Peters kritisiert DFB-Führung: „Fehlendes Miteinander ohne jedes Vertrauen“

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News | Peter Peters hat sich sehr deutlich und kritisch zum DFB geäußert. Der Multifunktionär spricht von fehlendem Miteinander in der Spitze des Verbandes. 

Peters über den DFB: „Unfassbar viele Indiskretionen“

Peter Peters (58), bis zum letzten Sommer noch Finanzvorstand des FC Schalke 04, hat in einem Gastbeitrag für den Kicker den DFB kritisiert. Der Aufsichtsratsvorsitzende der DFL, 1. Stellvertretender Sprecher der Liga sowie 1. DFB-Vizepräsident, der darüber hinaus auch noch Kandidat für den FIFA-Rat ist, hat über dysfunktionale Strukturen im Deutschen Fußball-Bund geschrieben. Er fordert in „unruhigen Zeiten wie diesen“ Klarheit und Führung. Stattdessen gibt es „Machtkämpfe beim DFB“ und „Indiskretionen“. Insbesondere die Differenzen zwischen DFB-Präsident Fritz Keller (63) und Generalsekretär Friedrich Curtius (44) betrachtet er kritisch, wobei er sich deutlich auf die Seite des Präsidenten schlägt. „Kritisch mit Blick auf die Dissonanzen beim DFB sehe ich das fehlende Miteinander in der Spitze ohne jedes Vertrauen“, so Peters, der Curtius in die Pflicht nimmt: „Eigentlich ist es die Aufgabe des Generalsekretärs als Bindeglied in der DFB-Zentrale die gemeinsam beschlossene Präsidiumslinie reibungslos operativ umzusetzen. Das funktioniert leider nicht mehr, auch wegen unfassbar vieler Indiskretionen.“ 

Peters könne sich nicht vorstellen, dass sich „dieses Misstrauen wieder beseitigen lässt“. Um den DFB wieder in die Spur zu bringen, seien „harte Entscheidungen“ gefragt. Es muss weiterer Schaden vom Verband abgewendet werden, wie der Multifunktionär betont. Keller, der zuletzt immer stärker in der Kritik stand, nimmt er explizit in Schutz. Er habe in seinem ersten Jahr „nicht immer alles richtig gemacht“, so Peters, den dies nicht verwundert: „Aber ganz ehrlich: Wer hätte denn bei dieser Mammut-Aufgabe keine Fehler gemacht?“

Peters: Keine Entfremdung im deutschen Fußball

Dass der deutsche Fußball sich in einer Krise befindet, wurde in den letzten Wochen und Monaten immer offensichtlicher. Der 58-Jährige will allerdings die Stimmungslage bezüglich der Beziehung zwischen Fans und dem Fußball einordnen. „Es gibt keine pauschale Entfremdung vom Fußball. Das ist in dieser Verallgemeinerung nicht belegt und faktisch falsch. Dagegen wehre ich mich“, meint Peters. Nachweislich verfolgen eine „hohe Zahl an Menschen“ die Spiele. 

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(Photo by Thomas Boecker-DFB/Handout/Getty Images)

Damian Ozako

Als Kind von Tomas Rosicky verzaubert und von Nelson Haedo Valdez auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht worden. Geblieben ist die Leidenschaft für den (offensiven) Fußball. Seit 2018 bei 90PLUS.

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