30 Spiele sieglos! Hertha verschärft Schalkes Misere

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Der nächste, bitte! Christian Gross (66) ist der vierte Schalker Trainer in dieser Saison. Von Jochen Schneider (50) wurde er einzig mit dem Auftrag bedacht, den Verein in der Bundesliga zu halten. Dafür allerdings galt es zuerst die 29 Spiele andauernde Sieglosserie zu beenden. Zum Einstand ging es ins Berliner Olympiastadion.

Schalke spielt gut mit, aber Guendouzi belohnt Herthas Aufwand

Die Partie begann denkbar verhalten, ein Freistoß von Marvin Plattenhardt (28/2′) und Mark Uth (29/11′) waren lange Zeit die einzigen nennenswerten Abschlüsse, beide allerdings von eher überschaubarer Gefahr. Schalke dominierte die Anfangsviertelstunde, aber diese Dominanz beschränkte sich fast ausschließlich auf Ballbesitz. Hertha stand tief, schaute sich erstmal an, was die Gäste beim Debüt von Trainer Christian Gross (66) anzubieten hatten – und setzten in Minute 23 erstmals ein eigenes Ausrufezeichen. Infolge eines Konters bediente Matheus Cunha (21) Dodi Lukébakio (23), von Schalkes Abwehr war nicht viel zu sehen, aber Ralf Fährmann (32) konnte den geplanten Beinschuss des Belgiers vereiteln. Nur fünf Minuten später stand Uth halbrechts völlig allein vor Alexander Schwolow (28), scheiterte allerdings an selbigem.

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Aber die Abschlüsse der Hertha sowie die Spielzüge die zu solchen hätten führen können, häuften sich. Marvin Plattenhardt ließ es nach einer unzureichend geklärten Ecke aus der Distanz krachen, Bastian Oczipka (31) musste eine Lukébakio-Chance auf der Linie vereiteln. So wurde die alte Dame folgerichtig in Minute 36 für ihren Aufwand belohnt. Matheus Cunha zog von links nach innen, blieb mit seinem Abschluss noch im Getümmel hängen, den Abpraller versenkte Mattéo Guendouzi (21) sehenswert wie gekonnt per Schlenzer im langen Eck. Schalke ließ sich vom Rückstand nicht entmutigen, spielte weiterhin gut mit. Zu guten Chancen kamen sie in Halbzeit eins allerdings nicht mehr. Guendouzi hingegen setzte drei Minuten vor der Pause zu seinem nächsten Schlenzer an, den Ralf Fährmann aber locker abfangen konnte. Es blieb beim 1:0.

Cordoba legt früh nach, Piątek macht den Deckel drauf

Die Anfangsminuten der zweiten Halbzeit gehörten einzig der Hertha, die sich sehr spielfreudig zeigte, die Schalker am eigenen Strafraum festtackerte und sich ein Potpourri an Eckbällen erarbeitete. Was folgte, war fast schon logisch. 52. Minute, Matheus Cunha durfte mit Tempo auf die Viererkette zulaufen und bediente rechts Vladimir Darida (30). Der Tscheche spielte die Kugel mit Übersicht in den Rückraum. Dort kam Jhon Córdoba (27) angerauscht und vollendete zum 2:0.

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Dieser Treffer hatte seine Wirkung keinesfalls verfehlt, Schalke verfiel im Anschluss in seine aus dieser Saison gewohnte Apathie. Lucas Tousart (23/63′), Omar Alderete (24/68′) und Matheus Cunha kamen allesamt zu guten bis sehr guten Abschlüssen. Auch Dodi Lukébakio durfte von halbrechts allein auf Fährmann zulaufen, sein Außenristpass war eher weniger der Rede wert. Besser machte es der eingewechselte Krzysztof Piątek (25) zehn Minuten vor Schluss. Bedient von Vladimir Darida durfte er baugleich zu Lukébakio zum Sprint ansetzen und Fährmann den Beinschuss verpassen. Spätestens damit war das Spiel endgültig entschieden.

Mit diesem 3:0 springt die Hertha von Platz 14 auf 12, Schalke bleibt weiterhin abgeschlagen Tabellenletzter, ist nun seit 30 Bundesligaspielen sieglos und muss beim Heimspiel nächste Woche gegen Hoffenheim aufpassen, den ewigen Negativrekord von Tasmania Berlin nicht einzustellen.

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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