Alonso erklärt zerrüttetes Verhältnis mit Benitez

UEFA CL/EL

Mit Xabi Alonso vom FC Bayern München wird einer der besten Mittelfeldspieler in Europa in der letzten Dekade im Sommer seine Karriere beenden. Der Spanier klärte nun über ein lang bestehendes Rätsel auf.

 

Abgang aus Liverpool rätselhaft

Alonso kam im Sommer 2014 von Real Madrid nach München. Den Weg in die spanische Hauptstadt fand der Welt- und Europameister im Jahr 2009, als er für 35 Millionen Euro als Teil der Transfer-Offensive „Galacticos 2.0“ verpflichtet wurde (wie unter anderem auch Cristiano Ronaldo, Kaka oder Karim Benzema).

Viele rätselten, warum Alonso zum damaligen Zeitpunkt die „Reds“ verließ. Im Mittelfeld harmonierte er prächtig mit Steven Gerrard, Liverpool wurde am Ende der Saison 2008/2009 äußerst knapp Vizemeister hinter Manchester United. Außerdem feierte man unter Coach Rafael Benitez regelmäßig Erfolge in der Königsklasse: Neben den Triumph 2005 war man nahezu jedes weitere Jahr mindestens unter den letzten Acht in dem Wettbewerb.

(Photo by MUSTAFA OZER/AFP/Getty Images)

Daher kam der Abgang vor acht Jahren durchaus überraschend. Alonso erklärte nun in einem Gespräch mit „El Pais“, wieso das Verhältnis mit Benitez nachhaltig Schaden nahm:

„Wir spielten gegen Inter im Viertelfinale der Champions League. Da meine Frau zu diesem Zeitpunkt schwanger war, sagte ich zu Benitez, dass ich aus diesem Grund nicht zur Verfügung stehen werde. Ich konnte einfach nicht gehen.“

Zur (negativen) Überraschung des zweifachen Champions League-Siegers war die Reaktion seines Coaches, welcher ihn nach England holte und dort zum internationalen Durchbruch verhalf, nicht entsprechend seiner Erwartung:

„Er hat es nicht akzeptiert. Ich musste eine Entscheidung treffen und diese war, bei meiner Familie zu bleiben. Es war nicht einfach, mein Job ist kein normaler Job und dieses Spiel war mit Sicherheit auch kein normales Spiel. Dennoch bereue ich nichts. Wenn ich gespielt hätte, wäre ich bei der Geburt nicht dabei gewesen.“

Liverpool gewann dieses Spiel am 11. März 2008 in Mailand übrigens mit 1:0 durch einen Treffer von Fernando Torres. Nach einem 2:0-Sieg im Hinspiel hatte man sowieso eine gute Ausgangsposition. Die „Reds“ scheiterten erst später im Halbfinale an Chelsea.

Nach dem Abgang des Herzstücks im Mittelfeld rutschte Liverpool über die nächsten Jahre sukzessive aus der damals etablierten „Top Four“. In diese Phalanx stieß das neureiche Manchester City hinein. Nur in der Saison 2013/2014 konnte der Klub sich noch ein einziges Mal für für die Champions League qualifizieren (in der aktuellen Runde sieht es ebenfalls aussichtsreich aus).

Was so ein einzelner Abgang teilweise auslösen kann…

Marius Merck

Eine Autogrammstunde von Fritz Walter weckte die Leidenschaft für diese Sportart, die über eine (“herausragende”) Amateurkarriere bis zur Gründung von 90PLUS führte. Bei seinem erklärten Ziel, endlich ein “Erfolgsfan” zu werden, weiter erfolglos.

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