Keine Überraschung: Ruthenbeck muss am Saisonende gehen

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Wie der 1. FC Köln am heutigen Donnerstag offiziell bestätigte, wird Stephan Ruthenbeck nicht über den 30. Juni hinaus Cheftrainer der ersten Mannschaft bleiben. Dieser Schritt ist nach den jüngsten Entwicklungen alles andere als überraschen. Markus Anfang, noch Trainer bei Holstein Kiel, gilt als möglicher Nachfolger.

Mit offenen Karten

Dieser Schritt sei unabhängig von der Ligazugehörigkeit, so hieß es in der offiziellen Mitteilung des Vereins. Momentan spricht allerdings auch fast alles für einen Abstieg, ein Neuanfang mit einem neuen Trainer wäre nur eine logische Konsequenz. Trotzdem zeigt sich der Verein sehr dankbar und möchte Ruthenbeck gerne in anderer Funktion erhalten.

Armin Veh: „Stefan und sein Team haben die Mannschaft in einer extrem schweren Situation übernommen, sich mit vollem Engagement dieser Aufgabe verschrieben und leisten hervorragende Arbeit. Wir haben im Dezember ganz bewusst vereinbart, dass wir in dieser Konstellation bis zum Saisonende weitermachen und nicht schon darüber hinaus planen. Zudem war klar, dass Stefan und sein Team auf jeden Fall unabhängig vom Ausgang der Saison auch dann beim FC weiterarbeiten können, wenn die Aufgabe im Profibereich endet. Zwischen uns herrschte immer Klarheit.“ [fc.de]

(Photo by Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Ruthenbeck schlägt ähnliche Töne an.

Stephan Ruthenbeck: „Für mich als Kölner war und ist es ein Privileg, Cheftrainer des 1. FC Köln zu sein. Aber ich habe oft betont: Ich definiere mich nicht über diesen Posten. Intern waren wir ohnehin offen zueinander. Dass wir darüber hinaus jetzt auch nach außen Klarheit haben, war mir sehr wichtig, denn Spekulationen über meine Zukunft sollen in den letzten Wochen der Saison nicht zur Belastung werden. Es geht nicht um mich, sondern einzig und allein um den 1. FC Köln. Ich bin dankbar für die Chance und das Vertrauen, das mir der Club entgegenbringt und werde mit meinem Team alles dafür tun, den FC in der Bundesliga zu halten. Sollte dies nicht klappen, werden wir zumindest mit Anstand und erhobenen Hauptes die Saison beenden, so wie es unsere Fans verdient haben und wie es sich für diesen Club gehört.“ [fc.de]

Fünf Spiele bleiben Ruthenbeck noch auf der Bank und seiner Mannschaft noch, um doch noch die Klasse zu halten. Die Chancen stehen allerdings nicht besonders gut. Unabhängig davon dürfte die Nachfolgersuche nun die höchste Priorität genießen, um einen geordneten Neuanfang im Sommer nicht zu gefährden. Einige Leistungsträger werden dabei aber wohl erhalten bleiben, jüngst bekannte sich Bittencourt zum Verein.

Christoph Albers

Cruyff-Jünger und Taktik-Liebhaber. Mag präzise Schnittstellen-Pässe, schwarze Leder-Fußballschuhe, Retro-Trikots und hat einen unerklärlichen Hang zu Fußball-Finanzen. Seit 2016 bei 90PLUS.

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