Dem Ultimatum zum Trotz – Hradecky will sich Zeit lassen

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Zuletzt haben sowohl Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic, als auch Sportdirektor Bruno Hübner, deutlich Stellung bezogen und eine schnelle Entscheidung des Torhüters gefordert. Nun äußerte sich Hradecky gegenüber dem Kicker zu diesem Thema und verkündete, dass er sich Zeit lassen wolle.

Erstmal Urlaub

Der Vertrag des finnischen Nationalspielers läuft im kommenden Sommer aus, eine Verlängerung ist bisher nicht zu Stande gekommen. Die Eintracht sei, laut Bobic, zwar bis an die eigenen finanziellen Grenzen gegangen, aber das Angebot scheint noch weit unter den Vorstellungen Hradeckys sein. Ein neues Angebot wolle man ihm aber nicht mehr unterbreiten, so Bobic. Es ist also eigentlich Zeit für eine Entscheidung.

Hradecky äußerte sich nun aber wie folgt:

Hradecky: „Wir sind seit letztem Herbst in guten Gesprächen. […] Die Eintracht hat mir die große Möglichkeit gegeben, in der Bundesliga zu spielen und mich hier weiterzuentwickeln und zu etablieren, dafür bin ich sehr, sehr dankbar. Ich fühle mich total wohl in Frankfurt. Unser Team steht im Sommer vor einem großen personellen Umbruch, und ich bin sehr gespannt, wer alles zu uns kommt und wie wir uns verstärken. […] Ich spiele jetzt noch zwei Länderspiele mit Finnland und dann kommt mein Urlaub. Da kann ich dann auch mal abschalten und mir in Ruhe Gedanken über die Zukunft machen.“ [Kicker]

Daraus lassen sich einige Erkenntnisse gewinnen. Es wird keine zeitnahe Entscheidung seitens Hradecky geben, er wird seine Zukunft von der Perspektive der Eintracht abhängig machen. Finanzielle Aspekte werden aber sicherlich auch eine große Rolle spielen. Die finanziell nicht auf Rosen gebettete Eintracht hat mit Danny da Costa, Gelson Fernandes und Sebastien Haller gleich drei Spieler verpflichtet. Dem gegenüber steht aber auch eine ganze Serie an Abgängen.

Transfer-Domino?

Die Eintracht könnte den nächsten großen Umbruch erleben und steht womöglich vor einer schwierigen Saison. Für den ambitionierten Torhüter eine wohl wenig verlockende Aussicht, sodass ein Wechsel im Sommer durchaus realistisch ist, die Vertragssituation gibt es her. Der Kicker brachte Bayer Leverkusen als mögliches Ziel ins Gespräch, sollte der wechselwillige Bernd Leno den Verein verlassen.

Die Eintracht-Offiziellen dürften wenig begeistert sein von den Aussagen ihres Keepers. Es scheint so als sollten sie sich schon mal nach einem neuen Schlussmann umsehen, nicht zuletzt deshalb, weil mit Heinz Lindner bereits ein Abgang auf dieser Position feststeht.

 

(Photo by Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Christoph Albers

Cruyff-Jünger und Taktik-Liebhaber. Mag präzise Schnittstellen-Pässe, schwarze Leder-Fußballschuhe, Retro-Trikots und hat einen unerklärlichen Hang zu Fußball-Finanzen. Seit 2016 bei 90PLUS.

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