PL-Vorschau: Leicester bittet Tottenham zum Tanz

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Am Donnerstagabend (20:45) empfängt Leicester City Tottenham Hotspur im 32.000 Zuschauer fassenden King Power Stadium . Die Partie des 34. Spieltags sollte eigentlich im April stattfinden, wurde jedoch verlegt. Die Hausherren aus Leicester befinden sich derzeit auf dem 11. Platz im Tabellen-Niemandsland. Der Tabellenzweite Tottenham hat sich derweil sicher für die Championsleague qualifiziert.

 

Leicesters letzte Meistertage

In der Hinrunde konnte Leicester City den Spurs auswärts ein 1:1 Unentschieden abringen. Ob Leicester Trainer Craig Shakespeare (53) auch diesmal Grund zum jubeln haben wird, bleibt jedoch abzuwarten. In der Premier League haben sich die Foxes ins Tabellen-Mittelfeld zurückgekämpft, nachdem man einen Großteil der Saison im unteren Drittel herum dümpelte. Unter Shakespeare, der das Amt von Meistertrainer Ranieri übernahm, macht das Team wieder einen gefestigteren Eindruck. Mit dem schnellen und direkten Offensivspiel hat man eine eigene Tugend „wiederbelebt“ und konnte zuletzt gegen West Brom und Watford wichtige Siege einfahren.

Vor dem Spiel gegen Tottenham Hotspur muss der Coach jedoch abermals umplanen. Mit Andy King (28), Robert Huth (32) und Wes Morgan (33) fehlen Shakespeare gleich drei Schlüsselspieler. Kapitän Wes Morgan muss seit dem 29. Spieltag aufgrund anhaltender Rückenprobleme pausieren. Neben Huth und Morgen fehlt in Molla Wague ein weiterer Innenverteidiger, sodass der ehemalige Schalker Christian Fuchs wohl wieder im Zentrum auflaufen wird. Als Linksverteidiger-Ersatz dürfte somit erneut der 20-jährige Ben Chilwell in Frage kommen.

Angesichts der zahlreichen Ausfälle zum Saisonende äußerte sich der Trainer der Foxes auf der Pressekonferenz vor dem Spiel relativ gelassen:

„In letzter Zeit wurden wir von vielen Verletzungen heimgesucht, aber dies bedeutet auch, dass andere Spieler neue Chancen auf Einsätze bekommen. […] Huth hat die Chance, im letzten Saisonspiel eingesetzt zu werden, ebenso King. Ich werde Morgan kein Zeitfenster vorsetzten, ich überlasse dies der medizinischen Abteilung. Da ich den Charakter von Wes Morgen sehr gut kenne weiß ich, dass er spielen wollen wird sobald er wieder fit ist.“ – Craig Shakespeare

Da die Saison ohnehin quasi gelaufen ist, die Personalnot sich zugespitzt hat und man der Glanzform des letzten Jahres hinterherläuft, rechnen nicht viele mit einem Heimsieg.

(Photo OLI SCARFF/AFP/Getty Images)

Tottenham: Endspurt zur Bestplatzierung

Für Tottenham Trainer Mauricio Pochettino (45) hätte die Premier League Saison nicht viel besser laufen können. In der Liga konnte man sich vor dem Rivalen Arsenal behaupten und musste sich lediglich der Konstanz des Nachbarn Chelsea geschlagen geben. Dank Pochettino erreichte man die beste Ligaplatzierung seit über 20 Jahren und wird in der nächsten Saison auf jeden Fall auf höchster internationaler Ebene vertreten sein.

Betrachtet man die Begegnungen von Tottenham und Leicester fällt die Dominanz der Londoner jedoch deutlich geringer aus. Nur eines der letzten sechs Spiele konnten die Spurs für sich entscheiden.

(Photo by Glyn Kirk/AFP/Getty Images)

Gegen Leicester City wird Pochettino in der Abwehr auf die verletzten Danny Rose (26) verzichten müssen. Linksverteidiger Rose zog sich am 23. Spieltag gegen den AFC Sunderland eine schwere Knieverletzung zu. Seitdem wurde er vom Waliser Ben Davies vertreten, welcher über die restliche Saison zeigte, dass er mehr als nur ein adäquater Ersatz ist. So überzeugte Davies auch am vergangenen Spieltag, als man Manchester United im eigenen Stadion mit 2:1 schlug. Auch auf der Position des Rechtsverteidigers wird Pochettino umplanen müssen. Mit Kyle Walker (26) und Kieran Trippier (26) fallen gegen Leicester beide Etatmäßigen Rechtsverteidiger aus. Trippier muss aufgrund einer Gehirnerschütterung pausieren, Walker laboriert an einer Fußknöchel-Verletzung. Aufgrund der Personalsorgen in der Defensive, könnte der Argentinier laut eigener Aussage das System umstellen.

Fit ist hingegen, bis auf Erik Lamela (25, Hüftverletzung) fast die komplette Offensivabteilung der Londoner. Die Spieler rund um den englische Nationalstürmer Harry Kane (23) erzielte in dieser Saison 73 Tore. Damit liegt Tottenham im Ligavergleich jedoch lediglich auf Rang fünf. Der Stolz von Pochettino ist dagegen die Abwehr. Mit nur 24 Toren in 36 Spielen liegt die Gegentorquote deutlich unter der von Tabellenführer Chelsea (32 Gegentore) oder von Verfolger Manchester City (39 Gegentore). Dass der Kasten von Torwart Lloris (30) auch gegen Leicester sauber bleibt, ist allerdings nicht in Stein gemeißelt: In den letzten drei Spielen trafen die Foxes fünf Mal!

 

Mögliche Aufstellungen

Leicester City: Schmeichel – Simpson, Benalouane, Fuchs, Chilwell – Amartey, Ndidi (Drinkwater), Mahrez, Slimani (Okazaki), Albrighton (Gray) – Vardy

Tottenham Hotspur: Lloris – Dier, Alderweireld, Vertonghen, Davies – Dembélé, Wanyama (Sissoko), Eriksen, Son, Alli – Kane (Janssen)

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