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VfB | Ex-Coach Wolf verwundert über Korkut-Entlassung

11. Oktober 2018
Marius Merck

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VfB | Ex-Coach Wolf verwundert über Korkut-Entlassung

Nach einer äußerst erfolgreichen Hinrunde war er noch der gefeierte Held und durfte sich über eine Vertragsverlängerung freuen, nun wurde Tayfun Korkut am Sonntag als Trainer beim VfB Stuttgart beurlaubt. Sein Vorgänger Hannes Wolf reagiert auf die Entscheidung seines ehemaligen Arbeitgebers mit Unverständnis.

 

“Nicht klar, wofür sie stehen”

Der Start der Schwaben ging gehörig daneben: Korkut lag mit dem VfB nach sieben Spieltagen mit lediglich fünf Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Dieser Umstand genügte den Verantwortlichen um sich für eine, in diesem Fall relativ frühzeitige, Trennung zu entscheiden. Korkut hatte zuvor mit dem VfB eine hervorragende Rückrunde absolviert und fast sogar noch den Sprung ins internationale Geschäft geschafft.

Wolf äußerte sich zu der Demission im Gespräch bei “kicker.tv Spezial”:

“Stuttgart hat fünf Punkte, aber Schalke hat sechs, Leverkusen sieben, Hoffenheim hat sieben, die auch sehr hohe Ambitionen haben, und Stuttgart wechselt dann schon – das ist erst mal ein bisschen überraschend aus der Entfernung.”

Der 37-Jährige schränkte in dieser Hinsicht aber auch ein, dass er nicht wisse, “was nach innen passiert, was inhaltlich passiert ist, was zwischen den Menschen passiert ist.” Grundsätzlich sei aber bei seinem ehemaligen Arbeitgeber ein Strategiewechsel festzustellen. Von der alten Devise, “eine junge, entwicklungsfähige, intensive Mannschaft” aufzubauen, habe es eine gewisse Abkehr gegeben. Der neue Trend gehe eher “zu einer sehr erfahrenen Mannschaft.” Nach der Verpflichtung von Markus Weinzierl ist Wolf “gespannt, mit welcher Spielphilosophie, mit welcher Art von Fußball sie jetzt da rauskommen”, weil es auch nicht klar wäre, “wofür sie stehen.”

Im Übrigen erhofft sich Wolf zeitnah eine neue Anstellung zu finden. Nach seiner Auszeit sei er “einfach wieder heiß”. Wolf war im Januar vom VfB entlassen worden.

(Photo by Thomas Niedermueller/Bongarts/Getty Images)

Marius Merck

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