FC Barcelona | Abidal bekommt Unterstützung – Ramon Planes kommt von Getafe

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Die Neuigkeit schlug hohe Wellen am vergangenen Donnerstag – Eric Abidal löst Robert Fernandez ab und wird neuer Sportdirektor des FC Barcelona. Der sehr beliebte ehemalige Verteidiger der Katalanen kommt mit großer Euphorie und großer Lobby im Umfeld. Doch es gab auch Zweifel, schließlich ist Abidal als Sportdirektor noch völlig unerfahren und die Aufgabe Barça denkbar schwierig. Diese Zweifel dürften nun allerdings ausgeräumt sein, denn mit Ramon Planes stellt der Verein Abidal einen erfahrenen Mann zur Seite.

Große Erfahrung und Südamerika-Expertise

Der 50-jährige Spanier ist bereits 1999 als Sportdirektor tätig und hat in dieser Zeit für acht verschiedene Vereine gearbeitet. Er begann beim CE L’Hospitalet, ehe er über Racing Santander, Deportivo Alaves, UE Lleida, Espanyol, Tottenham, Elche und Rayo Vallecano im Sommer 2017 zum FC Getafe kam. Dort übernahm er einen Aufsteiger, der erst über die Play-Offs den Sprung in die erste Liga schaffte, und krempelte die Mannschaft erstmal gehörig um. Kaum ein Stein blieb auf dem anderen, doch es hat sich gelohnt. Am Ende der Saison stand ein toller achter Tabellenplatz zu Buche und die Qualifikation für die Europa League wurde nur knapp verpasst.

Nun wagt Planes den Sprung zum großen FC Barcelona und man kann es nicht anders sagen, er hat ihn sich verdient und er scheint ausgesprochen qualifiziert zu sein. Der gebürtige Katalane gilt als ausgewiesener Experte für den Transfermarkt im Allgemeinen und den südamerikanischen Markt im Speziellen, der für Barça ja schon traditionell zu den wichtigsten Talent-Quellen gehört. Zudem wird ihm eine gute Nähe zur Mannschaft nachgesagt, die sich ebenfalls sehr positiv auf das Tagesgeschäft auswirken könnte, gerade bei einem so unruhigen Klub wie dem FC Barcelona. Mit dem populären Abidal an seiner Seite wird er es zudem deutlich leichter in der Außendarstellung haben.

Planes könnte ein ganz entscheidende Figur für die Zukunft des Vereins werden, zumal er wohl im besonderen Maße gefordert sein wird den unvermeidlichen Umbruch zu gestalten. Womöglich wird er sogar wesentlich bedeutender sein als Abidal.

(Photo by Matthias Hangst/Getty Images)

(Photo by Denis Doyle/Getty Images)

 

Christoph Albers

Cruyff-Jünger und Taktik-Liebhaber. Mag präzise Schnittstellen-Pässe, schwarze Leder-Fußballschuhe, Retro-Trikots und hat einen unerklärlichen Hang zu Fußball-Finanzen. Seit 2016 bei 90PLUS.

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