Sandro Wagner über „schlimme Situation“ bei Werder Bremen: „Das hat mich geprägt“

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News | Der ehemalige Fußball-Profi Sandro Wagner hat über seine Zeit bei Werder Bremen berichtet. Die „schlimme Situation“ habe ihn reifen lassen.

Sandro Wagner: Karriereende kam nicht über Nacht

Insgesamt bei sieben deutschen und einem chinesischen Verein stand Sandro Wagner (33) während seiner aktiven Profikarriere unter Vertrag. Nach insgesamt 180 Bundesliga-Spielen (44 Tore) und acht Länderspielen (fünf Tore) für Deutschland, beendete der Stürmer im Sommer beim chinesischen Erstligisten Tianjin Teda seine Karriere.

Der Entschluss, seine Laufbahn zu beenden, kam für Wagner nicht urplötzlich. „Das war nicht von heute auf morgen. Es ist ein schleichender Prozess, die Karriere zu beenden“, erklärt der 33-Jährige im „kicker meets DAZN“-Podcast. Dennoch war für ihn immer klar: „Nach China ist es vorbei. Ich hatte nicht mehr die Lust, von meiner Familie getrennt zu sein. Es ist eine Entscheidung, die ich nicht bereue.“

Wagner über seine damalige Situation bei Werder Bremen

Sandro Wagner betont in dem Gespräch, dass er für alles sehr, sehr dankbar sei. Nichtsdestotrotz hatte auch er, wie vermutlich jeder Profi, sowohl positive als auch negative Erfahrungen während seiner Karriere. Letzteres trifft auf seine Zeit bei Weder Bremen zu. Damals teilte ihm der ehemalige Geschäftsführer Klaus Allofs mit, dass man nicht mehr mit ihm plane. „Er sagte zu mir: ‚Wenn du nicht von alleine gehst, dann gehst du in die zweite Mannschaft oder trainierst gar nicht mehr'“, erinnert sich Wagner. Eine „schlimme Situation“ für den Angreifer, zumal er „keine Optionen“ hatte.

Die Situation hatte allerdings auch etwas Positives. „Ich blieb standhaft“, berichtet Wagner und betont: „Ich habe gesagt: ‚Sportlich seid ihr nicht zufrieden, ich auch nicht. Ich habe aber einen Vertrag unterschrieben, den habt ihr auch unterschrieben. Wir müssen versuchen, gemeinsam eine Lösung zu finden. Es ist kein guter Stil, dass ihr mich nicht zum Training mit der ersten Mannschaft lasst. Aber wenn ihr meint, das machen zu müssen, dann macht es.‘ Das war schon krass, das hat mich sehr geprägt – danach konnte nichts mehr kommen.“

Eine Erfahrung, die Wagner prägte. „Wenn du 20 bist und die ganze Welt weiß, dass der Verein dich loswerden will, das prägt“, sagt der TV-Experte und betont: „Dadurch bin ich gereift.“

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(Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Chris McCarthy

Gründer und der Mann für die Insel. Bei Chris dreht sich alles um die Premier League. Wengerball im Herzen, Kick and Rush in den Genen.

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