Hertha | Labbadia: Cordoba-Piatek-Sturm „gut möglich“ – Neue taktische Möglichkeiten

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News | Mit Jhon Cordoba hat sich Hertha BSC neben Krzysztof Piatek einen weiteren Mittelstürmer für viel Geld geleistet. Trainer Bruno Labbadia hat bereits in Aussicht gestellt, dass der 40-Millionen-Sturm auch gemeinsam auflaufen kann.

Cordoba kann Piatek helfen

Am Dienstag hat Hertha BSC mit Jhon Cordoba (27) den dritten Sommertransfer fix gemacht. Mit der offiziellen Verkündung des Wechsels kamen öffentlich Zweifel daran auf, ob Hertha-Trainer Bruno Labbadia (54) in Zukunft überhaupt noch auf Krzysztof Piatek (25) setzen würde, welcher im vergangenen Winter für 24 Millionen Euro von der AC Milan gekommen ist. Schließlich fremdelten Labbadia und der polnische Mittelstürmer in der vergangenen Rückrunde. Herthas Übungsleiter setzte in den meisten Spielen lieber auf Vedad Ibisevic (36), Piatek war oftmals nur Joker. Es hieß, dass Labbadia lieber einen bulligen großgewachsenen Mittelstürmer hätte, ähnlich wie Wout Weghorst (28) zu dessen Wolfsburger Zeit. Piatek, eher der wendige Knipser, entspricht diesem Stürmertypen nicht und hatte auch in der zurückliegenden Vorbereitung sichtlich Probleme, den Aufgaben des alleinigen Mittelstürmers gerecht zu werden.

Labbadia hat den Spekulationen, Cordoba nun Piatek vorzuziehen, einen Riegel vorgeschoben und vielmehr in Aussicht gestellt, zukünftig auch mal beide Angreifer gemeinsam stürmen zu lassen. „Ich bin der Meinung, dass es funktionieren kann und Krzysztof vielleicht auch ein Stück weit entlastet, wenn wir mit zwei Stürmern spielen und er neben sich noch jemanden mit Präsenz hat, sodass er sein Spiel durchbringen kann“, erklärte der Hertha-Coach. „Wir wollen sehr variabel sein, haben immer zwei bis drei Systeme im Kopf, die ineinanderfließen können. Wir haben eine klare Idee von unserem Fußball, verharren dabei aber nicht starr auf einer Formation, sondern schauen, was passt und wenn das zwei Spitzen sind – sehr sehr gerne. Ich bin definitiv davon überzeugt, dass es funktionieren kann.“

Cordoba ist offen für Doppelsturm

Auch Cordoba hat bereits klargemacht, flexibel zu sein. „Ich kenne beides: allein vorn drin zu spielen und mit einem zweiten Stürmer zusammen. Ich habe mit beiden Varianten keine Probleme. Das ist etwas, was der Trainer bestimmen soll“, so der Kolumbianer gegenüber dem kicker. Piatek sollte ebenfalls wenig dagegen haben, schließlich hatte der Torjäger seine bislang wohl erfolgreichste Zeit als Teil einer Doppelspitze. Beim FC Genua, wo der Pole in 21 Pflichtspielen 19 Tore schoss, hat er zusammen mit Christian Kouamé (22) im Sturm gespielt. Die Aufteilung der Arbeit und gleichzeitig Aufmerksamkeit der gegnerischen Defensive hilft dem eher dynamischen Piatek sehr, der durch intelligente Laufwege und dem Davonstehlen vom Manndecker besticht. Cordoba hingegen ist der wuchtige Wandstürmer, der viele Gegenspieler an sich bindet und so Räume für jemanden wie Piatek schafft.

So scheint es, als ob es bei Hertha zukünftig nicht Cordoba oder sondern und Piatek heißen könnte. Auch weil Labbadia bereits beim VfL Wolfsburg bewiesen hat, erfolgreich mit zwei Sturmspitzen agieren zu können. Damals hießen die Angreifer Daniel Ginczek (29) und Weghorst, welche sich ebenfalls gut ergänzt haben. Labbadia ließ damals meist in einem 4-3-1-2 spielen, also einer Mittelfeldraute. Das könnte dem Berliner Kader mit Matheus Cunha (21) als kreatives Element hinter den Spitzen und zentralen Mittelfeldspielern wie Vladimir Darida (30) und Lucas Tousart (23) liegen. Gut möglich also, dass man Hertha in der kommenden Saison taktisch sehr flexibel auftreten sehen wird.

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(Foto: IMAGO)

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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