Hertha BSC: Keine reine Defensivtaktik gegen Gladbach, Nebenschauplätze spielen „keine Rolle“

Hertha BSC will sich laut Trainer Tayfun Korkut in Mönchengladbach nicht verstecken.
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News | Vor dem für Hertha BSC einmal mehr richtungsweisenden Spiel gegen Borussia Mönchengladbach gaben sich Trainer Tayfun Korkut (47) und Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic (50) zuversichtlich.

Hertha BSC in Mönchengladbach: „Verlieren verboten“

Tayfun Korkut hatte unter der Woche mit einer Brandrede für Aufsehen gesorgt. „Glaubt ihr, dass wir so rauskommen? Ey, lasst uns die Woche starten. Ich will am Wochenende verdammt nochmal gewinnen. Ich will, dass ihr gewinnt. Scheiß auf mich. Das ist eure Zukunft, nicht meine“, hatte er unter anderem in Richtung der Mannschaft gesagt.

Darauf nochmal angesprochen bezog der Trainer von Hertha BSC auf der Pressekonferenz am Donnerstag Stellung: „Mir war die klare Botschaft wichtig. Daran, wie das Training ablief, hat man gesehen, dass die auch angekommen ist. Wenn ich wachrütteln muss, dann tue ich das. Deshalb bin ich Trainer“, sagte der 47-Jährige.

Im Duell des Tabellensechzehnten aus Berlin mit dem Dreizehnten vom Niederrhein sei „verlieren verboten“, sagte Korkut. „Borussia Mönchengladbach ist eine Mannschaft, die ihre Probleme hat. Sie sind nicht in bester Form, es herrscht keine tolle Stimmung. Es ist ähnlich, wie bei uns. Sie haben sich mit Sicherheit andere Ziele gesetzt und besitzen einen Kader mit viel Qualität. Es wird ein sehr interessantes Spiel zwischen zwei Mannschaften, die nicht in Bestform sind. Wir wollen versuchen, an diesem Tag die bessere Mannschaft zu sein.“

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Auch Fredi Bobic wies auf die Bedeutung des Krisenduells hin. „Wir haben die große Chance, Mönchengladbach mit reinzuziehen und enger an sie heranzurücken. Auch sie haben das so nicht kommen sehen und auch dort dürfte es viele Nebengeräusche geben. Das ist für uns aber kein Thema.“

So hatte etwa Investor Lars Windhorst für Aufsehen gesorgt, als er unter der Woche eine in Teilen bereits gedrehte Dokumentation über die Alte Dame kippte. „Es ist bei vielen Themen neben dem Platz natürlich schwierig, Ruhe reinzubekommen. Wir wollen uns mit den außersportlichen Themen gar nicht so sehr beschäftigen. In der Mannschaft spielt das auch keine Rolle, das kann ich ganz klar sagen“, erklärte Bobic.

Hertha BSC will defensiv stabiler stehen, aber auch Offensivakzente setzen

Das dürfte auch nicht leichter werden, wenn für Hertha BSC gegen die Fohlen am Samstagabend die nächste sportliche Enttäuschung folgen sollte. Beim 1:4 gegen Eintracht Frankfurt war wieder die Defensive der Knackpunkt. Daran hat Korkut arbeiten lassen: „Wir werden nicht den Bus parken, wollen aber stabiler stehen und noch aggressiver sein. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass wir, wenn wir gewinnen wollen, auch selbst treffen müssen. Wir wollen am Wochenende also defensiv besser stehen, aber auch genügend Offensivgedanken beibehalten.“

Torhüterentscheidung steht noch aus

Dabei wird er noch auf Torhüter Rune Jarstein und Rechtsaußen Kelian Nsona verzichten müssen, die sich beide im Aufbautraining befinden. Dedryck Boyata und Stevan Jovetic nahmen am Donnerstag aufgrund von muskulären Problemen nicht am Teamtraining von Hertha BSC teil. Alexander Schwolow wird im Tor dagegen wieder zur Verfügung stehen. Ober auch spielen wird, ließ Korkut aber offen: „Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Alle haben sich angeboten und ich werde relativ spät und kurzfristig entscheiden, wer zwischen den Pfosten stehen wird.“ Zuletzt startete Marcel Lotka.

 

 

Photo by Maja Hitij/Getty Images

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