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2012: Arsenal gegen Leeds – Als Thierry Henry die Zeit zurückdrehte

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Chris McCarthy
Chris McCarthy
Chefredakteur

Weißt du noch? | Am Montag trifft der FC Arsenal in der dritten Runde des FA Cup auf Leeds United. Erinnerungen werden wach: An den Tag, an dem Thierry Henry die Zeit zurückdrehte…

9. Januar 2012. Es war nur die dritte Runde des FA Cup und “nur” ein Zweitligist, doch das Tor des FC Arsenal zum 1:0 gegen Leeds United war ein ganz besonderes, für den gesamten Verein, vor allem aber für den Torschützen, Thierry Henry.

Die Fans sprangen aus ihren Sitzen, Henry hatte ein Ausdruck im Gesicht, als hätte er gerade das Siegtor bei einem WM-Finale erzielt, rannte über den Platz und umarmte seinen Trainer und Macher Arsene Wenger. Nach fünf Jahren Pause hallte es mal wieder “Thierry Henry, Thierry Henry” durch das Stadion des FC Arsenal.

Die Vereinslegende war für ein kurzes Intermezzo zurückgekehrt. Es war alles so wie früher, fast…

Der Abschied einer Legende

Im Sommer 1999 wechselte der 21-jährige Thierry Henry für 16 Millionen Euro von Juventus Turin zum FC Arsenal. Sein Entdecker, Arsene Wenger, hatte großes mit dem talentierten, allerdings bislang recht unkonstanten Franzosen vor. Er schulte ihn von einem Außenspieler zu einem Stürmer um und beförderte ihn damit zur Weltklasse.

Acht Jahre lang begeisterte Thierry Henry die gesamte Premier League mit seinen Tempodribblings, seiner Eleganz am Spielgerät und seiner absurden Abschlussstärke. 368 Pflichtspiele bestritt er dabei für den FC Arsenal, gewann drei Mal den FA Cup, zwei Mal die Meisterschaft, einmal davon ohne eine einzige Niederlage, wurde mit 225 Toren nicht nur der Rekordtorschütze, sondern eine absolute Legende des Vereins aus dem Norden Londons. Vor dem Stadion findet sich zu seinen Ehren sogar eine Statue.

(Photo by Richard Heathcote/Getty Images)

Im Sommer 2007, nur ein Jahr nach der herzzerreißenden Niederlage im Finale der Champions League, entschloss sich Henry mit fast 30 Jahren den Klub schweren Herzens zu verlassen. Henry wechselte zum Finalgegner, dem FC Barcelona, und erklärte: “Ich habe immer gesagt, dass wenn ich den FC Arsenal eines Tages verlassen sollte, dann nur für Barcelona.”

Die Krönung

Beim FC Barcelona war die ikonische Rückkennummer 14 die gleiche, die Position allerdings eine andere. Anders als bei Arsenal wurde der Rechtsfuß zumeist auf dem linken Flügel eingesetzt.

Nichtsdestotrotz wurde er in seiner Debütsaison auf Anhieb vereinsinterner Torschützenkönig (19). 2008/2009 folgte endlich die Krönung einer herausragenden Karriere auf der europäischen Bühne. Mit Hilfe seiner wettbewerbsübergreifenden 26 Tore – fünf davon in der Königsklasse – durfte Thierry Henry endlich den heißersehnten Henkelpott in die Höhe stemmen: Die Trophäe, die ihm und Arsene Wenger mit den Invincibles verwehrt blieb und bis zum heutigen Tage im Kabinett des FC Arsenal fehlt.

(Photo FILIPPO MONTEFORTE/AFP via Getty Images)

Es war der Höhepunkt seiner Barcelona-Karriere, denn mit mittlerweile 32 Jahren ließen Henrys Spritzigkeit und Tempo nach, was sich gerade auf dem linken Flügel als großes Manko erwies. Nach einer enttäuschenden letzten Saison bei den Katalanen ließ Henry seine Karriere ab 2010 bei Red Bull New York in der Major League Soccer ausklingen.

Die Rückkehr

Nach seinem ersten Jahr in der MLS hielt sich Thierry Henry während der spielfreien Zeit  beim FC Arsenal fit. Wenger war scheinbar davon angetan, was der damals 34-Jährige im Training zeigte. Und da die Gunners mit Gervinho und Mariuane Chamakh zwei Afrika-Cup-bedingte Ausfälle in der Offensive hinnehmen mussten, entschied sich der Elsässer kurzerhand, Henry für zwei Monate auszuleihen.

Red Bull New York spielte mit und ermöglichte im Januar 2012 die Rückkehr.

(Photo by Clive Mason/Getty Images)

Als Henry die Zeit zurückstellte…

Und da sind wir wieder, am 9. Januar 2012. Nur vier Tage nach der Vertragsunterschrift spielte Arsenal in der dritten Runde des FA Cup gegen Leeds United. Henry saß auf der Bank und sah mit an, wie sich seine Mannschaft gegen die kompakte Defensive des Underdogs die Zähne ausbiss.

Wir schreiben die 68. Spielminute. Henry wird unter lautstarkem Jubel und Standing Ovations eingewechselt. Der Jubel würde nur zehn Minuten später ausufern. Henry lauert wie immer am linken Rand des Sechzehners. Alex Song erahnt den Laufweg, sieht die Lücke und setzt den Altstar perfekt in Szene. Henry lässt den Ball mit einem Kontakt sanft prallen und schiebt unnachahmlich flach ins untere rechte Eck zum 1:0 ein.

Für einen Moment war alles wie damals: Der Bewegungsablauf, der Abschluss, ein Tor wie es Henry schon zigfach geschossen hatte. Nur die Rückennummer (12) war anders, “seine” 14 war bereits vergeben. Und ja, der Jubel war etwas anders. Denn an diesem Tag, so Henry, schoss er sein Lieblingstor. Wieso? “Es war das erste Mal, dass ich als Fan ein Tor erzielte.”

Chris McCarthy

(Photo IAN KINGTON/AFP via Getty Images)

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