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Bundesliga | Schwarz mit Novum, Schalker Partycrasher und ein Robben aus Freiburg

29. September 2019
Manuel Behlert

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Bundesliga | Schwarz mit Novum, Schalker Partycrasher und ein Robben aus Freiburg

Der 6. Spieltag in der Bundesliga ist vorüber und startete mit dem Spiel zwischen Union Berlin und Eintracht Frankfurt am Freitagabend. Auch an diesem Wochenende gab es einige Geschichten rund um die Bundesliga, Sandro Schwarz sorgte beispielsweise für ein Novum. Wir blicken zurück.

Erst Depp, dann Rekord: Robert Lewandowski

Im Spiel des FC Bayern München gegen den SC Paderborn am Samstagnachmittag erspielte sich der favorisierte Rekordmeister schon zu Beginn einige Chancen. Eine extrem hochkarätige Gelegenheit hatte dabei Robert Lewandowski, doch der Pole schien sich zu sicher zu sein und vergab aus wenigen Metern vor dem leeren Tor. Diese Szene war absolut ungewöhnlich für den Torjäger, der sich aber in der 2. Halbzeit nach einem langen Ball belohnte und für einen neuen Rekord sorgte. Niemand zuvor erzielte an den ersten sechs Spieltagen 10 Treffer.

Platzverweis-Award: Sandro Schwarz

Seit dieser Saison können auch Trainer in der Bundesliga des Feldes verwiesen werden – und nicht so wie früher, als man den Coach als Schiedsrichter irgendwann auf die Tribüne schickte. Gelbe und rote Karten sind nun auch für Trainer relevant – und Sandro Schwarz vom FSV Mainz 05 sorgte mit seiner “Ampelkarte” im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg für ein Novum. Er ist der erste Trainer in der Bundesliga, dem dies passiert ist. Nach dem Spiel äußerte er sich im “Aktuellen Sportstudio” und teilte mit, dass die Differenzen zwischen ihm und dem Schiedsrichter nach dem Spiel (0:1) aus der Welt geschaffen wurden.

Partycrasher-Award: Schalke 04

Mit viel Vorschusslorbeeren ging RB Leipzig in das Spiel mit dem FC Schalke 04. RB zeigte sich bisher sehr stabil, die Balance zwischen defensiver Stabilität und offensiver Effizienz stimmte. Gegen Schalke konnte man diese Balance aber nicht aufrecht erhalten. In der Offensive scheiterte Leipzig wie bei der Dreifachchance in der ersten Halbzeit entweder an Nübel oder an sich selbst, defensiv hatte man Probleme mit den schnellen Schalker Offensivspielern um Matondo und Harit, die immer wieder für Nadelstiche sorgten. Die Folge: Plötzlich lag RB Leipzig im Verlauf der 2. Halbzeit zuhause mit 0:3 (!) hinten. Der einzige Nübel-Wackler, der zum 1:3 führte, sorgte kurz noch einmal für Hoffnung, am Ende stand aber eine enttäuschende Niederlage statt der Tabellenführung zu Buche.

Eckenschwäche-Award: Borussia Dortmund

 (Photo by Lars Baron/Bongarts/Getty Images)

Bei Borussia Dortmund läuft in der noch jungen Saison nicht alles nach Plan. Der Punktverlust am Wochenende gegen Werder Bremen, als der BVB erneut seiner Favoritenrolle nicht gerecht werden konnte, war ein weiterer, kleiner Rückschlag. Trotz deutlich mehr Ballbesitz konnte Dortmund das Spiel nicht gewinnen, viele Gelegenheiten blieben schon im Ansatz ungenutzt. Ein weiterer Faktor, der sich durch die letzten Wochen und Monate zieht, ist eine Schwäche bei gegnerischen Eckbällen. Beim Tor zum 2:2-Endstand, als Sargent den Ball verlängerte und Friedl einköpfte, sah die gesamte Hintermannschaft des BVB nicht gerade gut aus.

Sturmduo-Award: Dost & Silva

Eintracht Frankfurt musste sich im Sommer darum kümmern einen Ersatz für die Topstürmer Luka Jovic, Sebastien Haller und Ante Rebic zu finden. Mit Andre Silva und Bas Dost verpflichteten die Hessen zwei Spieler, die für Tore sorgen sollen. Weil fußballerisch noch nicht alles funktioniert und der Motor der Hessen noch etwas stockt, stehen diese beiden Spieler umso mehr im Fokus. Beim Auswärtsspiel gegen Union Berlin überzeugten beide mit einem Treffer. Dost staubte clever ab, Silva erzielte die Vorentscheidung mit dem 0:2. Das neue Sturm-Duo der Hessen läuft also langsam heiß.

Befreiungsschlag-Award: Hertha BSC

Abgesehen vom Punktgewinn in München lief für Hertha BSC in den ersten Wochen der Saison nicht so viel zusammen. Die Mannschaft von Trainer Ante Covic spielte und punktete unter den eigenen Möglichkeiten. Der Sieg zuhause gegen Paderborn war wichtig, aber eben auch mit viel Stückwerk versehen. Was es brauchte, war ein Befreiungsschlag. Und der sollte gegen den 1. FC Köln folgen. Während für den Gastgeber nahezu alles schief lief, gewann Hertha überzeugend mit 4:0. Dilrosun, Ibisevic (2) und Boyata erzielten die Tore für den Hauptstadtklub, der dabei aber nicht nur von Fehlern oder einem günstigen Spielverlauf profitierte, sondern auch selbst einen klaren Schritt nach vorne machte.

Robben-Award: Luca Waldschmidt

Luca Waldschmidt wurde bei der U21-Europameisterschaft gefeiert, in der Folge sogar für die A-Nationalmannschaft berufen. Christian Streich geht dieser Tage ruhig mit dem Angreifer um, baut ihn langsam auf. Das führte dazu, dass Waldschmidt auch in Düsseldorf wieder auf der Bank saß. Doch als Joker zeigte der Offensivspieler seine ganze Klasse, entdeckte den Arjen Robben in sich und zog von der rechten Seite in die Mitte, um den Ball mit dem linken Fuß präzise und hart im gegnerischen Tor unterzubringen. Und der Treffer war überdies auch noch wichtig, sorgte Waldschmidt doch für den Treffer zum 2:1-Endstand.

Ein weiteres Kuriosum hielt der Spieltag noch bereit: In keinem der 9 Spiele konnte das Heimteam gewinnen! Das kam in der Bundesligageschichte erst zum siebten Mal vor.

(Photo by Ronny Hartmann / AFP)

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