| Transfer Spezial England Italien Was ist dran?

Was ist dran? | Manchester United will Alex Sandro im Januar verpflichten

8. Dezember 2017
Marius Merck

author:

Was ist dran? | Manchester United will Alex Sandro im Januar verpflichten

Alex Sandro hat sich seit seinem Wechsel vom FC Porto zu Juventus Turin zu einem der besten Linksverteidiger auf dem Kontinent entwickelt. Schon länger soll es reges Interesse an ihm geben. Nun soll Manchester United ein Angebot im kommenden Januar für den Brasilianer vorbereiten, die Position des Spielers gilt im Kader der “Red Devils” als vakant.

 

Das Gerücht

José Mourinho soll beabsichtigen im Winter seinen Kader zu stärken. Am ehesten sei dafür die Wahl auf die Position des linken Verteidigers gefallen sein. Dafür würden dem Portugiesen demnach rund 90 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Dabei habe sich Alex Sandro als die konkrete Wunschlösung von Mourinho herausgestellt. Nach dem Bericht hat der brasilianische Nationalspieler die “Alte Dame” um seine Freigabe gebeten, die Führung des italienischen Rekordmeisters soll jedoch eine vehement gegen einen Januar-Verkauf des 26-Jährigen sein, außer ein “wirklich, verrücktes Angebot” gehe ein. Diese Informationen will der “Daily Record” vorliegen haben.

 

Die Quelle

Der Bericht stammt von Duncan Castles und wurde bei der englischen Tageszeitung “Daily Record” publiziert. Das Blatt neigt mitunter zu wilden Spekulationen und ist nicht wirklich als seriös einzuschätzen, maximal ein wenig über der “Daily Mail” anzusiedeln. Castles hat auf Twitter eine große Anzahl von Followern (97.500, Stand: 08.12.2017), gilt jedoch auch einer der Journalisten, welche aus losen Zusammenhängen wilde Gerüchte kreieren. Sein Ruf in der Branche wird daher auch kritisch gesehen, vor allem, wenn es um Transfer-Gerüchte geht. Zumindest scheinen sich mit Castles und dem “Record” zwei zueinander passende Institutionen gefunden zu haben.

 

(Photo by Alex Caparros/Getty Images)

 

Analyse

Für Castles dürfte es ziemlich einfach gewesen zu sein, den Namen des Spielers mit den “Red Devils” in Verbindung zu bringen. Es ist einerseits bekannt, dass diese besagte Position beim englischen Rekordmeister mit dem uninspirierten Daley Blind, dem ignorierten Luke Shaw sowie dem gerade bevorzugten Ashely Young nicht optimal besetzt ist. Dabei sind in diesem Kontext in den letzten Wochen bereits einige Namen gefallen.

Einige der besagten Kandidaten sollen unter anderem Alejandro Grimaldo (Benfica) oder Danny Rose (Tottenham Hotspur) sein. Auf der anderen Seite hat bereits der “Telegraph” (deutlich seriöser einzuschätzen) vor wenigen Tagen darüber berichtet, dass Sandro bei Juventus um seine Freigabe gebeten habe. Die Tageszeitung hat dabei vor allem Chelsea genannt, die “Blues” hatten demnach schon im letzten Sommer großes Interesse an dem Spieler.

 

Fazit

Die Meldung, dass Alex Sandro die Serie A verlassen möchte, ist keineswegs neu – ebenso wenig die Tatsache, dass sich United höchstwahrscheinlich auf der Position des linken Verteidigers verstärken könnte oder auch sollte. Castles scheint hier geschickt zwei große Wahrscheinlichkeiten verknüpft miteinander verknüpft zu haben. Der kolportierte Betrag könnte sich in die genannten Gegebenheiten herausragend einfügen, hätten doch schon die Angebote im Sommer den Brasilianer zum teuersten Abwehrspieler aller Zeiten gemacht.

Ob tatsächliches Interesse von Seiten des Tabellenzweiten der Premier League besteht, ist dennoch nicht völlig auszuschließen. Wenn man die vakante Position im Kader verbessern möchte, muss aktuell bei jedem Spitzenteam intern der Name Sandro zumindest kurz fallen. Zudem haben die beiden gehandelten Klubs auch eine durchaus aktive Geschäftsbeziehung zueinander, wie die Transfers von Patrice Evra oder Paul Pogba in die eine sowie andere Richtung gezeigt haben.

Die Wahrscheinlichkeit eines Transfers im Januar ist aber alleine schon wegen zu erwartenden Haltung von Juventus in dieser Angelegenheit, wie schon im Bericht dargestellt, sowieso eher als gering einzuschätzen.

Marius Merck

Chefredakteur Twitter
Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.