Schalke 04 | Schröder: „Selbst wenn du im Wasser kraulst, hast du immer die Gedanken“

1. FC Köln Schalke Schröder
Bundesliga

News | Als Sportdirektor des FC Schalke 04 muss Rouven Schröder praktisch rund um die Uhr verfügbar sein. Im Podcast „kicker meets DAZN“ sprach der 46-Jährige nun offen über die hohe Arbeitsbelastung.

Bei Schalke 04 hat Schröder alle Hände voll zu tun

Auf Schalke war viel los in den letzten Wochen. Erst die Gerüchte rund um Max Eberl (48), der als neuer Sportdirektor gehandelt wurde, dann die Kündigung mit Hauptsponsor Gazprom. Und als wäre das nicht genug, wurde auch noch der Trainer gewechselt: Dimitrios Grammozis (43) flog, für ihn übernahm Mike Büskens (54) die Geschicke auf dem Platz.

An den alltäglichen Stress habe sich Rouven Schröder (46) jedoch schon längst gewöhnt. „Wenn du in dem Business unterwegs bist, da reinmarschierst und den Anspruch hast, erfolgreich zu sein, dann ist es unheimlich schwer, abzuschalten“, sagte der 46-Jährige im kicker meets DAZN„-Podcast gegenüber Alex Schlüter und Benni Zander.

Zum Abschalten ist kaum Zeit – selbst im Urlaub nicht. „Wenn du dreimal im Strandkorb sitzt, sagen die Leute: ‚Guck mal, der Schröder macht Pause'“, so der 46-Jährige. „Aber du hast ja immer Kopfkino, ständig ist dieser Prozess da: Der muss eigentlich noch gehen und der eigentlich noch kommen. Das kriege ich budgetär nicht hin. Der dreht gerade durch, weil er nächstes Jahr nicht spielen wird. Der hat noch vier Jahre Vertrag. Den will ich noch verlängern. Der will mehr Kohle.“



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Den Job des Sportdirektors nehme er überallhin mit. „Wenn man diesen Job richtig macht, ist der Kopf nie aus. Da kannst du sitzen, wo du willst. Selbst wenn du im Wasser kraulst, hast du immer die Gedanken: Wie kannst du es verbessern? Es ist unheimlich schwer, loszulassen“, so Schröder. In diesem Business könne man es sich ohnehin „gar nicht leisten“, komplett abzuschalten, „weil du öffentlich daran gemessen wirst. Da kommt ja dann die Abrechnung. Da wird dann öffentlich geschrieben: Das ist gut, das ist schlecht.“

Beschweren wolle er sich aber nicht, schließlich werde man als Sportdirektor sehr gut bezahlt. Dazu merkte Schröder die positive Energie an, die durch Erfolge mit der Mannschaft freigesetzt wird. „So ein Sieg am Wochenende gibt dir so viel zurück. Das ist eine Visitenkarte für die ganze Woche. Es gibt nichts Geileres. Mit den Fans dort zu stehen, das gibt dir so viel“, schwärmte Schröder.

Grund zum Feiern haben er und der FC Schalke 04 momentan im Übrigens oft. Am Wochenende fuhr man beim 5:2 in Darmstadt den fünften Sieg in Folge ein. In der 2. Liga ist man Spitzenreiter, hat drei Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten FC St. Pauli. Die Rückkehr in die Bundesliga ist für Schröder und die Königsblauen also in greifbarer Nähe.

Photo by Getty Images

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