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Bundesliga | Ein unglücklicher “Doppelpack”, Bayern on fire und eine kuriose Schneeballschlacht

11. März 2019
Manuel Behlert

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Bundesliga | Ein unglücklicher “Doppelpack”, Bayern on fire und eine kuriose Schneeballschlacht

Der 25. Spieltag der Bundesliga ist vorüber und hatte einiges zu bieten! An der Tabellenspitze fand ein Führungswechsel statt, obwohl Tabellenführer Dortmund gewinnen konnte, zudem fand Borussia Mönchengladbach wieder in die Erfolgsspur zurück und ein Stürmer der Hertha erzielte einen Doppelpack, konnte ihn aber nicht bejubeln. Wir schauen zurück!

Kantersieg-Award: FC Bayern

Der VfL Wolfsburg war am Samstagnachmittag in München zu Gast und nachdem im Vorfeld viel über die Ausbootung der Nationalspieler Müller, Hummels und Boateng gesprochen wurde, sorgte die Mannschaft des Rekordmeisters auf dem Platz nach einer gewissen Anlaufzeit für Schlagzeilen. Angeführt von einem starken Thiago und einer spielfreudigen Offensive und abgesichert von einer wenig geforderten, aber in den wichtigen Momenten hellwachen Defensive ließ der FC Bayern einem VfL Wolfsburg, der nun auch nicht gerade einen guten Tag erwischte, keine Chance. Mit 6:0 gewann der Rekordmeister gegen die “Wölfe” und schob sich mit teilweise sehr schön herausgespielten Toren vorbei an Borussia Dortmund auf Platz 1 in der Liga.

“On fire”-Award: Milot Rashica

Im Januar 2018 verpflichtete Werder Bremen Angreifer Milot Rashica aus der Eredivisie. Rashica benötigte ein wenig Anlaufzeit in Bremen, war im bisherigen Saisonverlauf häufig als Joker aktiv, der noch einen positiven Einfluss auf das Spiel ausüben sollte. Gegen Schalke 04 durfte Rashica am Freitag zum vierten Mal in Folge von Beginn an auflaufen – und zahlte dieses Vertrauen zurück. Rashica war gegen Schalke 04 an vielen Offensivaktionen beteiligt, wirkte sehr spritzig und zielstrebig und erzielte nach einer sehr ordentlichen Phase der Gäste das wichtige 1:1 für seine Mannschaft. Doch damit noch nicht genug, Rashica erzielte auch das 3:1 für Werder, nachdem er den Ball im Strafraum sehr gut mitnahm, dabei Alexander Nübel im Schalker Tor ausspielte und den Ball im Tor unterbrachte. Für seine hervorragende Leistung erhielt Rashica in der Folge auch Standing Ovations, als er etwa 5 Minuten vor dem Ende ausgewechselt wurde.

Unglücklicher Doppelpacker: Vedad Ibisevic

Hertha BSC hatte am Samstagnachmittag ein schweres Auswärtsspiel beim SC Freiburg zu absolvieren. Der SCF ging in Führung und machte das, was er eigentlich immer macht: Sehr viel laufen. Die Hertha hatte lange Schwierigkeiten im Breisgau, ehe Vedad Ibisevic mit seinem Tor zum 1:1 dafür sorgte, dass die Hoffnungen auf einen Auswärtssieg doch größer wurden. Und der bosnische Angreifer erzielte sogar noch einen zweiten Treffer – blöderweise in das falsche Tor. Nach einer Ecke der Freiburger verlängerte Ibisevic den Ball unhaltbar für Torhüter Jarstein in die lange Ecke, die Hertha lag zurück und verlor am Ende auch mit 1:2.

Assistrekord: Franck Ribery

Franck Ribery wurde am Wochenende beim Kantersieg des FC Bayern gegen den VfL Wolfsburg eingesetzt. Sein Einsatz war durchaus wichtig, denn Ribery gilt als Startelfkandidat für die schwere Partie in der Champions League gegen den FC Liverpool und dementsprechend ist es von Vorteil, wenn der Franzose zuvor noch zu seinem Rhythmus findet. Und das tat er! Nach seiner Einwechslung bereitete Ribery gleich drei Treffer des Rekordmeisters vor und stellte damit einen neuen Rekord auf! Ribery zeigt sich vor dem CL-Kracher also in guter Form und scheint bereit für eines seiner letzten großen Spiele.

Arbeitssieg-Award: Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach befand sich ganz klar auf Kurs Champions League, ehe man Anfang Februar plötzlich mit schlechteren Resultaten zu kämpfen hatte. Die Borussia verlor vor dem Auswärtsspiel am Wochenende in Mainz drei der letzten 4 Spiele (0:3, 0:3, 1:5), alle diese Spiele fanden im heimischen Borussia-Park statt, in dem man bis dato alle Spiele gewinnen konnte. Zwischendurch konnte man zwar einen Zähler in Frankfurt einfahren, der Trend zeigte aber klar nach unten. Bis zum Samstagabend, denn dort konnte die Borussia in Mainz mit 1:0 gewinnen. Dieter Hecking konnte, abgesehen vom Resultat, nicht gerade mit vielen Elementen im Spiel seiner Borussia zufrieden sein, der Dreier in Mainz war ein ganz klassischer Arbeitssieg mit viel Einsatz, wenig spielerischer Raffinesse und einem erzwungenen Tor. Allerdings kann ein solcher Sieg wie eine Befreiung wirken und eine positive Tendenz für die kommenden Wochen bereithalten.

Zu früh gefreut: Genki Haraguchi

Hannover 96 spielte am Sonntagabend vor heimischer Kulisse gegen Bayer 04 Leverkusen und zu Spielbeginn sorgte dichtes Schneetreiben dafür, dass die Bedingungen nicht gerade ideal waren. Leverkusen fand den deutlich besseren Start in die Partie, Kevin Volland erzielte 2 Tore für die Werkself und es sah nicht danach aus als würden die 96er einen Weg zurück in die Partie finden. Doch dann verschätzte sich Leverkusens Torhüter Hradecky und Genki Haraguchi hatte nur noch die Aufgabe den Ball in das leere Tor zu befördern. Doch der Japaner dachte offenbar nicht an die Platzverhältnisse und versuchte die Kugel flach im Gehäuse unterzubringen. Dann passierte das Kuriose: Der Ball blieb kurz vor der Linie im Schnee liegen! Jonathan Tah, der eigentlich gedanklich schon abgeschaltet hatte, erkannte die Lage und konnte die Situation schließlich bereinigen. Hannover drehte danach noch auf und erzielte sogar das 2:2, verlor am Ende aber trotzdem. Wenn’s nicht läuft, dann meistens richtig..

Man ist so alt wie man sich fühlt: Makoto Hasebe

Makoto Hasebe spielt eine durchaus beeindruckende Saison. Nicht nur, weil er sehr gute Leistungen für Eintracht Frankfurt zeigt, sondern auch, dass er diese konstant und ohne große Pausen abruft. Zwischen den beiden Spielen gegen Inter hätte man Hasebe durchaus eine Pause zugestehen können, zumal der Japaner auch noch mit Maske auflaufen musste. Doch das interessierte den 35-jährigen, der das zentrale Element in der Dreierkette der Hessen bildet, überhaupt nicht. Genauso wie die Maske, die er sich nach einigen Minuten vom Gesicht riss und ohne eben jene weiterspielte. Schmerzen? Kein Thema. Auch nach einem unglücklichen Aufprall nach einem Luftzweikampf rappelte sich Hasebe schnell auf und spielte weiter, als sei nichts gewesen, von anhaltenden Beschweren war keine Spur, genauso beeinträchtigte ihn die Gesichtsverletzung nicht. Auch wenn Hasebe einen kleinen Aussetzer hatte, der zu einer Raman-Chance führte, spielte er ein gutes Spiel und wirkte jederzeit abgeklärt. Und am Donnerstag? Spielt Hasebe natürlich von Beginn an, notfalls auch 120 Minuten. Man ist eben nur so alt, wie man sich fühlt…

(Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)

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