VfB Stuttgart | Hitzlsperger kritisiert Präsident Vogt in offenem Brief scharf

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News | Beim VfB Stuttgart tobt ein öffentlicher Machtkampf. Sportvorstand und Vorstandsvorsitzender Thomas Hitzlsperger kandidiert nun auch noch bei der Präsidentschaftswahl, um Präsident Claus Vogt aus dem Verein zu bekommen. Seine Beweggründe erläutert er in einem offenen Brief, indem Vogt scharf kritisiert wird.

Hitzlsperger gegen Vogt: öffentlicher Machtkampf beim VfB Stuttgart

Beim VfB Stuttgart läuft es sportlich hervorragend. Der Aufsteiger liegt in der Bundesliga auf einem starken siebten Tabellenplatz. Hinter den Kulissen brodelt es aber gewaltig. Zwischen Präsident Claus Vogt und Thomas Hitzlsperger, Sportvorstand und Vorstandsvorsitzender, stehen unüberwindbare Differenzen, die nun in einem öffentlichen Machtkampf ausarten.

Gestern wurde berichtet, dass Hitzlsperger bei der Präsidentschaftswahl im März 2021 gegen Vogt antreten wird. Wie der Kicker berichtet, war bereits in der Vergangenheit öffentlich geworden, dass zwischen den beiden Differenzen bestehen. Diese scheinen so groß zu sein, dass Hitzlsperger selbst als Präsident kandidiert, um Vogt aus dem Verein zu drängen.

Sein Handeln erklärte Hitzlsperger in einem offenen Brief, der auf seiner Website zu finden ist. Er schreibt dort von „einem tiefen Riss“, der „durch unseren Klub geht“. Dieser Riss verlaufe „zwischen unserem Präsidenten und Aufsichtsratsvorsitzenden Claus Vogt auf der einen Seite und dem gesamten Vorstand der AG und zahlreichen Gremienmitgliedern aus Präsidium, Aufsichtsrat und Vereinsbeirat sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der anderen Seite. Dieser Zustand ist nun endgültig unzumutbar geworden“.

Die Bild listete die Vorwürfe, die Hitzlsperger Vogt macht, im Einzelnen auf. Es gehe darum, dass er von seinen Wahlversprechen seit Amtsantritt im Dezember 2019 nichts umgesetzt habe: „Ein Jahr später ist so gut wie nichts davon umgesetzt. Seien es neue Formen des Fan-Dialogs, die Weiterentwicklung des Breitensport-Angebotes, das Mittelstandsbündnis oder der Expertenrat. Es tut mir leid, aber das lässt sich nicht auf die Corona-Pandemie schieben,“ so Hitzlsperger.

Zudem geht es um die Aufarbeitung der Datenaffäre von 2016. Vogt hatte ein externes Unternehmen beauftragt, den Vorfall aufzuklären. Allerdings habe er den Auftrag „ohne Ausschreibung, ohne Kostenschätzung und ohne Projektplan durchgedrückt und bei der Projektleitung die nötige Sorgfalt, Kompetenz und Abstimmung vermissen lassen. Die unkontrolliert ausufernden Kosten führten dazu, dass die AG den Verein unterstützen muss, um ihn vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren.“

„Der Profilierungswunsch eines Einzelnen bedroht so die Existenz des ganzen Verein,“ fällt Hitzlsperger ein vernichtendes Urteil.

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(Photo by Robert Michael/Pool via Getty Images)

Gero Lange

Fußballbegeistert seit der Heim-WM 2006. Großer Fan von Spektakelfußball mit vielen schönen Toren, am liebsten aus der Distanz. Seit 2020 bei 90PLUS

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