Boateng trifft wieder, Terzic hat die Schnauze voll & die Adler wollen hoch hinaus

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7 Awards | Auch der zweite Spieltag der Rückrunde in der Bundesliga ist vorüber. Schon zum Auftakt schlug der VfB Stuttgart den FSV Mainz 05 mit 2:0, auch die anderen Spiele am Wochenende brachten einige Geschichten mit sich. Wir blicken zurück – wie immer mit den sieben Awards.

„Auf und davon“-Award: Silas Wamangituka

Im Spiel gegen den FSV Mainz 05 feierte der VfB Stuttgart am Freitagabend den ersten Heimsieg in der neuen Saison. Die Schwaben setzten sich in einem kampfbetonten Spiel durch, schafften es, den Gegner sukzessive tiefer in die eigene Hälfte zu drücken. Nach dem 1:0 durch Sasa Kalajdzic folgte der große Auftritt von Silas Wamangituka. 

Schon weit in der eigenen Hälfte begann der Sololauf des Offensivspielers der Schwaben. Wamangituka trieb den Ball unnachahmlich nach vorne, lief seinen Gegenspielern davon, zog von der halblinken Seite in den Strafraum und schloss ab. Sein Schuss, der entgegen der eigenen Laufrichtung auf das Tor flog, konnte nicht mehr abgewehrt werden. Das 2:0 war die endgültige Entscheidung in diesem Spiel, Stuttgart feierte die drei Punkte. 

„Bann gebrochen“-Award: Jerome Boateng

Der FC Bayern spielte am Samstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim und wollte sich für die 1:4-Hinspielniederlage revanchieren. Das gelang dem Rekordmeister auch, mit dem gleichen Ergebnis bezwang man die Kraichgauer. Im Mittelpunkt stand dabei unter anderem Jerome Boateng, der mit einem platzierten Kopfball nach einem Eckball das wichtige Tor zum 1:0 erzielen konnte. Für Boateng war dieses Tor enorm wichtig, denn zuvor traf er in der Bundesliga eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr.

(Photo by ANDREAS GEBERT/POOL/AFP via Getty Images)

Sein letztes Tor in der Bundesliga erzielte der erfahrene Verteidiger zuvor am 20. Spieltag der Saison 2017/18. Damals traf Boateng zum 2:2 – gegen die TSG Hoffenheim. Am Ende gewann der FC Bayern damals ebenfalls mit drei Toren Unterschied, schlug die TSG mit 5:2.

„Schnauze voll“-Award: Dortmund und die Elfmeter

Borussia Dortmund spielte am Samstagnachmittag zuhause gegen den FC Augsburg. Eigentlich fand der BVB schnell zu seinem Spiel und zeigte eine erfrischende Offensivleistung, dennoch geriet man in Rückstand. Kurz danach bekam der BVB aber einen Elfmeter zugesprochen. Stürmer Erling Haaland trat an – und verschoss. Der Norweger schoss den Ball wuchtig an die Latte, der BVB nutzte diese große Chance nicht. Immerhin gewannen die Schwarzgelben am Ende mit 3:1.

Trainer Edin Terzic bemängelte dennoch, dass erneut ein Elfmeter nicht genutzt wurde. Zuletzt verschoss bereits Marco Reus einen Strafstoß für die Dortmunder gegen Mainz, auch gegen Werder war er nicht erfolgreich. Das bedeutet, dass Borussia Dortmund nun die letzten drei Elfmeter in der Bundesliga verschossen hat, ein Spitzenwert, auf den man nicht besonders Stolz sein dürfte.

„Hoch hinaus“-Award: Eintracht Frankfurt

Schaut man derzeit auf die Tabelle der Bundesliga, dann ist Eintracht Frankfurt sicher so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Die Hessen spielen nicht nur guten Fußball, sondern punkten seit Wochen sehr konstant. Auch gegen Hertha BSC gab es einen 3:1-Erfolg. Dieser hatte zur Folge, dass sich die SGE in der Tabelle Schritt für Schritt weiter nach oben arbeiten konnte und mittlerweile nicht nur vom internationalen Geschäft träumt.

(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Dass Eintracht Frankfurt kommende Saison international spielt, ist mittlerweile nicht unrealistisch. Nach 13 Punkten aus fünf Spielen haben es die Hessen geschafft, sich in der Tabelle der Bundesliga auf den vierten Platz zu verbessern. Leverkusen, Gladbach, Dortmund: Diese Topteams stehen derzeit hinter der Mannschaft von Trainer Adi Hütter. Die Leistung ist kaum hoch genug zu bewerten, die Verantwortlichen bleiben aber ruhig und schauen von Spiel zu Spiel. Dennoch kann es in dieser Saison hoch hinaus gehen…

„Zwei Gesichter“-Award: Schalke 04

Der FC Schalke 04 hat auch im Spiel gegen Werder Bremen nicht gewinnen können. Auch wenn Klaas-Jan Huntelaar diesmal im Kader stand und sein Comeback für Schalke gab, konnten die Königsblauen sich nicht durchsetzen. Dabei waren die Ansätze sehr gut, denn in der ersten Halbzeit spielte die Mannschaft von Christian Gross durchaus ordentlichen Fußball. Der Führungstreffer von Omar Mascarell war folgerichtig und verdient, Werder machte viel zu wenig und Schalke nutzte das.

Doch in der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt. Die Königsblauen zeigten ihr zweites Gesicht und spielten ängstlich. Zu ängstlich. Schalke zog sich zu weit zurück und ließ Werder kommen. Die gerechte Strafe dafür war das 1:1. Bremen kam immer besser in die Partie und hätte durchaus noch gewinnen können. Das Remis half Schalke 04 aber nicht besonders weiter, die Mannschaft tritt weiter auf der Stelle.

„6-Punkte-Sieg“-Award: 1. FC Köln

Am Sonntagnachmittag spielte der 1. FC Köln zuhause gegen Arminia Bielefeld. Für den Effzeh war dieses Spiel ein so genanntes „6-Punkte-Spiel“ gegen einen direkten Konkurrenten. Mit Emmanuel Dennis stand einer der beiden Neuzugänge bei den Kölnern gleich in der Startelf, im Mittelpunkt stand aber Marius Wolf. Dieser erzielte zwei Tore und brachte die Domstädter damit auf die Siegerstraße.

Bielefeld war eigentlich nicht einmal signifikant unterlegen, dennoch hatte der Effzeh mehr zu bieten. Das 3:0 sorgte für die Vorentscheidung, am Ende gewann der Gastgeber mit 3:1. Das hatte vor allem in der Tabelle Auswirkungen, denn mit dem vierten Saisonsieg überholte der 1. FC Köln die Ostwestfalen und sprang auf Platz 14.

Bollwerk-Award: RB Leipzig

Das Topspiel am Samstagabend fand zwischen RB Leipzig und Bayer 04 Leverkusen statt. Im Verfolgerduell behielt der Gastgeber am Ende beim 1:0-Sieg die Oberhand, auch wegen der guten Defensive. RB ließ nicht viel zu, Leverkusen verzweifelte an der kompakten Abwehr des Gastgebers. Gerade weil die Elf von Trainer Julian Nagelsmann den Sack selbst nicht zumachte war es umso wichtiger, zu null zu spielen.

Dass Torhüter Peter Gulacsi die weiße Weste behielt, war am Ende kein Zufall. Denn mit 17 Gegentoren in 19 Spielen hat RB Leipzig nun die beste Defensive der Liga, vor Leverkusen und Wolfsburg (je 19). Im Kampf um Platz zwei – denn mehr scheint aktuell nicht möglich zu sein – könnte das ausschlaggebend werden.

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(Photo by Lars Baron/Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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