Manchester City | Verbannung aus der Champions League?

UEFA CL/EL

Pep Guardiola, Kevin de Bruyne, Sergio Agüero, David Silva, sie alle zählen derzeit mit zu dem Besten, was in der Premier League und generell im Weltfußball gegen das runde Leder tritt bzw. treten lässt. Und sie alle könnten die Champions League in der kommenden Saison nur vor dem Fernseher verfolgen. 

Manchester City: Wo kommen die 60 Millionen Pfund her?

Die Enthüllungen rund um „Football Leaks“ durch den Spiegel sorgten für großes Aufsehen. Neben den sehr konkret erscheinenden Plänen zu einer möglichen Super League wurden auch zahlreiche dubiose Zahlungen der Besitzer von Manchester City und Paris Saint-Germain an ihre Klubs bekannt. Beide sollen schon seit einigen Jahren das Financial Fairplay umgangen haben, beide wurden schon Jahre zuvor deswegen durch die UEFA sanktioniert. Was aber ebenfalls publik wurde: Die Sanktionen entsprachen wohl bei weitem nicht dem Strafmaß, was bedeutend kleinere Vereine für weit weniger ereilte.

Nun liegen der Welt und eben auch der UEFA neue Zahlen vor, der Verband prüft diese offenbar. Schon vor Wochen ließ man verlauten, dass neue Informationen zu neuen Ermittlungen führen sollen. Insbesondere im Fall Manchester City könnte sich laut dem Telegraph demnächst etwas tun. Im Fokus der Ermittlungen: Die 60 Millionen Pfund, die die arabischen Besitzer 2015 direkt an den Verein überwiesen. Das Problem an der Sache: Zunächst gab der Verein diese Zahlung als Sponsoreneinnahmen aus. Eine Lüge, um das FFP zu umgehen, wie nun der Spiegel anhand vieler E-Mails belegen kann.

Keine Champions League für Manchester City? Wie hart greift die UEFA durch?

Auch UEFA-Boss Aleksander Ceferin sprach von einem „konkreten Fall“, man prüfe diesen nun, ein unabhängiges Gremium habe sich den Ermittlungen angenommen. „Sehr bald“ werde es eine Antwort geben, was im Fall Manchester City passiert. Im Gespräch soll eine Verbannung aus der Champions League sein, da eine Transfersperre nicht ausreichend sei. Dennoch: Ob die UEFA derart konsequent durchgreift, darf aufgrund der letzten Strafen bei Verstößen gegen das FFP durch große Klubs wie eben Manchester City bezweifelt werden. Eine Entscheidung ist nach Informationen des Telegraph in den nächsten Tagen zu erwarten.

Und die „Citizens“? Die blocken nach außen hin ab. Die Berichte des Spiegel seien ein Versuch, den Ruf des Vereins zu beschädigen. Ansonsten: Kein Kommentar.

 

(Photo by Barrington Coombs/Getty Images)

Nico Scheck

Aufgewachsen mit Elber, verzaubert von Ronaldinho. Talent reichte nur für die Kreisliga, also ging es in den Journalismus. Seit 2017: 90PLUS. Manchmal: SEO. Immer: Fußball. Joga Bonito statt Catenaccio.

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