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Premier League Vorschau: FC Bournemouth vs Arsenal – Anschluss halten trotz Wechseltheater

14. Januar 2018
Marius Merck

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Premier League Vorschau: FC Bournemouth vs Arsenal – Anschluss halten trotz Wechseltheater

Die “Gunners” sind am Sonntag unter Zugzwang: Arsene Wenger und sein Team wollen beim FC Bournemouth um 14:30 den Anschluss an die “Top Four” halten. 

 

FC Bournemouth

Seit dem erstmaligen Aufstieg in die höchste englische Spielklasse im Jahr 2015 hatten die “Cherries” recht wenig mit dem Abstiegskampf zu tun. In diesem Jahr schwebt jedoch Abstiegsangst durch das Vitality Stadium. Zurzeit steht der Klub nur auf dem 17. Platz, dem letzten Nichtabstiegsplatz.

Der Abstand zu den ungeliebten letzten drei Plätzen beträgt lediglich einen Punkt, Stoke City liegt mit 20 Punkten direkt hinter Bournemouth (21). Auch West Bromwich Albion (19) und Swansea City (17) sind noch in unmittelbarer Nähe. Auf der anderen Seite beträgt der Rückstand auf den 13. Platz auch gerade mal drei Punkte (Huddersfield/24). Dem Spiel gegen die Londoner kommt somit eine große Bedeutung zu, man kann die Weichen für die kommenden Wochen in positive oder negative Weise stellen.

Die letzten Wochen deuten eher auf letztere Variante hin. Seit dem 12. Spieltag am 18. November letzten Jahres gab es lediglich einen Sieg in zehn Partien, während dessen allerdings fünf Unentschieden und vier Pleiten. Immerhin wurden aus den letzten beiden Spielen gegen Everton (2:1) und Brighton & Hove (2:2) vier Punkte geholt.

Auf Altstar Jermaine Defoe wird Trainer Eddie Howe gegen Arsenal verzichten müssen. Der 35-Jährige ist drei Treffern der zweitbeste Torschütze hinter Callum Wilson (fünf Tore) in der Mannschaft.

(Photo by Alex Livesey/Getty Images)

 

Arsenal

Der Letztplatzierte der “Big Six” muss sich auch in diesem Jahr äußerst strecken, um die Champions League zu erreichen. In der vergangenen Saison wurde der Wettbewerb erstmals seit Mitte der 1990er Jahre verpasst. Auch in dieser Runde ist die Gefahr relativ hoch: Die “Gunners” liegen nur auf dem sechsten Platz, der Abstand zu Tottenham und Liverpool (je 44 Punkte) ist mit fünf Punkten fast schon “zwei Spiele” groß.

Deswegen sollen im Vitality Stadium unbedingt drei Punkte her, ansonsten rückt das Saisonziel schon im Winter in weite Ferne. Bis Ende November hatte Arsenal seinen mäßigen Saisonstart eigentlich ausgeglichen und den Sprung auf den vierten Platz geschafft. Seit Beginn des Dezembers ist dem Team von Arsene Wenger jedoch jeglich Konstanz abhanden gekommen: Durch lediglich zwei Siege, einer Niederlage und gleich fünf Remis brachte man sich selbst in diese missliche Lage. Auch in den letzten beiden Spielen gegen West Bromwich (1:1) und Chelsea (2:2) teilte man sich die Punkte.

Der Fokus bei den “Gunners” scheint so aktuell in der Öffentlichkeit sowieso auf etwas anderem zu liegen: Die sportliche Zukunft von Mesut Özil und vor allem Alexis Sanchez. Gerade um den Chilenen gibt es tagtäglich neue Schlagzeilen, eine zeitnahe Entscheidung ist zu erwarten.

Auch die Zukunft des deutschen Nationalspieler ist angesichts seines auslaufenden Vertrages noch völlig ungeklärt, hingegen gibt es um ihn allerdings nicht dermaßen Theater. Selbst wenn der Winter aus Arsenal-Sicht sportlich besser gelaufen wäre, hätte man davon wohl ebenso wenig Notiz genommen, wie es wegen der Spekulationen nun eben der Fall war.

Möglicherweise muss der wiedererstarkte Jack Wilshere bei seiner Rückkehr nach Bournemouth (mal wieder) angeschlagen passen, der Engländer war in der letzten Saison an die “Cherries” ausgeliehen.

 

(Photo by ODD ANDERSEN/AFP/Getty Images)

Prognose

Arsenal benötigt unbedingt drei Punkte um an Liverpool und Tottenham dran zu bleiben. Daher sollten sich die “Gunners” bei dem Abstiegskandidaten durchsetzen. Andernfalls drohen noch turbulentere Wochen, als dies aufgrund der Transfer-Querelen sowieso schon der Fall sein wird.

 

Mögliche Aufstellungen

Bournemouth: Begovic – Smith, Francis, S. Cook, Daniels – Ibe, L. Cook, Arter, Pugh – Afobe, Wilson

Arsenal: Cech – Chambers, Mustafi, Holding – Bellerin, Xhaka, Wilshere, Maitland-Niles – Özil, Welbeck, Sanchez (Iwobi)

Marius Merck

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