FC Bayern | Neuer über das CL-Finale 2013 und die Parallelen zu heute

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Ein Schritt fehlt noch bis zum Champions-League-Finale. Doch dieser Schritt könnte für den FC Bayern kaum größer sein. Im Halbfinale wartet schließlich der Titelverteidiger Real Madrid. Einer, der dabei noch zuschauen muss, ist Manuel Neuer (32). Für ihn steht fest: Real kann die Saison nur über die Königsklasse retten.

Angesprochen auf den CL-Triumph 2013 im Finale gegen den BVB gerät Neuer im Interview mit „Sport Bild“ nahezu ins Schwärmen. Als Erinnerung an dieses Ereignis hat sich Deutschlands Nummer eins ein Stück vom Tornetz in seinem Haus am Tegernsee an die Wand gehängt. Der Iniitiator dieser Idee: Natürlich Claudio Pizarro. Doch vor dem Finale standen die Münchner unter großem Druck, wie Neuer verrät.

Wir waren schon Meister. Aber natürlich hatten wir alle das Jahr zuvor im Kopf. 2012 sind wir dreimal, die deutschen Nationalspieler sogar viermal gescheitert […] Deshalb waren wir 2013 gegen Dortmund noch motivierter […] Aber: Vor diesem einen Spiel ist man sich dann doch nicht mehr sicher, man erinnert sich an die Endspiel-Niederlagen aus dem Vorjahr. Klar ist: Den Druck hatten wir, nicht Dortmund. Wir waren der Favorit.

Der Druck, so Neuer, sei mit dem vor dem WM-Finale 2014 vergleichbar gewesen. Dabei spricht der 32-jährige von der Pflicht, den Titel zu holen und sich endlich zu beweisen.

(Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)

Martínez „Fels in der Brandung“

Auch an die heikle Anfangsphase des Finales erinnert sich Neuer noch allzu gut. Man sei sehr nervös gewesen und das habe man in der ersten halben Stunde auch gesehen. „Das war nicht der FC Bayern!“, so Neuer. Ein Rückstand mit dieser Hintergrundgeschichte wäre alles andere als gut gewesen. „Wir hatten Glück, dass wir die Anfangsphase überstanden haben.“ Erst nach einer halben Stunde habe sich das Team gefangen. Den Grund dafür sieht er auch in seinem Teamkollegen Javi Martínez.

Wir haben Stabilität bekommen, vor allem dank Javi Martínez: Er hat sein bestes Spiel für Bayern gemacht, alles abgeräumt. Er war der Fels in der Brandung. Dann haben auch die Automatismen gegriffen, das Passspiel. Auch in den Zweikämpfen wurden wir dominanter.

Angesprochen auf mögliche Parallelen zur heutigen Mannschaft und der Chance auf den ganz großen Wurf in der Königsklasse sagt Neuer:

Natürlich können wir wieder Champions-League-Sieger werden, die Möglichkeit ist definitiv da. Real Madrid hat gute und schlechte Spiele gezeigt, hatte Höhen und Tiefen. Wir waren relativ konstant unter Jupp Heynckes. Wir kennen die Duelle: Gegen Real Madrid muss man in zwei Spielen in einer Topverfassung sein und die bessere Tagesform haben […] Es gibt definitiv Parallelen zu 2013, auch im Spielstil. Aber das ist keine Garantie, dass wir den großen Triumph schaffen werden.

Ob er selbst in einem möglichen Finale wieder im Kasten der Münchner stehen wird, vermag Neuer hingegen noch nicht zu sagen:

Ich würde der Mannschaft natürlich noch sehr gerne helfen, aber ich muss abwarten, wie die nächsten Schritte aussehen. Es ist auch wichtig, was die Mediziner sagen: Ab wann ich wieder wo dabei sein kann. Zudem muss ich selbst mit meiner Leistung zufrieden  und ehrlich zu mir selbst sein: Kann ich nach so einer langen Pause wieder meinen Mann stehen? Oder muss ich sagen: Ich bin noch nicht so weit und brauche mehr Training? Das kann man alles heute noch nicht beantworten, es sind viele Fragezeichen.

Nico Scheck

Aufgewachsen mit Elber, verzaubert von Ronaldinho. Talent reichte nur für die Kreisliga, also ging es in den Journalismus. Seit 2017: 90PLUS. Manchmal: SEO. Immer: Fußball. Joga Bonito statt Catenaccio.

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