Bundesliga: Eintracht Frankfurt schockt Hertha im Freitagsspiel

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News | Am Freitagabend haben Hertha BSC und Eintracht Frankfurt den 2. Spieltag der Bundesliga eröffnet. Die Gäste aus Hessen haben mit einem 3:1-Auswärtserfolg drei Punkte aus Berlin entführen können.

Trotz Kostic-Schock – Silva und Dost bringen SGE in Führung

Es war ein verhaltener Start in den ersten zehn Minuten der Partie. Die Mannschaften neutralisierten sich, Eintracht Frankfurt war körperlich jedoch präsenter. Da Hertha zudem viele Fehlpässe und Ballverluste produzierte, nistete sich die Eintracht recht frühzeitig in der Berliner Spielhälfte ein. In der 10. Minute aber der Schock für die SGE: Filip Kostic verletzte sich im Zweikampf mit Jordan Torunarigha und musste für Steven Zuber ausgewechselt werden. Die Eintracht ließ sich davon jedoch kaum beirren, auch wenn Hertha nun zu etwas mehr Spielanteilen kam.

Nach 20 Minuten war es immer noch ein chancenarmes Spiel. Zwar fand die Begegnung wieder mehr in Herthas Spielhälfte statt, beide Mannschaften aber waren im letzten Drittel noch zu ideenlos und nicht präzise genug. So verwunderte es nicht, dass die ersten beiden Tore des Spiels nach Standardsituationen fielen. In der 28. Minute foulte Hertha-Kapitän Dedryck Boyata Frankfurts-Stürmer André Silva im eigenen Strafraum – logische Konsequenz: Elfmeter. Diesen verwandelte der Gefoulte souverän zur 1:0-Führung der Eintracht. Ein durchaus verdienter Treffer, da Frankfurt – ohne viele Chancen – besser im Spiel war und mehr Druck ausübte. In der 37. Minute erhöhte Sturmkollege Bas Dost nach Freistoß von Daichi Kamada per Kopf zum 2:0. Erneut agierte Herthas Defensive zu schläfrig.

Photo by Maja Hitij/Getty Images

Hertha ging der Spielfluss danach weiter vollkommen ab, es wollte aufgrund fehlender Abstimmung und Konzentration offensiv nichts funktionieren. So ging es mit der durchaus verdienten 2:0-Führung Frankfurts in die Halbzeitpause. Die Eintracht war bis dahin einfach griffiger und wacher, körperlich wurde der „alten Dame“ der Schneid abgekauft.

Hertha verbessert, aber trotzdem Verlierer

Es brauchte eine deutliche Leistungssteigerung der Berliner Hausherren in Durchgang zwei, wenn noch etwas Zählbares aus dieser Begegnung herausspringen sollte. Hierfür wechselte Trainer Bruno Labbadia sogleich dreimal: Arne Maier, Jhon Cordoba und Deyovaisio Zeefuik kamen nach den ersten 45 Minuten für Vladimir Darida, Krzysztof Piatek und Peter Pekarik. Ein deutliches Zeichen für die Unzufriedenheit der ersten Halbzeit.

In der Anfangsviertel der zweiten Halbzeit tasteten sich die Teams erneut ab. Hertha versuchte, Sicherheit zu gewinnen und kam auch etwas besser ins Spiel. Frankfurt konzentrierte sich auf das Verteidigen und gelegentliche hohe Anlaufen der Herthaner Aufbauspieler. Der Druck des Hauptstadtvereins wurde stetig größer, ab der 60. Minute häuften sich die Torchancen seitens der Blau-Weißen. Mit dem gerade erst eingewechselten Maier musste auch Hertha in der 66. Minute verletzungsbedingt wechseln. Bitter für Berlin, da der Mittelfeldspieler das Spiel seiner Mannschaft mit seiner Passschärfe in bessere Bahnen gelenkt hatte.

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Die Druckphase Herthas war gerade abgeflacht, da machte Sebastian Rode in der 70. Minute mit seinem Schlenzer vom rechten Strafraumeck das 3:0 und damit den Deckel drauf. Der Treffer hatte sich nicht angedeutet, die Eintracht belohnte sich mit diesem aber dafür, Herthas größter Angriffswelle standgehalten zu haben. Hertha steckte aber nicht auf und kam in der 77. Minute zum 1:3-Anschlusstreffer. Innenverteidiger Jordan Torunarigha nahm sich ein Herz, dribbelte sich bis in den Frankfurter Strafraum – dessen Hereingabe lenkte Martin Hinteregger ins eigene Tor.

Eine wirkliche Schlussoffensive sollte dieses Tor jedoch nicht mehr einleiten. Hertha versuchte sich noch, die letzte Konsequenz fehlte aber, und so entführte Eintracht Frankfurt drei Punkte aus Berlin. Ein Sieg, der in wenigen Momenten auf der Kippe stand, insgesamt aber verdient gewesen ist. Die Adler waren körperlich sehr präsent, stets kompakt und vorne sehr effizient. Hertha präsentierte sich hingegen offensiv wie defensiv schwächer als noch beim 4:1-Auftaktsieg gegen Werder Bremen.

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Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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