasma (ACP), die vor allem bei verschleißbedingten Gelenkbeschwerden durchgeführt wird. Hierbei wird das Immunsystem gestärkt und die Heilung, die bei mehrfach auftretenden Verletzungen verlangsamt ist, etwas vorangetrieben. Außerdem handelt es sich bei der Neuer-Verletzung um keinen handelsüblichen Knochenbruch.

(Photo by GUENTER SCHIFFMANN/AFP/Getty Images)

Spitzen-Orthopäde und Unfallchirurg Prof. Dr. Andreas B. Imhoff erklärt bei “Bild”, warum: „Bei Manuel Neuer handelt es sich um eine sogenannte Marschfraktur, die Soldaten nach langen Märschen erleiden. Eine Überlastung des Knochens ist der Grund. Es entsteht dabei keine glatte Bruchstelle, sondern kleine Faserrisse im Knochen.” Die Gefahr einer Wiederverletzung ist höher, das sorgt für die lange Rehazeit, da permanente Kontrollen notwendig sind.

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