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PL Vorschau | Premier League als zweite Priorität – Arsenal gegen Watford trotzdem unter Zugzwang

11. März 2018
Chris McCarthy

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PL Vorschau | Premier League als zweite Priorität – Arsenal gegen Watford trotzdem unter Zugzwang

Am Donnerstag gab es für den FC Arsenal nach Wochen der Krisen endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Der Rückstand auf die Champions League Plätze ist zwar realistisch betrachtet nicht mehr einzuholen, trotzdem hat das Spiel gegen befreit aufspielende Hornets aus Watford eine große Bedeutung für den Trainer.

 

Premier League als zweite Priorität

Wurde der Negativtrend endlich gestoppt? Nach vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge, darunter eine 0:3 Pleite im Ligapokalfinale, folgte in der K.O.-Runde der Europa League für den FC Arsenal und Arsene Wenger endlich ein Erfolgserlebnis. Mit 2:0 gewannen die krisengeschüttelten Gunners beim formstarken AC Mailand.

Wie schon für José Mourinho 2016/2017 ist das auch für Wenger in dieser Saison elementar, denn die Europa League bietet für die Nordlondoner den einzige Weg in die Königsklasse. Wichtiger noch, für Wenger scheint der Gewinn dieses Titels derzeit auch die einzige Möglichkeit zu sein, seine 21-Jährige Amtszeit fortzusetzen, denn der Trainer steht so sehr in der Kritik wie nie zuvor. Folglich ist davon auszugehen, dass der Elsäßer in den verbleibenden neun Saisonspielen rotieren wird, um seine Leistungsträger für die Europa League fit zu halten. Bei einem astronomischen Rückstand auf Platz vier (13 Punkte) und bequemen fünf Zählern Vorsprung auf Burnley, bietet sich das auch an. Trotzdem, in der Liga gilt es die Form aus dem Mailand-Spiel zu bestätigen und die Saison zumindest ordentlich zu beenden.

Henrikh Mkhitaryan und Aaron Ramsey sind Kandidaten für eine Verschnaufpause. Sead Kolasinac musste am Donnerstag verletzt ausgewechselt werden. Da auch Nacho Monreal und Hector Bellerin nicht zur Verfügung stehen, wird Ainsley Maitland-Niles links und Innenverteidiger Calum Chambers rechts in der Viererkette auflaufen. Der in der Europa League nicht spielberechtigte Pierre-Emerick Aubameyang wird für Danny Welbeck in die Startelf zurückkehren.

(Photo MARCO BERTORELLO/AFP/Getty Images)

 

Im Niemandsland angekommen

16 Punkte in fünf Spielen, darunter ein beeindruckender 4:1 Sieg gegen den FC Chelsea. Das ist die eindrucksvolle Bilanz der noch jungen Amtszeit von Javi Garcia als Trainer des FC Watford. Die Mannschaft hat sich unter der Leitung des Spaniers in der Defensive stabilisiert und sich spielerisch an die starken Leistungen der Hinrunde angenähert. Darüber hinaus hat Kapitän Troy Deeney mit drei Toren in den letzten vier Spielen seine Formkrise hinter sich gelassen.

Obwohl der Abstieg auch nach nur einem Sieg in zwölf Spielen unwahrscheinlich schien, können die Hornets nach den jüngsten Erfolgen bei nun neun Punkten Vorsprung auf die Gefahrenzone relativ entspannt auf die Tabelle blicken. Im Niemandsland der Premier League angekommen wird Garcia daher die verbleibenden Spiele vielleicht nutzen, um sich schon jetzt ein Bild für die kommende Saison zu machen. Alleine das könnte für einige Spieler als Motivation genügen, ans Leistungs-Maximum zu gehen.

Wichtige Leistungsträger wie Younès Kaboul, Gerard Deulofeu (beide Fußbruch) und Nathaniel Chalobah (Knie) fallen weiterhin aus. Für Jose Holebas und Kiko Femenía wird die Partie wohl zu früh kommen.

(Photo by Catherine Ivill/Getty Images)

 

Prognose

Es wird spannend zu beobachten sein, ob die zuletzt stark verunsicherten Gunners in Mailand neues Selbstbewusstsein gefunden haben und dies mit in die Liga nehmen können. Es wäre nicht das erste Mal, dass Arsenal (zu) spät in der Saison eine Serie hinlegt, doch selbst das dürfte Wenger nicht den Job retten – es scheint nur die Europa League zu zählen. Watford ist jedenfalls nicht zu unterschätzen und kann frei von jedem Druck befreit aufspielen.

 

Mögliche Aufstellungen:

Arsenal: Cech – Chambers, Mustafi, Koscielny, Maitland-Niles – Wilshere, Xhaka – Mkhitaryan, Ozil, Iwobi – Aubameyang

Watford: Karnezis – Janmaat, Prodl, Mariappa, Holebas – Doucoure, Capoue – Carrillo, Pereyra, Richarlison – Deeney

Chris McCarthy

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