Was ist dran? | Aubameyang Chelsea angeboten? Naja…

Die Schlagzeilen um Pierre-Emerick Aubaeyang nehmen kein Ende. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass gerade die Gerüchte um den Topstürmer des “BVB” nur selten einen ernstzunehmenden Hintergrund haben. Gestern berichtete die “Bild”, dass Aubameyang sich bereits im Winter nach einem neuen Klub umsieht, heute legt der englische “Mirror” nach. 

Das Gerücht

Wie der englische “Mirror” berichtet, soll Chelsea die Chance offeriert worden sein, den Nationalspieler aus dem Gabun in diesem Winter zu verpflichten. Beim “BVB” habe man genug von Aubameyang und gerade die neuerliche Suspendierung und der Platzverweis im Revierderby sollen das Verhältnis zwischen Klub und Spieler weiter belastet haben. Außerdem, so heißt es, könnte Chelsea sich im Angriff weiterhin in der Breite verstärken, denn Morata sei nicht in der Lage gerade im harten Winter die vielen Spiele zu absolvieren, Batshuayi fehlt derzeit verletzt.

(Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Die Quelle

Die Quellen von der Insel sind bis auf wenige Ausnahmen ohnehin kritisch zu hinterfragen. Und gerade die “Daily Mail”, der “Mirror”, die “Metro” und die “Sun” überbieten sich gerne gegenseitig mit teilweise abstrusen Meldungen. Exklusive Inhalte wie beispielsweise Interviews mit Spielern oder Funktionären sind häufig recht interessant zu lesen, gesicherte Informationen haben diese Quellen allerdings nicht, eher bedient man sich nach geraumer Zeit der Meldungen der seriösen Quellen, beispielsweise des “Telegraph” oder “Guardian.”

 

Analyse

Gerade nachdem die “Bild” gestern von einem möglichen Winterabgang berichtete, ist ein solches Gerücht natürlich schnell konstruiert. Gerade in England zieht der Name Chelsea immer, auch ein “Aubameyang” in der Schlagzeile sorgt dafür, dass viele Leser diesen Artikel aufrufen. Der Artikel selbst gibt sehr wenig her, es ist eher eine Zusammenfassung der sportlichen Situation des Angreifers, auf die vergangenen Suspendierungen wird hingewiesen, der Rest ist spekulativ. Verwertbare Informationen gibt es eigentlich gar keine, außer, dass Chelsea darüber informiert wurde, dass der Spieler auf dem Markt ist. Natürlich wird dieser Artikel auch eine Grundlage für die Medien hierzulande sein, um etwas zu konstruieren, aber von einer seriösen und informativen Berichterstattung sind wir hier weit entfernt.

(Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Fazit

Auch wenn ein Abgang von Pierre-Emerick Aubameyang gerade ab dem Sommer ein heißes Thema werden könnte, ist dieses Gerücht einfach nur spekulativ und dient dem Zweck, Klicks zu generieren. Der BVB wird sich im Winter keine derartige Baustelle aufmachen und ob es für Chelsea sinnvoll ist, sich einen Spieler zu angeln, der nicht in der Königsklasse auflaufen dürfte und überdies noch, wie die meisten Wintertransfers, eine Menge Ablöse verschlingen würde, sei ebenfalls dahingestellt. Der Vertrag des Gabuners läuft noch bis 2020, ein Winterwechsel darf zwar bezweifelt werden, ein Verbleib bis Vertragsende zum jetzigen Zeitpunkt aber auch.

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