Im ersten WM-Spiel seiner Geschichte trifft Curacao auf die DFB-Elf. Die Mannschaft von Dick Advocaat ist der klare Außenseiter.
Das weiß der erfahrene Coach natürlich auch, traut seiner Auswahl gegen Deutschland aber durchaus etwas zu. Am besten wäre es, wir würden am Ende des Turniers gegen sie spielen“, scherzte der 78-Jährige am Sky-Mikrofon und fügte mit Blick auf das Duell mit der DFB-Elf an: „Wir wissen natürlich um ihre Qualität, aber ich sage mal: Wir können überraschen.“
Historisch wird das Spiel am Sonntagabend (19 Uhr, ARD/Magenta) allemal. Curacao zählt gerade einmal 150.000 Einwohner und wird damit der bevölkerungsärmste WM-Teilnehmer aller Zeiten werden. Auch Coach Advocaat, der in seiner langen Laufbahn unter anderem die niederländische Nationalmannschaft, Zenit St. Petersburg und Borussia Mönchengladbach trainierte, ist auf Rekordjagd. Mit seinen 78 Jahre wird das Trainer-Urgestein zum ältesten Coach bei einer Weltmeisterschaft aufsteigen.
Deutlicher Sieg gegen Aruba: Curacao gewinnt Generalprobe für DFB-Duell
Die Generalprobe ist der Karibikinsel, die als autonomes Land der niederländischen Krone angehört, schonmal geglückt. Gegen Aruba gab es in Willemstad trotz einer schwachen ersten Halbzeit ein deutliches 4:0. Dabei trug sich auch Außenverteidiger Joshua Brenet in die Torschützenliste ein, der einst in der Bundesliga für die TSG Hoffenheim auflief und gegen Aruba mit seinem 1:0 den Knoten platzen ließ.
Dennoch ist der WM-Auftakt für Bundestrainer Julian Nagelsmann und seine Mannschaft eine Pflichtaufgabe. Gegen den 82. der FIFA-Weltrangliste wird ein deutlicher Erfolg und damit der erste Schritt in Richtung K.O.-Phase erwartet. Im Tor soll dabei Manuel Neuer stehen, wie Nagelsmann nach dem 2:1 im letzten Test gegen die USA verriet.

DFB-Sportdirektor Rudi Völler bestätigte am Montag, dass Neuer bereits mit der Mannschaft trainiert und gezeigt hat, dass „die Wade keine großen Probleme“ mehr macht. „Und auch wenn er jetzt kein Testspiel mehr macht: Wir reden hier über Manuel Neuer!“, betonte Völler gegenüber Bild: „Um Manuel müssen wir uns alle keine Sorgen machen.“

