„Seine Leistung ist gar nicht hoch genug zu bewerten“ – Reaktionen zum Seifert-Rücktritt

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News | Nachdem Christian Seifert (51) schon aus dem DFB-Präsidialausschuss zurückgetreten ist, gab er nun bekannt, auch seinen 2022 auslaufenden Vertrag bei der DFL nicht verlängern zu wollen. Das löst bei den Verantwortlichen der Bundesliga durchweg Bedauern aus – aber auch Dankbarkeit und Verständnis.

Watzke: Seifert „herber Verlust für die Bundesliga“

In der Bild sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (61): „Der Ausstieg von Christian Seifert wird im Jahr 2022 ein herber Verlust für die Bundesliga sein. Ich kann nur mit höchstem Respekt von seiner Arbeit sprechen. Diesen Respekt habe ich ihm gegenüber gestern auch in einem persönlichen Gespräch zum Ausdruck gebracht.“

DFB-Präsident Fritz Keller (63) schlug in dieselbe Kerbe und fügte hinzu: „Christian Seifert hat die Bundesliga bislang herausragend durch die Corona-Pandemie geführt, und ich bin froh, dass wir immerhin noch bis Juni 2022 gemeinsam an Lösungen und Lehren aus dieser Krise arbeiten, um den Fußball in Deutschland von der Spitze bis zur Basis zukunftsfähig und nachhaltig aufzustellen.“

(Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Auch Karl-Heinz Rummenigge (65), der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, äußerte sich vor dem Abflug zum Champions-League-Gruppenspiel bei Lok Moskau zur Personalie Seifert: „Ich war überrascht, aber ich verstehe ihn. Er ist jetzt 52 Jahre alt [sic!] und in dem Alter überlegt man sich dann schon, wenn man nochmal etwas Neues machen will, dann muss man es jetzt machen. Deshalb habe ich da schon Verständnis dafür. Es ist ein großer Verlust für die Bundesliga. Er hat den Job 15 Jahre erstklassig gemacht. Wir haben schon ein bisschen spekuliert in der Bundesliga, weil es ja bekannt war, wann sein Vertrag ausläuft. Es war klar, dass es diesmal nicht so einfach wird, weil er auch gerade In diesen Corona-Zeiten seine Qualitäten nachhaltig unter Beweis gestellt hat. Das wird nicht mit der DFL und den Bundesligaklubs aufgefallen sein.

Mintzlaff: Seifert „denkt in Lösungen, nicht in Problemen“

Für die Suche nach Seiferts Nachfolger will sich Rummenigge nicht unter Druck setzen lassen: „Wichtig ist, dass man jetzt ausreichend Zeit hat bis zum Sommer 2022 sich Gedanken zu machen. Wichtig ist auch, dass man einen guten Nachfolger findet. Es wird nicht einfach, aber ich bin zuversichtlich, dass man eine gute Lösung finden wird.

Lob gab es auch aus Leipzig. RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (45): „Christian Seifert hat als Geschäftsführer der DFL die Bundesliga in den zurückliegenden mehr als 15 Jahren in allen Bereichen enorm weiterentwickelt. Seine Leistung für den deutschen Fußball, sowohl auf nationaler als auch auf globaler Ebene, ist gar nicht hoch genug zu bewerten. Christian Seifert geht jedes Thema mit einer außergewöhnlichen strategischen Weitsicht an, er denkt in Lösungen, nicht in Problemen. So ist es zum Beispiel maßgeblich seinem Führungsgeschick zu verdanken, dass die Bundesliga in der Corona-Pandemie als erste große Sportliga weltweit den Spielbetrieb wieder aufnehmen konnte.“

(Photo by Arne Dedert/Pool/Getty Images)

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Victor Catalina

Victor Catalina

Mit Hitzfelds Bayern aufgewachsen, in Dortmund studiert und Sheffield das eigene Handwerk perfektioniert. Für 90PLUS immer bestens über die Vergangenheit und Gegenwart des europäischen Fußballs sowie seine Statistiken informiert.

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