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Tottenham | Pochettino verlangt 170 Millionen Euro Transferbudget

14. Mai 2018
Nico Scheck

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Tottenham | Pochettino verlangt 170 Millionen Euro Transferbudget

Tottenham hat es wieder einmal geschafft: Der Einzug in die Champions League ist mit Rang drei in der Premier League geglückt, während der Vorjahresmeister FC Chelsea und auch der FC Arsenal das Nachsehen hatten. Zeit also für die “Spurs”, größer zu denken als in den vergangenen Jahren? Dieser Ansicht ist zumindest Trainer Mauricio Pochettino (46).

Seit nun vier Jahren coacht der Argentinier Tottenham von der Seitenlinie aus und hat den Verein zu einer echten Größe gemacht. Lediglich in seiner Premieren-Saison gelang nicht die Qualifikation für die Königsklasse, doch seitdem sind die “Spurs” auch hier Stammgast. Nun möchte Pochettino den nächsten Entwicklungsschritt mit dem Verein gehen wie der “Telegraph” berichtet. Noch diese Woche soll ein Treffen zwischen ihm und dem Vorsitzenden Daniel Levy (56) stattfinden, bei dem vor allem über die nähere Zukunft des Klubs gesprochen werden wird. Ziel des Trainers laut der stets gut informierten britischen Quelle: Er möchte ein Transferbudget von rund 170 Millionen Euro zugesichert bekommen, um neue Spieler zu holen, die Stars zu halten und wechselwillige Spieler zeitnah ersetzen zu können.

(Photo by Shaun Botterill/Getty Images)

Ziele überdenken

Bisher hatte sich der 46-jährige den Regeln Levy’s und des ganzen Vereins gefügt. So zählte man sich bisher nicht zu den top-vier Vereinen in England, obwohl genau das nun zum dritten Mal in Folge geglückt ist. Nun soll ein Umdenken stattfinden. Das Ziel lautet ganz klar: Ganz oben angreifen! Doch Pochettino ist sich sehr wohl im Klaren darüber, dass hierfür noch die eine oder andere Stellschraube im Sommer gedreht werden muss. So gilt es zunächst, die Schlüsselspieler wie Harry Kane (24), Dele Alli (22), Christian Eriksen (26), Jan Vertonghen (31) und Eric Dier (24) über den Sommer hinaus zu halten. Zwar haben von den Genannten alle bis auf Vertonghen (bis 2019) noch einen mindestens zwei Jahre lang gültigen Vertrag in London, doch das Interesse von außerhalb ist groß, Stichwort Kane.

Daneben könnten einige Spieler den Klub verlassen, so zum Beispiel Toby Alderweireld (29) oder auch Danny Rose (27). Auch die Personalien Sissoko, Dembele und Llorente gelten noch als ungeklärt. Auf der anderen Seite schielt man bei Tottenham wohl schon auf zahlreiche Transferziele. Der “Telegraph” nennt hier unter anderem Wilfried Zaha (25) von Crystal Palace, der allerdings wohl über 50 Millionen Euro kosten dürfte. Weitere Ziele könnten Ryan Sessegnon (17) vom FC Fulham und Bryan Cristante (23) von Atalanta Bergamo sein. Zudem sei Anthony Martial (22) auf dem Radar des argentinischen Coaches.

(Photo ADRIAN DENNIS/AFP/Getty Images)

De Ligt für Alderweireld?

Da man in Nordlondon fest von einem Abgang von Alderweireld in diesem Sommer auszugehen scheint, möchte Pochettino diese Lücke am liebsten schon schließen, bevor sie überhaupt entstanden ist. Hier im Fokus: Matthijs de Ligt (18), der bisher allerdings eher mit Barca und den Bayern in Verbindung gebracht wurde. Die Alternative zum umworbenen Talent von Ajax wäre wohlmöglich Newcastles Kapitän Jamaal Lascelles (24). Der Innenverteidiger hat allerdings noch einen bis 2023 gültiges Arbeitspapier in Newcastle und könnte dementsprechend teuer werden. So oder so: Tottenham wird, wenn es nach seinem Trainer geht, den einen oder anderen Euro in die Hand nehmen.

Dieses Mal sollen die Transfers auch frühzeitig finalisiert werden. Im letzten Jahr zogen sich zahlreiche Gespräche mit anderen Vereinen und Spielern hin, da Levy erst abwarten wollte, was mit dem eigenen Spielerpersonal geschieht. So wurde man erst nach dem Verkauf von Kyle Walker (27; für 50 Millionen Euro zu ManCity) auf dem Markt tätig. Zu spät in den Augen von Pochettino. Um auch Gerüchte direkt im Keim zu ersticken, sollen die Verträge der oben genannten Schlüsselspieler möglichst zeitnah verlängert werden.

Wir müssen über einiges sprechen, der Klub und ich. Ich denke, ich habe eine klare Idee, was wir machen sollten. Ich weiß nicht, ob der Verein mir da zustimmen wird oder nicht […] Aber wir werden miteinander sprechen, um ein neues Projekt zu starten, oder was ich denke, was wir machen müssen, erneut gemeinsam, den Verein zu verbessern.

Nico Scheck

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