Hoeneß deutet Investitionsbereitschaft an

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Der FC Bayern steht bekanntermaßen vor einem richtungsweisenden Sommer. Vor allem auf dem Transfermarkt soll weiter zugeschlagen werden. In den vergangenen Wochen äußerten sich die Verantwortlichen des Rekordmeisters eher verhalten, wenn sie sich überhaupt zu diesem Thema äußerten. Klar ist, dass die Transfers von Süle und Rudy noch nicht das Ende der Neuzugänge bedeuten. Die letzten Aussagen sind dabei durchaus offensiver formuliert. 

Die Zeit nach dem Abschluss der Bundesligasaison ist für den deutschen Meister zum Feiern da. Im Zuge der Feierlichkeit sind natürlich auch sämtliche Medien daran interessiert, diverse Persönlichkeiten vor das Mikrofon zu bekommen. Am vergangenen Wochenende war vor allem einer sehr redselig: Uli Hoeneß. Seine Aussagen verdeutlichen, dass kein radikaler Umbruch ansteht, aber dass man durchaus vor Augen hat, dass noch etwas getan werden muss.

Kein radikaler Umbruch

Der Präsident des FC Bayern betonte gegenüber „Sky Sport News HD“, dass man trotz der Abgänge von Lahm und Alonso weiterhin über sehr gute Spieler verfügt. Gerade Ribery und besonders Robben haben eine sehr gute Saison gespielt und können weiterhin auf diesem Niveau agieren. Hoeneß kündigte am Rande des Besuches auf dem Balkon des Marienplatzes an, dass man sich in Kürze mit Michael Reschke und Carlo Ancelotti zusammensetzen werde und die Planungen vorangetrieben werden sollen. Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass zeitnah ein neuer Spieler verpflichtet wird.

(Photo by Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Im Interview mit dem „BR“ sagte der Bayern-Boss: „Wir haben einen Kader, wenn man den verstärken will, muss man Granaten kaufen.“ Die Marschroute der Bayern, keine „verrückten Dinge“ machen zu wollen, könnte sich zumindest punktuell ändern. Im aktuellen Sportstudio deutete Hoeneß dies noch konkreter an, indem er sagte, dass es möglich sei, dass der FC Bayern in Zukunft etwas machen wird, dass es bisher noch nicht gegeben hat. Diese Aussage lässt Raum für Spekulationen offen.

Eine gute Mischung muss es sein

Hoeneß betonte, dass es nicht wichtig ist, wie jung oder alt ein Spieler ist. Es gehe vielmehr darum, wie gut eine Mannschaft ist. Im Idealfall, so Hoeneß, soll die Mannschaft sehr gut und darüber hinaus mit jungen, talentierten Spielern gespickt sein. Gerade Kimmich und Coman wurden noch einmal hervorgehoben, der Verein plant mit beiden Spielern über einen langfristigen Zeitraum.

Auch ein neuer Sportdirektor könnte in der neuen Saison mitmischen. Man versuche, „in den nächsten Monaten jemanden zu finden, das muss nicht zum 1. Juli sein“, sagte Hoeneß. Aufgabenschwerpunkt dieser Person sei die Funktion als Bindeglied zwischen Mannschaft und Vorstand, „denn da haben wir eindeutig ein Defizit.“ Gerade diese Aufgaben löste Matthias Sammer in der Vergangenheit mit Bravour, er hatte das Gespür für anstehende Probleme im internen Bereich.

Neue Entwicklungen

Indes gibt es einige neue Entwicklungen auf dem Transfermarkt. Die Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge bezüglich Leon Goretzka deuten auf einen möglichen ablösefreien Wechsel 2018 hin. Der FC Bayern respektiere, dass der Spieler einen Vertrag besitzt. Zudem betonte Schalke-Boss Heidel, dass kein offizielles Angebot des FCB vorliegt. Der Besuch von Goretzka-Berater Neubauer an der Säbener Straße zeigt aber, dass man sich zumindest mit dem Spieler beschäftigt, wie auch Ancelotti indirekt auf der Pressekonferenz bestätigte.

Am Sonntagabend meldete die „Welt“, dass der FC Bayern vor der Verpflichtung von Hertha-Verteidiger Marvin Plattenhardt stünde. Diese Meldung wurde von der Hertha selbst aber bereits kurz darauf dementiert. Überdies geistert immer noch der Name Alexis Sanchez durch die Medien. Unter anderem die spanische „Sport“ berichtet, dass der FCB Sanchez‘ chilenischen Mannschaftskameraden Arturo Vidal über den Arsenal-Offensivstar ausgefragt habe. Beide treffen sich im Sommer beim Confed-Cup in Russland. Zudem verpasste Arsenal nun auch endgültig die Champions League, ein Wechsel ist durchaus denkbar. Gerade für einen Spieler der Kategorie Alexis müssten Hoeneß & co. tief in die Tasche greifen. Mittlerweile durchaus möglich.

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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