Piszczek über Dortmund-Ära: „Mario ging zu Bayern – das war der größte Bruch in der Mannschaft“

Lukasz Piszczek und Mario Götze im Dress des BVB.
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News | Lukas Piszczek lief elf Jahre für Borussia Dortmund auf, bevor er im Sommer seine Profi-Laufbahn beendete. Nun sprach er ausführlich über die höchst erfolgreich verlaufende Zeit.

Piszczek über Götze-Abgang 2013: „Das war ein Schock“

Lukas Piszczek (36) trägt inzwischen das Dress des polnischen Viertligisten LKS Goczalkowice-Zdroj. „Ich spiele für den Spaß, meine Karriere habe ich in Dortmund beendet“, erklärte er im Podcast „kicker meets DAZN“. Zum Abschluss gewann der Routinier nochmal den DFB-Pokal. Die elf Jahre beim BVB wären womöglich nie zustande gekommen, wenn er nicht vom Stürmer zum Rechtsverteidiger umgeschult worden sei. Piszczek ging sogar noch weiter: „Der Positionswechsel hat meine Karriere gerettet. Wenn ich Stürmer geblieben wäre, wäre ich wahrscheinlich zehn Jahre früher zurück nach Polen gegangen. Das war ein Volltreffer.“

 

Die Entscheidung traf sein damaliger Trainer Lucien Favre (63). Dabei habe ihn Hertha BSC verpflichtet, weil er bei der U19-EM 2005 Torschützenkönig gewesen ist. Der Pole benötigte etwas Zeit um sich an den Positionswechsel zu gewöhnen: „Nach der Saison gab es ein Essen, da habe ich dem Trainer wieder gesagt: ‚Okay, nächste Saison spiele ich aber wieder vorne.“ Letztlich kam es anders. Denn Piszczek zog es 2010 zum BVB, wo er als Außenverteidiger direkt auf ganzer Linie überzeugte. Der gesamte Verein schwamm unter Jürgen Klopp (54) auf einer Euphoriewelle und stürmte zur Meisterschaft 2011 sowie dem Gewinn des Doubles 2012: „Wir hatten eine großartige Mannschaft, die Zeit war phänomenal, da sind viele Freundschaften entstanden.“

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Einen Wendepunkt gab es 2013, als Mario Götze (29) Dortmund verließ. „Mario ging zu Bayern – das war der größte Bruch in der Mannschaft, weil uns gezeigt wurde, dass wir nicht für immer zusammenspielen würden. Das war ein Schock, weil wir uns schon gefragt haben, was passieren könnte, wenn wir so weiterspielen.“, berichtete Piszczek. In der Bundesliga konnte der BVB dem FC Bayern in der Folge nicht mehr das Wasser reichen.

(Photo: RHR FOTO DE)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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