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Bundesliga Vorschau 3/6 | Gladbach, Werder Bremen, Freiburg

13. August 2019

Bundesliga Vorschau 3/6 | Gladbach, Werder Bremen, Freiburg

Vorschau | Am Freitagabend startet die Bundesliga mit dem Eröffnungsspiel zwischen dem FC Bayern und Hertha BSC in die Saison 2019/20! Vorab blicken wir in unserer ausführlichen Vorschau auf alle 18 Teams, was sich im Sommer getan hat, welche Spieler besonders im Fokus stehen und geben zudem auch noch Prognosen ab!

Teil 1: Frankfurt, Düsseldorf, Wolfsburg

Teil 2: Dortmund, Hertha, 1. FC Köln

Teil 3: Gladbach, Bremen, Freiburg

Borussia Mönchengladbach

(Letzte Saison: 5. Platz)

Der “gehypteste Trainer Europas”

Die vergangene Saison war eine emotionale Berg- und Talfahrt für Borussia Mönchengladbach. Nachdem man auf einem sensationellen dritten Platz überwinterte und zwischenzeitlich sogar als Meisterschaftskandidat betitelt wurde, brach die Mannschaft in der Rückrunde ein und konnte sich auf einen am Ende zufriedenstellenden fünften Platz retten. In Mönchengladbach, wo traditionell eher tiefgestapelt wird, ist man mit solch einem Abschneiden in der Regel überaus zufrieden.

(Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

Zur Überraschung vieler wurde Trainer Dieter Hecking dennoch zum Saisonende freigestellt, da sich Max Eberl eine “einmalige Möglichkeit” bot. Er hatte die Chance Marco Rose zu verpflichten, der laut Jürgen Klopp der “gehypteste Trainer Europas” ist.

Physis und viel Tempo

Nicht nur deshalb wird die neue Saison am Niederrhein mit enorm viel Vorfreude erwartet, sondern auch weil sich eine Menge ändern wird. Marco Rose, der seine Arbeit in Mönchengladbach mit einer Menge Vorschusslorbeeren angeht, pflegt einen Spielstil, der deutlich anders ist als der der vergangenen Jahre. Unter Dieter Hecking war man für geduldiges Passspiel, variables Positionsspiel und abwartendes Verteidigen bekannt. Marco Rose hingegen möchte in Mönchengladbach einen Fußball etablieren, der von enorm hohen Pressing und schnellem Spiel in die Spitze geprägt ist. Aus einem “4-Raute-2-System” heraus versucht die Mannschaft nah am gegnerischen Tor Ballgewinne zu generieren und diese möglichst schnell in Torabschlüsse umzumünzen. Dass ein solch radikaler Umbruch nicht nur Zeit braucht dürfte allen klar sein – vielmehr benötigt man für diesen Powerfußball auch das passende Spielermaterial.

Aus diesem Grund wurde im Sommer der ein oder andere Wunschspieler von Marco Rose verpflichtet. Auffällig ist dabei, dass alle drei Neuzugänge Attribute mitbringen, die in den letzten Jahren im Kader der Fohlen etwas unterrepräsentiert waren: Physis und Tempo. Für die Position des rechten Verteidigers hat Marco Rose den Österreicher Stefan Lainer (26) von Red Bull Salzburg mitgebracht, der sein Spielsystem bereits verinnerlicht hat und die oben genannten Werte personifiziert. Auch für die Offensive hat Max Eberl zwei Spieler verpflichtet, die perfekt ins Anforderungsprofil passen: Breel Embolo (22) wurde für 10 Millionen Euro vom FC Schalke verpflichtet und soll den Angriff ebenso wie Marcus Thuram (21; 9 Millionen Euro) um eine Facette erweitern.

Mit Thorgan Hazard (26; BVB; 25,5 Millionen Euro) und Josip Drmic (26; Norwich; ablösefrei) haben den Verein lediglich zwei Spieler verlassen. Marco Rose findet einen enorm starken Kader vor, der vor allem im Mittelfeld enorm stark und vor allem breit besetzt ist. Mit Christoph Kramer (28), Tobias Strobl (29), Denis Zakaria (22), Florian Neuhaus (22), Jonas Hofmann (27), Michael Cuisance (19) und Laszlo Benes (21) stehen sieben hochkarätige Optionen für vier Positionen zu Verfügung, die Rose die Möglichkeit bieten viel zu rotieren.

Im Fokus: Mickael Cuisance

In einem Kader der viele spannende Personalien bereit hält, ist er wohl eine der spannendsten: Michael Cuisance (19). Der Franzose wurde nach einer starken Debütsaison 17/18 von den Fans zum Spieler der Saison gewählt, da er mit einer spektakulären und selbstbewussten Spielweise sofort begeistern konnte und sich einen Platz in der Stammelf erspielte. Im nächsten Jahr tat er sich jedoch enorm schwer und kam in der abgelaufenen Saison nur auf 14 Pflichtspiele, in denen er häufig erst gegen Ende des Spiels eingewechselt wurde. Der Grund dafür soll nicht nur mangelnder Einsatz gewesen sein, er leistete sich wohl auch einige Fehltritte neben dem Platz, die ihm ein schweres Standing bei Dieter Hecking einbrachten.

(Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

In dieser Saison bietet sich dem trickreichen Linksfuß eine neue Chance sich zu beweisen und so konnte er in der Vorbereitung bereits auf ganzer Linie überzeugen und glänzte sogar mit zuvor ungeahnter Torgefahr. Gegen tief stehende Gegner kann ein Spieler wie Cuisance enorm wichtig sein, da er viele Gegner auf sich zieht und trotzdem in der Lage ist, sich unter hohem Druck zu behaupten. Legt er die richtige Disziplin an den Tag, wird Marco Rose nicht an ihm vorbei kommen und ihm eine Menge Spielzeit auf der Position hinter den Spitzen geben. Und: Kurz vor Saisonstart hat sich auch noch Jonas Hofmann verletzt, was Cuisance weitere Möglichkeiten bietet.

Newcomer: Jordan Beyer

Der deutsche Juniorennationalspieler kam in der vergangenen Saison bereits auf zehn Pflichtspieleinsätze, ist also keineswegs ein unbeschriebenes Blatt. Unter Marco Rose wird ihm jedoch eine größere Rolle zukommen als unter Dieter Hecking. Rose kündigte bereits an, viel rotieren zu wollen, wovon der 19-jährige definitiv profitieren wird. Beyer kann sowohl als rechter Verteidiger als auch in der Innenverteidigung auflaufen und ist auf beiden Positionen wohl die erste Wahl, falls einer der Stammkräfte ersetzt werden muss.

Der Rechtsfuß verfügt über ein starkes Grundtempo und eine gute Physis, was ihn zu einem optimalen Spieler für das neue System macht. Auch wenn seine Chancen auf einen Stammplatz in der kommenden Saison eher gering sind, dürfte er aufgrund der Dreifachbelastung eine Menge Spielzeit bekommen.

Prognose

Die Implementierung eines neuen Systems bedarf Zeit. Gerade das von Marco Rose gilt als sehr komplex und fordernd für die Spieler. Man darf gerade zu Beginn also nicht erwarten, dass jeder Gegner 90 Minuten lang dominiert wird. In der Vorbereitung war bereits zu sehen, dass die Mannschaft risikoreich und enorm offensiv spielen wird, was für viele Spieler im Kader eine ungewohnte Erfahrung ist. Viel hängt in der kommenden Saison also davon ab, wie sehr die Mannschaft diesen Stil bereits verinnerlicht hat und wie schnell sie ihn perfektionieren kann. Sollten jedoch bereits früh alle Räder ineinander greifen und die Mannschaft ihr enormes Potential abrufen, ist ein Abschneiden unter den ersten Vier möglich.

Kilian Thullen

Werder Bremen

(Letzte Saison: 8. Platz)

Powerfußball sorgt für Begeisterung

Nach tristen Jahren im Mittelfeld und im Abstiegskampf hat sich Werder unter Trainer Florian Kohfeldt auf beachtliche Weise weiterentwickelt. Vergangenen Sommer sah sich die sportliche Leitung ob dessen veranlasst, das Erreichen des Europapokals als Ziel auszugeben. Mit norddeutscher Gelassenheit ging man jedoch getreu dem Motto, Europapokal kann, aber muss nicht. Werder hätte durchaus die Chance auf den internationalen Wettbewerb gehabt, begeisterte phasenweise mit temporeichem Offensivfußball. Einem starken Start mit sieben Pflichtspielen ohne Niederlage folgte allerdings eine durchwachsene Phase im Herbst. Der Start ins neue Jahr verlief wieder furios, Werder blieb bis Ende April ohne Niederlage. Im heimischen Weserstadion wurden die Gegner teilweise dominiert und die Zuschauer bestens unterhalten. 

(Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Kohfeldt ließ meistens im 4-3-3-System mit zwei Außenstürmern, oder in einem 4-4-2 mit Raute spielen, besonders hervorheben muss man Max Kruse (31) als Dirigent und Passgeber und den schnellen Flügelstürmer Milot Rashica (23). Bremen spielte bis zum letzten Spieltag um die Europa League-Ränge mit und verpasste sie nur um einen Punkt. Was Werder noch fehlte, waren konstante Leistungen, immer wieder ließ man Punkte gegen spielerisch unterlegene Teams liegen. 

Wie wird Kruse ersetzt?

Mit dem Ende der vergangenen Spielzeit müssen die Bremer den Abgang von Max Kruse verkraften. Sowohl spielerisch als auch für das Mannschaftsgefüge war der 31-Jährige als Kapitän enorm wichtig. Der Ex-Nationalspieler war an insgesamt 26 Treffern direkt beteiligt, spielte kluge, ordnende Pässe und gab dem Spiel oft einen Rhythmus. Er ließ seinen Vertrag bei Werder auslaufen und schloss sich nach einigen Gerüchten Fenerbahce an. Auch Aaron Johansson und Thanos Petsos (beide 28) verließen den Club ablösefrei, waren aber keine Fixpunkte in Kohfeldts Kader. 

Ein Angreifer, der dabei helfen soll, den ehemaligen Kapitän zu ersetzen ist Niclas Füllkrug. Der Mittelstürmer spielt zwar die gleiche Position, ist aber ein anderer Spielertyp. Er lässt sich nicht wie Kruse fallen, um eine ordnende Rolle einzunehmen, sondern ist deutlich abschlussorientierter. Der 26-Jährige kam von Hannover 96 an die Weser und kostete 6,5 Millionen Euro Ablöse.

(Photo by Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images)

Im Offensivbereich hat sich Werder auch mit Benjamin Goller vom FC Schalke 04 verstärkt, der 20-Jährige hat bislang aber bis auf einen Einsatz in der Königsklasse keine Profierfahrung gesammelt und soll sich neben den gestandenen Stürmern entwickeln. Ein weiterer fester Neuzugang ist Marco Friedl. Der 20-jährige Innenverteidiger war zuvor 1 1/2 Jahre vom FC Bayern ausgeliehen und wurde nun für 3,5 Millionen Euro fest verpflichtet. Friedl kam letzte Saison nur auf neun Einsätze, kann aber sowohl auf der Außenbahn als auch innen spielen und wird von Trainer Kohfeldt sehr geschätzt.

Der Kader ist weitestgehend zusammengeblieben und hat vergangene Saison als intaktes Gebilde funktioniert. Die Achse bilden die Führungsspieler Jiri Pavlenka (27), Niklas Moisander (33), Davy Klaassen (26), Maximilian Eggestein (22), Nuri Sahin (30) und Milot Rashica. Sie sind die zentralen Säulen in Kohfeldts Spiel und nur schwer zu ersetzen.

In der Verteidigung ist Werder rund um den neuen Kapitän Moisander eigentlich recht gut aufgestellt, hat in der Vorbereitung noch mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Hier musste noch einmal nachgelegt werden und das hat man mit Ömer Toprak von Borussia Dortmund auch erledigt. Das Mittelfeld ist ebenfalls mit bewährten Kräften besetzt, hier bemühte man sich zuletzt aber noch um Janik Haberer (25) vom SC Freiburg. Das spielerische Element soll noch verbessert und verfeinert werden. Auch der Angriff gibt unter anderem mit Milot Rashica, Johannes Eggestein (21) und Joshua Sargent einiges her, hier ist viel Rotation innerhalb des fluiden Systems denkbar.

Im Fokus: Nuri Sahin

(Photo by Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images)

Erst vergangenen Sommer vom BVB verpflichtet, ist Sahin in Bremen schnell zum Führungsspieler gereift. In dieser Saison wird er diese Rolle weiter ausfüllen und ist nach der Verletzung Philipp Bargfredes im defensiven Mittelfeld gesetzt. Sahin wird den Spielaufbau mitgestalten, durch seine Erfahrung ist der 30-Jährige auch in der Lage, jüngere Mitspieler zu lenken. Vor allem wird Sahins Kreativität gefragt sein, denn nach dem angesprochenen Kruse-Abgang muss man dieses Element gesamtmannschaftlich auffangen.

Newcomer: Joshua Sargent

Der Mittelstürmer hat seine erste Bundesligasaison hinter sich und erzielte gleich mit dem allerersten Ballkontakt einen Treffer. War der US-Amerikaner in der vergangenen Saison Ergänzungsspieler, konnte er in der Vorbereitung überzeugen und wurde Niklas Füllkrug häufig vorgezogen. Sargent kann im Bremer Sturm für Überraschungsmomente sorgen und das Spiel beleben. Der Youngster ist sehr geradlinig, verfügt über einen guten Abschluss und eine Spur Unbekümmertheit.

Prognose

Werder hat einen ausgeglichenen, eingespielten Kader, auch stimmt die Mischung aus erfahrenen Profis und Talenten. Die größte Frage ist, ob das Team den Verlust des Qualitätsspektrums eines Max Kruse kompensieren kann. Das Team ist insgesamt gut aufgestellt, wird aber vor allem im Angriff etwas Zeit brauchen sich neu zu orientieren, muss zudem noch die ein oder andere Ergänzung verpflichten. Auch wenn der Saisonstart nicht so rund wie letztes Jahr verlaufen wird, kann Werder wieder begeistern und auch das internationale Geschäft ist mit dieser Mannschaft möglich – dafür muss aber alles optimal laufen.

Piet Bosse

SC Freiburg

(Letzte Saison: 13. Platz)

Ziel wieder einmal erreicht

Beim SC Freiburg geht es in der Regel vor allem darum, den Klassenerhalt zu fixieren, sich seiner Linie treu zu bleiben und den jungen Spielern aus der Akademie die Möglichkeit zu geben, sich zu behaupten. Lässt man die Saison 2018/19 noch einmal Revue passieren, dann wurden diese Vorgaben allesamt erfüllt. Christian Streich, der ein Verfechter von technisch feinem Fußball ist, musste wieder einmal Abstriche machen. Ja, Freiburg kann sehr gut Fußball spielen, aber das eben nicht garantieren.

(Photo by Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images)

Fallen Schlüsselspieler weg, muss man sich eben ein wenig neu erfinden. Grundelemente wie ein sehr geschlossenes Pressing und präzises, schnelles Umschalten sitzen wie aus dem Effeff und in vielen Spielen führte das auch zum Erfolg. Platz 13 ist am Ende eine solide Bilanz, zumal man sich frühzeitig von den Abstiegsrängen distanzierte. Und genau das ist auch 2019/20 das Ziel. 

Doch einfach wird es nicht, denn hochkarätige Neuzugänge an Land zu ziehen ist für einen Verein wie den SC Freiburg, der auch noch den Stadionneubau im Hinterkopf haben muss, natürlich nicht einfach. Spieler wie Schlotterbeck (22), Okoroji (21), Stenzel (23) oder Daferner (21) verließen den Verein auf Leihbasis. Schleusener (27, Nürnberg), Föhrenbach (23, Heidenheim), Sierro (23, Bern) und Niederlechner (28, Augsburg) wechselten auf permanenter Basis und brachten dem Klub insgesamt rund 5 Millionen Euro ein. Viel ist das nicht.

Kreativität ist gefordert

Gerade für einen Verein, der immer wieder von Spielerverkäufen lebt. Nun ist es zwar positiv, dass die Leistungsträger erhalten bleiben, aber vor allem der Abgang von Leihspieler Grifo, der wieder nach Hoffenheim zurückkehrte, schmerzt. Aufgefangen werden sollen die Abgänge wieder einmal von Spielern aus der eigenen Jugend. So wurden Nico Schlotterbeck (19), Fabian Rüdlin (22) und Niclas Thiede (20) „hochgezogen“. Bei den Einkäufen musste man kreativ sein. Doch das kennt man ja.

Luca Itter soll auf der Linksverteidigerposition eine Alternative zu Günter darstellen. Der 20-jährige kam aus Wolfsburg und kostete rund 2,5 Millionen Euro. Auf der anderen Seite wurde Jonathan Schmid (29) vom FC Augsburg zurückgeholt. Schmid kennt den Klub und ist eine sehr gute Anpassung. Im offensiven Bereich wurden gleich zwei Spieler verpflichtet. Woo-yeong Jeong (19), ein technisch sehr versierter Flügelspiele vom FC Bayern, soll gemeinsam mit Chang-hun Kwon (25), den man aus Dijon holte, für Furore sorgen. 

Die Frage ist nun, ob die Mannschaft des SCF so zusammenbleibt. Denn Werder Bremen hat offenbar Interesse an Mittelfeldspieler Haberer, auch rund um Waldschmidt gab es Gerüchte. Gerade diese beiden Spieler sind von enormer Bedeutung, Haberer als Koordinator und Antreiber im Mittelfeld und Waldschmidt als fluider Offensivspieler mit dem entsprechenden Zug zum Tor. Die großen taktischen Finessen wird man von den Freiburgern insgesamt auch in dieser Saison nicht sehen. Sallai und Borello haben die Chance sich zu beweisen, ansonsten vertraut man wieder einmal auf die bewährten Kräfte. 

Im Fokus: Luca Waldschmidt

„Il Bomber“. So nannte man Luca Waldschmidt in Italien, während der Angreifer des SC Freiburg die U21-EM zelebrierte und Tor um Tor schoss. Dass Waldschmidt viele Qualitäten mitbringt, war klar. Dass er aber auf den Punkt zu einer solchen Leistungsexplosion fähig ist, nicht.

(Photo by Alessandro Sabattini/Getty Images)

Und gerade mit diesen Vorschusslorbeeren rückt seine Saison 2019/20 noch einmal mehr in den Fokus. Im Pokalspiel in Magdeburg erzielte Waldschmidt jedenfalls schon einmal den Siegtreffer und sorgte für einen guten Start. Bis 2022 steht er noch in Freiburg unter Vertrag und möglicherweise ist es die richtige Entscheidung, noch ein Jahr unter Christian Streich zu lernen, konstanter zu werden und Verantwortung im Offensivspiel zu übernehmen.

Newcomer: Lino Tempelmann

Lino wer? Der 20-jährige Lino Tempelmann ist im zentralen Mittelfeld zuhause und genau auf dieser Position fehlt zu Saisonbeginn noch der angesprochene Haberer. Und weil Haberer eher der fußballerische Feingeist im Mittelfeld ist und der Rest eher im Maschinenraum zu verorten ist, könnte Tempelmann, der relativ gut mit dem Ball am Fuß umgehen kann, zu Beginn eine solide Alternative darstellen. Im Pokalspiel war Tempelmann, der 2017 von 1860 München kam, jedenfalls bereits im Kader. Weitere Nominierungen könnten folgen. 

Prognose

Es ist alles wie immer in Freiburg. Oder zumindest fast. Freiburg muss mit einer gesunden Mischung aus Disziplin, Kampf und Euphorie auf seine Gegner einwirken, Christian Streich dabei einfach Christian Streich sein lassen. Das bedeutet: Der Trainer muss in Ruhe und akribisch arbeiten können, gleichzeitig muss man auch die Situationen zulassen, in denen man den Übungsleiter mit dem Lasso einfangen muss. Kurzum: Es dreht sich wieder einmal alles um den Klassenerhalt. Und die Basis dafür ist vorhanden. 

Manuel Behlert

 (Photo by Christof Koepsel/Bongarts/Getty Images)

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