Premier League Elf der Saison 2017/2018

Die Premier League Saison 2017/2018 ist Geschichte und hatte in Manchester City einen einzigartigen Meister! Nichts desto trotz gab es aber auch weitere Spieler, die in dieser Spielzeit beeindruckende Leistungen ablieferten. Unsere 90PLUS Elf der Saison…

 

Elf der Saison

Die Zusammenstellung einer Elf ist natürlich immer von subjektiven Eindrücken geprägt, so natürlich auch bei uns! Trotzdem haben wir versucht, es so objektiv wie möglich zu halten und die besten Akteure der abgelaufenen Spielzeit zu identifizieren.

 

Das kam dabei raus:

(Erklärungen im Anschluss)


Tor

David de Gea (Manchester United)

Der Spanier hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der beste Torhüter der Welt entwickelt und war auch in dieser Saison der wohl zuverlässigste Akteur der Red Devils. Insbesondere seine Reflexe auf der Linie und seine Gabe, immer wieder einen unhaltbaren Ball zu entschärfen, sicherten José Mourinho einige Punkte. De Gea war für uns der beste Keeper der Premier League 2017/2018.

(Photo by Laurence Griffiths/Getty Images)

Alternativen: Knapp hinter De Gea folgt für uns Ederson von Manchester City. Der Brasilianer meisterte die gerade für Torhüter so schwierige Umstellung zur Premier League in seinem ersten Jahr mit Bravur. Ebenfalls zu erwähnen: Nick Pope vom FC Burnley, der sich in den Kreis der Nationalmannschaft gespielt hat.

 

Abwehr

Lewis Dunk (Brighton & Hove), Jan Vertonghen (Tottenham), James Tarkowski (Burnley)

Die Besetzung der Abwehr war für uns schon etwas komplizierter. Wie kann es sein, dass kein individueller Spieler der besten Abwehr der Liga vertreten ist? Nun ja, dass Manchester City die wenigsten Gegentore der Saison kassiert hat (27), liegt für uns an der gesamten Mannschaftsleistung, insbesondere im zentralen Mittelfeld, und vor allem an der ballbesitzorientierten Spielweise. Die Innenverteidigung der Cityzens wird schlichtweg weniger gefordert.

Darüber hinaus haben wir uns für eine Dreierkette entschieden. Zum einen, weil es für uns kaum einen alles überragenden Außenverteidiger gab (Kyle Walker war hier noch am auffälligsten), zum anderen, weil für uns einige offensive Protagonisten der Liga einfach insgesamt eine bessere Runde spielten. Daher haben wir uns von einer “erzwungenen” Besetzung der Defensive distanziert und eine etwas unrealistische, offensive Aufstellung gewählt.

(Photo ADRIAN DENNIS/AFP/Getty Images)

Zugegeben, die Innenverteidiger, für die wir uns entschieden haben, haben nicht die klangvollsten Namen. Das hat allerdings weniger mit ihren Leistungen, sondern viel mehr mit ihren Vereinen zu tun, die schlichtweg nicht so im Rampenlicht stehen. Das trifft insbesondere auf Lewis Dunk von Aufsteiger Brighton und James Tarkowski von Überraschungsteam Burnley zu. Beide waren bei ihren Klubs, die aufgrund ihrer passiven Spielweise oftmals unter Druck gerieten, absolute Säulen. Kopfballstärke, Zweikampfverhalten und Zuverlässigkeit sind bei den Engländern die hervorzuhebenden Qualitäten.

Jan Vertonghen dagegen ist ein bekannter Name und eine absolute Bank in der Innenverteidigung der Spurs. Auch in dieser Saison war er für Tottenham Mr. Zuverlässig, machte kaum Fehler und dirigierte die komplette Hintermannschaft. Die Beständigkeit des Belgiers wird fast schon als Selbstverständlichkeit betrachtet.

Alternativen: Wie gesagt, überragende Außenverteidiger waren unserer Meinung nach in dieser Saison Mangelware, hier waren die Leistungen der Innenverteidiger für uns einfach beeindruckender. Hätten wir uns dazu entschieden, diese Positionen zu besetzen, wären primär Kyle Walker, aber auch der umgeschulte Ashley Young, Kieran Trippier, Nacho Monreal und Marcos Alonso in der engeren Auswahl gewesen. In der Innenverteidigung sind ebenfalls weitere Kandidaten hervorzuheben. Nicolas Otamendi hat eine gute Entwicklung hingelegt, doch gerade in Drucksituationen ist zu erkennen, dass er stark vom Kollektiv der Cityzens profitiert. Harry Maguire, der in seinem ersten Jahr bei Leicester zu einem Nationalspieler reifte, verpasste den Cut nur knapp.

 

Mittelfeld

Kevin De Bruyne, David Silva, Fernandinho (alle Manchester City)

Wie bereits angesprochen ist für uns das Mittelfeld das absolute Prunkstück des Meisters. Die Schaltzentrale gab offensiv den Takt vor, leitete durch geniale Ideen von Kevin De Bruyne und David Silva unzählige Chancen ein und kombinierte auf einem Level, das wir in England nur selten erleben durften. Das spanisch-belgische Duo war am sage und schreibe 44 der 106 erzielten Saisontore (Premier League Rekord) direkt beteiligt und entzückte uns mit einem schier unglaublichen Passspiel.

Ganz nebenbei entlasteten De Bruyne und Silva durch ihr nahezu perfektes Spiel auch noch die Defensive. In den Momenten, in denen der Gegner dann doch einen Konter einleiten wollte, war meistens Fernandinho zur Stelle. Der Brasilianer glänzte mit einem überragenden defensiven Spielverständnis und durch hervorragendes Stellungsspiel.

(Photo by Gareth Copley/Getty Images)

Alternativen: Es gibt gerade im Mittelfeld weitere Spieler, die eine sehr starke Saison hinter sich haben. Abdoulaye Doucouré entwickelt sich in der Schaltzentrale Watfords zu einer absoluten Säule, bestach vor allem durch eine unglaubliche Dynamik und Laufstärke. Letzteres trifft auch auf Wilfried N’Didi zu, der den vor zwei Jahren abgewanderten N’Golo Kanté zumindest etwas vergessen ließ. Der Franzose spielte bei Chelsea übrigens ebenfalls eine gute Saison, allerdings nicht mehr ganz auf dem beeindruckenden Level der letzten Jahre. Man merkt, dass das Energiebündel viele Minuten in den Beinen hat. Weiter vorne hätte auch Christian Eriksen durchaus Argumente, für eine Nominierung. Der Däne war nicht nur wegen seinen 19 Torbeteiligungen einmal mehr der Dreh- und Angelpunkt der Spurs. Ähnliches gilt für Aaron Ramsey, der bei den so enttäuschenden Gunners mit die einzige Konstante war.

 

Angriff

Mohamed Salah, Roberto Firmino ( beide Liverpool), Sergio Agüero (Manchester City), Harry Kane (Tottenham)

Die Frage war nicht, wer im Sturm steht, sondern wie wir die vier Akteure allesamt unter bringen. Mohamed Salah und Harry Kane waren natürlich die offensichtlichen Optionen im Angriff. Der Ägypter eroberte in seiner sensationellen Debüt-Saison für die Reds mit 32 Saisontoren (Premiere League Rekord) die Liga. Mit seiner Eleganz, Kaltschnäuzigkeit und Mobilität, die manchmal an Lionel Messi erinnert, brachte er seinen Namen sogar in die “Ballon D’Or” – Diskussion. Im Schatten Salahs zementierte Harry Kane mit 30 Toren seinen Status als einer der besten Stürmer der Welt.

(Photo by Laurence Griffiths/Getty Images,)

Man würde es bei vielen Diskussionen zur Elf der Saison nicht meinen, aber auch ein Sergio Agüero erzielte klammheimlich beachtliche 21 Saisontore. Dabei war er nicht nur aufgrund seiner Tore enorm wichtig für die Cityzens. Der bewegliche Techniker schuf für seine Mitspieler Unmengen an Räume, beschäftigte die gegnerischen Defensiven und sorgte für eine Vielzahl an kreativen Überraschungsmomenten. Dass der Argentinier, nun “aus der Mode” ist, liegt wohl an der Selbstverständlichkeit seiner Tore und dem Durst der Zuschauer nach neuem Talent. Agüero gehört trotzdem weiterhin zu den besten Angreifern unserer Zeit.

Die wohl eher unpopuläre Wahl im Sturm ist bei uns Roberto Firmino. Der Brasilianer erzielte zwar deutlich weniger Tore als seine drei Kollegen, war aber für den Erfolg des FC Liverpool wohl fast genauso wichtig wie Salah. Firmino überzeugte durch Laufstärke, hohe Spielintelligenz und Uneigennützigkeit. Ohne ihn wäre die magische Saison seines ägyptischen Kollegen deutlich schwerer zu bewerkstelligen gewesen…

Alternativen: Die Crème de la Crème ist bereits in unserer Startelf vertreten, doch Freunde des Offensivfußballs wurde in der abgelaufenen Runde einiges geboten. So zählen auch Raheem Sterling und Leroy Sané, die unter Pep Guardiola eine sagenhafte Entwicklung genommen haben, zweifelsohne zu den besten Akteuren der Saison. Pierre-Emerick Aubameyang deutete mit zehn Toren in nur 13 Spielen an (und das ohne Eingewöhnungszeit), hier in der kommenden Saison ein ernstes Wörtchen mitreden zu wollen. Fernab der Top-6 sollte man noch Jamie Vardy erwähnen, der seine Torausbeute (21) weiterhin konstant hoch hält.

 

Postet eure Anmerkungen oder eure persönliche Elf des Jahres gerne in die Kommentare!

 

 

Beitrag teilen

Chris McCarthy

Chefredakteur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.