Sergio „Kun“ Agüero: „Wir sollten stolz sein, das WM-Finale erreicht zu haben.“

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Die afrikanische Fußballzeitschrift Soccer Laduma hat zu ihrer 1.000 Auflage mit Sergio Agüero von Manchester City über seine ersten Schritte in Europa, seinen Siegtreffer gegen die Queens Park Rangers 2012, Pep Guardiola und das verlorene WM-Finale gegen Deutschland gesprochen. Wir haben für euch die wichtigsten Stellen rausgepickt:

 

 

Sergio Agüero wechselte im 2006 von Independiente zu Atletico und erzielte als 18-jähriger 6 Treffer in 38 Ligaspielen

 

Am Anfang hatte ich es natürlich nicht leicht. Mit 18 aus meiner Heimat und von meinen Eltern wegzuziehen, fiel mir wirklich sehr schwer. Ich hatte jedoch Glück, dass in Madrid dieselbe Sprache gesprochen wird, wie in Argentinien. Zudem haben es mir die Mitarbeiter und Kollegen bei Atletico sehr leicht gemacht, mich einzufinden und haben mich super aufgenommen. Sportlich lief es aber erst später so richtig rund – ich brauchte bestimmt mehr als ein Jahr, um mich an das europäische Spiel zu gewöhnen. Es war trotzdem eine sehr schöne Zeit.

13.05.2012, letzter Spieltag der Premier League Saison 2011/2012. Manchester City geht als Tabellenführer in das Heimspiel gegen die Queenspark Rangers. Die Citizens benötigen einen Sieg um den ersten Titel nach 1968 klar zu machen. Manchester United führt bei Sunderland und hofft auf einen Ausrutscher des Stadtrivalen. Nach 90 Minuten feiern schon einige United Fans den nächsten Titel, Manchester City liegt nämlich 1-2 hinten! In der 92. Minute dann erzielt Edin Dzeko den Ausgleich…zu spät denken sich die meisten, immerhin benötigt City einen Sieg!

Doch dann, die 4. Minute der Nachspielzeit…Sergio Agüero lässt das Etihad explodieren!

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Ein Tor, das ich in meinem Leben nie wieder vergessen werde und ich denke viele andere Menschen auch nicht mehr. Es ist wirklich einer der schönsten Momente, den ich je auf dem Fußballplatz erleben durfte – ein großes Geschenk. Wir hatten eigentlich gar keine Zeit mehr, den ersten Meistertitel für Manchester City klar zu machen. Ich spielte Doppelpass mit Mario Ballotelli und stand auf einmal frei vor dem Tor. In dem Moment dachte ich nur: „Ich habe nur noch diesen einen Schuss und den mache ich auch.“ Was danach passierte ist kaum in Worte zu fassen – die Fans rannten auf den Platz und wir hatten es geschafft. Ich habe das sehr genossen.

 

Als Sergio Agüero diese Saison das ein oder andere Mal auf der Bank Platz nehmen musste, wurden Gerüchte um ein angespanntes Verhältnis zu Pep Guardiola lauter. Doch der Argentinier spricht in den höchsten Tönen über seinen Coach…

 

Es ist eine große Ehre für unseren Verein, von so einem Trainer lernen zu dürfen. Pep ist einer der besten Trainer der Welt und hat uns das schon oft gezeigt. Ich versuche so viel wie möglich von seinen Inhalten aufzunehmen und umzusetzen. Bei jeder Einheit sagt er uns, der erfolgreichste Weg im Fußball ist es, gut zu spielen. Sein größter Erfolg ist, dass er seine Spielphilosophie so schnell auch zu unserer gemacht hat.

(Photo OLI SCARFF/AFP/Getty Images)

Einer der bittersten Momente seiner Karriere dürfte das WM Finale 2014 gewesen sein. Doch die Enttäuschung scheint etwas überwunden zu sein…

Na klar ist man direkt nach dem Spiel enttäuscht. Heute denke ich aber sollten wir stolz darauf sein, als argentinische Nationalmannschaft überhaupt in das WM-Finale gekommen zu sein – das hat vor uns lange keiner geschafft. Ich freue mich immer wieder für mein Land zu spielen – es ist eine große Ehre.

 

Das Leben als Profifußballer, Sergio Agüero weiß es zu schätzen…

Es ist der Traum von so vielen. Deswegen sollte man sich glücklich schätzen, Profifußballer zu sein. Es ist wunderbar und macht mir eine Menge Spaß. Es gibt so gut wie nichts Negatives – außer vielleicht, dass manchmal kaum Platz für Privatsphäre bleibt.

 

Zitate via Soccer Laduma 

Chris McCarthy

Gründer und der Mann für die Insel. Bei Chris dreht sich alles um die Premier League. Wengerball im Herzen, Kick and Rush in den Genen.

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