Fellaini | Vertragsverhandlungen mit United – „Werde nicht zehnmal fragen“

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Was macht Marouane Fellaini (30) in der nächsten Saison? Eine Frage, die sich nicht nur die United-Fans stellen. Im Interview mit dem belgischen Magazin „Sport“ äußerte sich der Nationalspieler zu den Vertragsverhandlungen und deutete auch einen möglichen Abschied an.

„Ich hätte kein Problem mit dem Leben in China“, beginnt der Mittelfeldspieler das Interview. Eine klare Aussage. Ein Abgang weg von ManUtd ist also ebenso möglich wie ein Verbleib. Schließlich hält sein Trainer José Mourinho (55) große Stücke auf ihn. Das weiß der Spieler natürlich selbst auch. „Der Klub hat meinen Vertrag im letzten Jahr nicht verlängert. Jetzt bin ich in einer starken Position, besonders seit Mourinho gesagt hat, dass er mich behalten will“, so Fellaini. Sein Arbeitspapier läuft im Sommer aus und die Vertragsverhandlungen ziehen sich hin, wie der 30-jährige verrät. Daher ist es nur logisch, dass sich „Big Mo“ auch nach weiteren Optionen umgeschaut hat. Ob tatsächlich Interesse aus China besteht, lässt der Belgier offen, nur so viel:“ Es gibt mehrere Klubs, die Interesse zeigen.“

(Photo by Clive Mason/Getty Images)

Fellaini im Vorteil

Die Aussagen Mourinhos sind in der Tat vorteilhaft für Fellaini. Zudem liefert er meistens ab, wenn er denn spielt. Doch genau da liegt das Problem und vermutlich auch der Grund, warum United nicht schon längst den Vertrag des Nationalspielers verlängert hat: Denn Fellaini ist verletzungsanfällig wie kaum ein Zweiter bei den „Red Devils“. Auch in dieser Spielzeit musste er über die hälfte der Spiele wegen einer Knieverletzung von der Tribüne aus verfolgen. Ist er jedoch fit, gehört er zum inneren Kern in Mourinhos Mannschaft. Erst am vergangenen Wochenende unterstrich er dies mit dem späten Siegtor gegen den FC Arsenal (2:1). Wie geht es nun also weiter? „Letztes Jahr ging ich zum Trainer und sagte, dass ich einen neuen Vertrag möchte […] Dann hatte ich ein zweites Meeting, aber ich werde nicht zehnmal fragen“, zeigt sich Fellaini durchaus genervt von der Situation. Ein guter Spieler koste mindestens 50 Millionen Euro, so der Belgier weiter. „Der Klub weiß, dass da was falsch läuft.“ Harmonisch sieht definitiv anders aus.

Nico Scheck

Aufgewachsen mit Elber, verzaubert von Ronaldinho. Talent reichte nur für die Kreisliga, also ging es in den Journalismus. Seit 2017: 90PLUS. Manchmal: SEO. Immer: Fußball. Joga Bonito statt Catenaccio.

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