Bundesliga | Joker Nkunku erlöst RB Leipzig spät in Bochum

VfL Bochum RB Leipzig
Bundesliga

Nach dem Einzug ins Achtelfinale der Europa League war RB Leipzig am Sonntagnachmittag beim VfL Bochum gefordert. Ein intensives Spiel konnten die Gäste durch ein spätes Joker-Tor mit 1:0 für sich entscheiden.

Ereignislose erste Halbzeit: Bochum macht RB Leipzig das Leben schwer

Die Gäste kamen gut in die Partie, ließen die Kugel kontrolliert laufen. Bochum stand derweil defensiv gut geordnet, machte die Räume zu. Im Zentrum presste der Aufsteiger schon weit vor dem eigenen Sechzehner, sodass Leipzig immer wieder auf die Flügel auswich. Das Spiel war vor allem eins: intensiv. Die Leipziger versuchten immer wieder, sich dem gegnerischen Gehäuse anzunähern. Weiter als bis in Strafraumnähe ging es allerdings nicht, weil Bochum es gut machte. Fehlende Präzision im Passspiel der Gäste gaben ihr Übriges. So bot sich den Zuschauern an der Castroper Straße ein aus taktischer Sicht interessantes Spiel, wenngleich es keine Torchancen zu bestaunen gab.

Es brauchte ganze 23 Minuten, ehe es das erste Mal wirklich gefährlich wurde: Eine Hereingabe von Youssef Poulsen verfasste Dominik Szoboszlai im Zentrum nur knapp (23.). Ansonsten war das Spiel mehr Kampf als Fußball. Insbesondere der Aufsteiger kämpfe um jeden Zentimeter Rasen. Leipzig versuchte es immer wieder mit langen Bällen, die Bochum jedoch problemlos wegverteidigten konnte. In einer praktisch ereignislosen ersten Hälfte ging es folgerichtig torlos in die Pause.

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(Photo by Ina FASSBENDER / AFP) / DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS AS IMAGE SEQUENCES AND/OR QUASI-VIDEO (Photo by INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)

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Spiel nimmt an Fahrt auf – Joker Nkunku mit dem späten Siegtreffer!

Nach dem Seitenwechsel ging es im Grunde genauso weiter: Viel Kampf, wenig Fußball. Ein zentraler Schuss von Elvis Rexhbecaj in Minute 54 war noch eines der Highlights. Zwei Minuten darauf schickte Takuma Asano Milos Pantovic, der plötzlich frei vor Peter Gulasch auftauchte, den Ball jedoch über den Kasten hämmerte (56.) – die bis dahin beste Möglichkeit der Partie. Und überhaupt: Wenngleich es nicht gerade schön anzuschauen war, machte der VfL Bochum es gut. Die Hausherrn verschoben gekonnt und erstickten sämtliche Angriffsbemühungen der Gäste im Keim. Und auch offensiv wurde der Aufsteiger aktiver.

Aus dem Nichts bot sich dann aber eine Großchance für RB Leipzig: Nach Flanke von Emil Forsberg zog der völlig freistehende Andre Silva volley ab, setzte den Ball jedoch über den Kasten (67.). Wenige Minuten später hätte es fast auf der Gegenseite geklingelt, eine butterweiche Flanke von Jürgen Locadia köpfte Christopher Antwi-Adjei jedoch nur nur an den Pfosten (77.). Nach über einstündiger Durststrecke hatte die Partie nun endlich auch Chancen zu bieten. Bitter für den VfL: Mitten in eine gute Phase hinein stachen die Gäste aus Leipzig zu. Benjamin Henrichs trieb den Ball durchs Mittelfeld und spielte in die Schnittstelle zum eingewechselten Christopher Nkunku, der die Kugel in einer Bewegung mitnahm und flach ins lange Eck abschloss (82.) – keine Chance für Manuel Riemann, 1:0 Leipzig.

Die Bochumer gaben nicht auf, hatten in Minute 85 die Gelegenheit zum Ausgleich, die Rexhbecaj jedoch über das Gehäuse setzte. Weitere Chancen boten sich jedoch nicht mehr, auch, weil Leipzig es hintenraus gut wegverteidigte. So gewinnen die „Roten Bullen“ ein umkämpftes Spiel knapp mit 1:0. Der VfL kann sich derweil wenige Vorwürfe machen. Die Bochumer machten Leipzig 80 Minuten lang das Leben schwer, bis sich eine Lücke auftat, die Nkunku mit seiner Qualität auszunutzen wusste.

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