Schiedsrichter-Chef Fröhlich bestätigt: Zwayer wird vorerst keine BVB-Spiele mehr leiten

Felix Zwayer und der BVB stehen im Konflikt, was auch DFB-Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich bestätigte.
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News | Felix Zwayer traf beim Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern mehrere umstrittene Entscheidungen. Der Ärger hielt auf Seiten des BVB auch weit nach Schlusspfiff noch an, worauf DFB-Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich reagierte.

Fröhlich über Zwayer und den BVB: „Die Fronten sind zu verhärtet“

Felix Zwayer (40) stand nach Ende des Topspiels zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (2:3) im Mittelpunkt, da er durch durch zweifelhafte Entscheidungen entscheidenden Einfluss auf den Spielausgang nahm. Jude Bellingham (18) wies nach Spielende sogar auf die Rolle des Unparteiischen rund um den Wettskandal zwischen 2004 und 2006 hin.

Letztlich erhielt er eine Geldstrafe von 40.000 Euro. Zu den Vorwürfen bezog DFB-Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich (64) beim „Doppelpass“ auf Sport1 Stellung: „Schaut man sich das Urteil von damals an, steht da explizit, dass dem Einsatz von Felix Zwayer als Schiedsrichter nichts mehr im Wege steht. Es gibt keinen Beleg für eine Manipulation.“

 

Aus seiner Sicht sei es jedoch schwierig, damit umzugehen. Dennoch räumte er auch Fehler in der Bewältigung der Situation ein: „Aber vielleicht ist da ein Versäumnis in den letzten zehn, zwölf Jahren, dass man den Vorgang nicht aufgearbeitet und nicht alle Fakten in die Öffentlichkeit gebracht hat.“

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Den erhitzten Konflikt zwischen Zwayer, der sich unter der Woche nochmals öffentlich äußerte, und dem daraufhin alles andere als erfreut reagierenden BVB will Fröhlich entspannen. „Mit etwas Abstand kann man die Sache nochmal anpacken“, meinte der Vorsitzende der Schiedsrichter, stellte aber auch klar: „Jetzt ad hoc die Sache anzupacken wird schwierig, dafür sind die Fronten zu verhärtet.“

Anteil daran besitzt auch Zwayer betonte Fröhlich: „Miteinander zu reden ist immer die beste Lösung, anstatt das öffentlich zu machen. Wenn man einen persönlichen Austausch anstrebt und dann über die Bild-Zeitung redet, ist das kontraproduktiv.“

Die logische Konsequenz: Der auch international tätige Unparteiische wird vorerst nicht mehr zu BVB-Spielen angesetzt werden. „Das machen wir aber auch bei anderen Schiedsrichtern so. Wenn man merkt, dass das wegen bestimmten Vorfällen nicht mehr passt, dann machen wir das so“, erläuterte der Schiedsrichter-Chef. Ähnliches erlebte die Borussia bereits mit dem ehemaligen Spitzenschiedsrichter Wolfgang Stark (52), der bei Spielen mit Dortmunder Beteiligung häufiger eine unglückliche Figur abgab.

(Photo by Michael Regan/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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