Borussia Dortmund hat die eigentlich auslaufenden Verträge von Geschäftsführer Carsten Cramer, Sportchef Lars Ricken und Finanzvorstand Thomas Treß vorzeitig verlängert. Zugleich übernimmt Cramer mit sofortiger Wirkung den Vorsitz der Geschäftsführung – einen Posten, der seit dem Ausscheiden von Hans-Joachim Watzke im November 2025 vakant war, nachdem dieser zum Vereinspräsidenten gewählt wurde.
Cramer als neuer Vorsitzender
Cramer, der die Geschäftsführung zuletzt als Sprecher geleitet hatte, erhält nun einen bis zum 30. Juni 2031 laufenden Vertrag – ursprünglich wäre sein Arbeitspapier bereits im kommenden Sommer ausgelaufen. Der 57-Jährige gehört seit März 2018 der Geschäftsführung an und war zuvor mehr als sieben Jahre für Marketing und Vertrieb zuständig. „Ich bedanke mich beim Präsidialausschuss für das große Vertrauen“, sagte Cramer. Gemeinsam mit dem Team wolle er den Verein zukunftsorientiert aufstellen und dabei sowohl sportlich als auch wirtschaftlich stabil in die Zukunft führen.
Rickens Bilanz als Sportchef
Auch Sport-Geschäftsführer Lars Ricken erhält einen neuen, bis 2030 datierten Vertrag. Der frühere BVB-Profi ist seit 1990 dem Verein verbunden und nach Jahren in der Nachwuchsarbeit seit Mai 2024 für den sportlichen Bereich verantwortlich. In dieser Zeit investierte Dortmund knapp 300 Millionen Euro in neue Spieler, wobei der Klub mit einem Transferminus von 124 Millionen Euro laut Transfermarkt-Daten den größten Negativsaldo der Bundesliga aufweist.
Treß‘ Abschied ist beschlossene Sache
Anders als seine beiden Kollegen bindet sich Finanzgeschäftsführer Thomas Treß nur kurzfristig, bis zum Sommer 2028. Der 60-Jährige, seit 2006 für die Finanzen verantwortlich, hatte selbst um die kurze Laufzeit gebeten und will sich anschließend beruflich auf Mandate in Aufsichts- und Kontrollgremien anderer Unternehmen sowie eine selbstständige Beratungstätigkeit konzentrieren. Dem Vernehmen nach soll er dem BVB darüber hinaus bei Bedarf weiter beratend zur Verfügung stehen.
Schlenker komplettiert das Quartett
Unverändert bis 2028 läuft der Vertrag von Svenja Schlenker, die als vierte im Bunde den Personalbereich verantwortet. Mit den drei Verlängerungen und der Neubesetzung des Vorsitzes setzt der BVB nach eigenen Angaben ein bewusstes Zeichen der Kontinuität in der Führungsebene. Vereinspräsident Watzke betonte sein Vertrauen in die neue Aufstellung: „Borussia Dortmund ist bei dieser Geschäftsführung in sehr guten Händen.“

