Bundesliga | Zweimal Alu und x-mal Trapp! Leipzig verpasst Sieg gegen Frankfurt

Leipzig Frankfurt
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Am Sonntagnachmittag empfing RB Leipzig den frisch gebackenen Europa-League-Viertelfinalisten Eintracht Frankfurt. Die Gastgeber erspielten sich eine Vielzahl an guten Torchancen, kamen jedoch nicht über ein 0:0 hinaus.

Leipzig mit doppeltem Alu-Pech

Die Partie brauchte etwas, bis sie an Fahrt aufnahm. Zunächst musste Schiedsrichter Christian Dingert aufgrund dichter Rauchschwaden über dem Feld kurz unterbrechen, dann standen Unkonzentriertheiten und einige technische Mängel einem guten Spielfluss im Weg. Leipzig hatte in Minute neun eine erste gute Chance, doch Christopher Nkunku schlenzte knapp am Tor vorbei. In dieser Szene offenbarte sich auch die Gefahr, die die Frankfurter liefen, wenn sie gegen den Ball aggressiv und hoch anliefen. RB versuchte nämlich immer wieder, in der Gegenbewegung den Weg in die Spitze zu suchen. Kurz darauf die erste dicke Chance auf der anderen Seite: Tuta fand mit einem langen Ball Jesper Lindström, der frei vor dem Tor für den gedeckten Rafael Borré auflegen wollte (12.) – hätte er doch selbst den Abschluss gesucht.

Auf beiden Seiten stockte es insbesondere im Spielaufbau. Das Zentrum war derweil hart umkämpft, hier ließ man sich keinen Zentimeter Rasen. Nach einer schöneren Kombination von Nkunku und Kevin Kampl schlug letzterer eine Flanke an den langen Pfosten, wo Andre Silva zum Einnicken bereit stand. Doch Martin Hinteregger pirschte sich auf die Linie und rettete für seinen geschlagenen Keeper Kevin Trapp (22.). Kurz darauf musste Trapp einen Schuss von Mohamed Simakan entschärfen, der Ball prallte an den Pfosten (27.).

Mittlerweile waren dir Leipziger besser im Spiel, erspielten sich ihre Tormöglichkeiten. Die Eintracht kam derweil nicht mehr so gut in die Zweikämpfe wie noch zu Spielbeginn, offensiv boten die Gäste zudem magere Kost. Auf der anderen Seite hatte RB das zweite mal Aluminium-Pech: Konrad Laimers Schuss aus der Distanz senkte sich tückisch und traf letztendlich den Querbalken (41.) – wieder nicht das 1:0. Dieses fiel dann in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs (45.+2) – vermeintlich. Denn beim Pass von Angeliño auf Nkunku lag eine Abseitssituation vor. So ging es torlos in die Kabinen.

Leipzig Frankfurt

(Photo by Martin Rose/Getty Images)

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Leipzig verpasst den Führungstreffer

Wie die erste endete, so setzte sich die zweite Halbzeit fort: Olmo legte sich technisch anspruchsvoll den Ball zurecht und zog ab, doch Trapp war rechtzeitig im bedrohten Eck und konnte entschärfen (46.). Es war direkt Tempo drin nach dem Seitenwechsel. Benjamin Henrichs fand mit einer Flanke Nkunku am langen Pfosten, der für die Ballverarbeitung jedoch etwas zum lange brauchte und schließlich am stark reagierenden Trapp scheiterte (53.). Den Gästen war anzumerken, dass sie wollten. Jedoch schafften sie es nicht, ihren Offenivplan auf den Platz zu bringen. Vielleicht steckte doch noch zu viel Europa League in den Knochen der Adler. Die Bullen mussten sich derweil ärgern, dass es immer noch 0:0 stand. Nkunku schickte Leimer steil, der allein aufs Frankfurter Tor zulief, jedoch am erneut herausragend reagierenden Trapp scheiterte (63.).

Im Verlauf der zweiten Halbzeit nahmen die Gastgeber dann etwas Zug raus – vielleicht zum Glück der Frankfurter. Leipzig lief nicht mehr so scharf an, konzentrierte sich vermehrt auf reine Umschaltmomente. Und Frankfurt? Offensiv war das nach wie vor sehr wenig. Man schaffte es zwar hin und wieder, in die Nähe des gegnerischen Tores zu kommen, dabei blieb es dann allerdings auch. Eine Ausnahme ergab sich in Minute 73, als Jens Peter Hauge nach einem langen Zuspiel einen Tick vor dem herausstürmenden Peter Gulasch an den Ball kam, die Kugel jedoch nicht mit der nötigen Wucht über den Keeper lupfte, sodass Orban bereinigen konnte. Auf der anderen Seite scheiterte Nkunku erneut an – natürlich – Trapp (78.). Kurz darauf tanzte Youssouf Pulsen durch den Frankfurter Strafraum, verpasste jedoch mehrere gute Abschlussgelegenheiten und vertändelte die gute Chance letztlich (82.). Mittlerweile war es wie verhext aus Leipzig Sicht, der Ball wollte einfach nicht ins Tor. Auch die Schlussphase änderte nichts daran, es blieb beim 0:0. Während Frankfurt mit dem Punktgewinn durchaus zufrieden sein dürfte, muss RB Leipzig einen kleinen Rückschlag im Kampf um die Champions League hinnehmen.

Photo by Getty Images

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