Bundesliga | Schalke-Sieg, Big Point für Mainz und eine Premiere für Knauff

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Bundesliga Awards | Der 28. Spieltag der Bundesliga ist vorüber und auch an diesem Spieltag gab es einige packende Duelle. Eintracht Frankfurt zementierte seinen Platz in den Champions-League-Rängen, während auch im Abstiegskampf einiges geboten war. 

Spektakel-Award: Frankfurt gegen Wolfsburg

Am Samstagmittag spielte Eintracht Frankfurt zuhause gegen den VfL Wolfsburg. Das Verfolgerduell in der Bundesliga zwischen zwei sehr formstarken Mannschaften hielt, was es versprach. Ungewohnt war, dass die Gäste nicht wie sonst mit einer sehr großen Stabilität glänzen konnten. Wolfsburg, sonst eine der defensivstärksten Mannschaften, machte Fehler. Und Frankfurt nutzte das aus. Die Hessen gerieten zwar in der sechsten Minute in Rückstand, konterten dies aber prompt und erzielten den Ausgleich nur zwei Minuten später.

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So wild diese Partie begann, so ging sie auch weiter. Frankfurt drehte das Spiel, ehe Wout Weghorst kurz nach der Halbzeit wieder ausglich. Dann drehte Frankfurt erst richtig auf, setzte sich auf 4:2 ab, aber Wolfsburg fand wieder eine Antwort. Mit 4:3 gewannen die Hessen am Ende und festigten ihren Platz vier in der Tabelle. Die Champions League scheint derzeit sehr realistisch zu sein, weil die SGE einfach so gut wie überhaupt nicht patzt und sehr stabil wirkt.

„Es geht ja doch“-Award: Schalke 04

Der FC Schalke 04 steht komplett verlassen und alleine am Tabellenende in der Bundesliga. Dass daran auch ein Sieg gegen den FC Augsburg nichts ändern würde, war schon vor dem Spiel klar. Dennoch wollten die Königsblauen ein gutes Spiel zeigen. Und das gelang – zumindest unter den aktuellen Voraussetzungen – durchaus. Der FC Schalke 04 gewann nämlich mit 1:0, dank eines Treffers von Suat Serdar.

Schon zu Beginn der Partie zeigte Schalke gute Ansätze und ging nach einem Fehler von Augsburg-Torhüter Rafal Gikiewicz auch früh in Führung. Alleine das war schon eine ungewohnte Situation für S04. Zwar spielte der FC Augsburg kein gutes Spiel und entwickelte nur selten überhaupt einmal Druck, dennoch war Schalke gut im Spiel und verteidigte sehr konsequent. Das war im Vergleich zu den letzten Wochen ein deutlicher Schritt nach vorne. Der zweite Saisonsieg zeigte, dass es doch möglich ist, 90 Minuten soliden Fußball zu spielen und sich nicht selbst zu schaden.

Premieren-Award: 1. Tor in der Bundesliga von Knauff

Borussia Dortmund ist eine gute Anlaufstelle für junge Talente. Ousmane Dembele, Jadon Sancho, Jude Bellingham: Das sind nur drei Beispiele von Spielern, die in Dortmund in jungen Jahren sehr gut zurecht kamen und in ihrer Karriere einen wichtigen Schritt machen könnten. Alle diese Spieler kamen sehr jung aus dem Ausland zum BVB. Nun hat ein Spieler aus der eigenen Jugend auf sich aufmerksam machen können: Ansgar Knauff. Gegen Manchester City in der Champions League stand der 19-Jährige bereits in der Startelf, in der Bundesliga gegen Stuttgart avancierte er prompt zum Matchwinner.

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Der schnelle Offensivspieler wurde im Laufe der 2. Halbzeit eingewechselt und erzielte in einer sehr abwechslungsreichen Partie das wichtige Siegtor zum 3:2 für den BVB. Knauff kam an den Ball, wackelte seinen Gegenspieler aus und schlenzte den Ball mit guter Technik in die lange Ecke. Die drei Punkte waren sehr wichtig für den BVB, die Minimalchance auf den Einzug in die Champions League konnte gewahrt werden. Und: Vor allem für den jungen Knauff war dieses Spiel von besonderer Bedeutung.

„Auf dem Zahnfleisch“-Award: FC Bayern

Der FC Bayern spielte am Samstag zuhause 1:1 gegen Union Berlin, gab kurz vor dem Ende eine Führung her. Jamal Musiala brachte den Rekordmeister in Führung, die Köpenicker glichen aus. Eigentlich wäre das die Meldung des Spiels, doch aufgrund der Personallage beim Gastgeber war dieses Remis nicht einmal besonders überraschend. Mit Bouna Sarr, Javi Martinez, Josip Stanisic und Tiago Dantas standen einige Ergänzungsspieler in der Startelf des FC Bayern und weitere Spieler wie Christopher Scott wurden eingewechselt.

Damit noch nicht genug: Wie sehr der Rekordmeister auf dem Zahnfleisch geht, zeigte sich schon im Laufe der ersten Halbzeit. Jerome Boateng humpelte, trug eine Blessur davon und wurde im Verlauf der zweiten Halbzeit ausgewechselt. Auch Jamal Musiala musste später angeschlagen runter, gleiches galt für Kingsley Coman vor dem Seitenwechsel. Zusätzlich zu Corentin Tolisso, Niklas Süle, Marc Roca, Serge Gnabry, Robert Lewandowski, Douglas Costa, Leon Goretzka und Lucas Hernandez meldeten sich im Spielverlauf also immer mehr Spieler ab. Die Situation ist also alles andere als entspannt und es stehen mindestens zwei englische Wochen nacheinander auf dem Programm.

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Klassenunterschied-Award: Bremen gegen Leipzig

Werder Bremen hatte am Samstagnachmittag eine harte Nuss zu knacken. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt spielte zuhause gegen RB Leipzig. Der tabellarische Unterschied, den es vor diesem Spiel gab, machte sich auch auf dem Platz bemerkbar. Schon zu Beginn der Partie zeigte sich, dass RB Leipzig deutlich besser im Spiel war. Die Nagelsmann-Elf dominierte, war von Beginn an sehr zielstrebig und Werder wirkte sofort überfordert.

Schon zur Halbzeit führten die Gäste durch einen Treffer von Dani Olmo und einen Doppelpack von Alexander Sörloth souverän mit 3:0. Leipzig hatte mehr Ballbesitz, das Pressing funktionierte hervorragend und die Zielstrebigkeit in der Offensive war beeindruckend. Am Ende der Partie hatte Werder zwar sogar mehr Abschlüsse, aber das verdeutlicht den Unterschied nun einmal sehr gut. Bemühungen konnte man Werder nicht absprechen, der Ertrag war aber deutlich zu niedrig.

„Big-Point“-Award: FSV Mainz 05

Am Sonntagabend musste der FSV Mainz 05 zum 1. FC Köln. Der Krimi im Abstiegskampf war ein echtes „6-Punkte-Spiel“. Die 05er brauchten den Sieg, denn in der Schlussphase der Saison spielen sie noch gegen einige absolute Topteams. Allerdings musste auch Köln etwas mitnehmen, denn der Trend der letzten Wochen zeigte nach unten. Ein Spiel, in dem beide Mannschaften den ein oder anderen Fehler zu viel produzierten, entwickelte sich. Köln spielte engagiert, Mainz erzielte aber die Führung. Doch die hielt nicht allzu lange, die Domstädter konnten das Spiel sogar drehen und Trainer Markus Gisdol schien erneut den Kopf aus der Schlinge gezogen zu haben.

Doch dem war nicht so. Mainz 05 drehte in der Schlussphase noch einmal auf, traf zweimal, drehte die Partie ebenfalls und feierte am Ende einen ganz wichtigen 3:2-Sieg. Das war definitiv ein sehr, sehr wichtiger Erfolg für die Svensson-Elf. Und Köln? Der „Effzeh“ steht auf dem 17. Tabellenplatz und trennte sich von Trainer Gisdol. Friedhelm Funkel soll nun retten, was noch zu retten ist.

„Schuss ins Glück“-Award: Masaya Okugawa

Schon am Freitagabend spielte Arminia Bielefeld gegen den SC Freiburg. Die Arminia hatte dabei die Gelegenheit, die Konkurrenz im Abstiegskampf unter Druck zu setzen – mit einem Sieg. Und die Ostwestfalen erwischten einen sehr ordentlichen Start, auch wenn Freiburg immer mal wieder gefällig kombinierte. Gegen den Ball waren die Gastgeber sehr ordentlich unterwegs, das Problem war zuletzt aber der mangelnde Ertrag im Offensivspiel. Das sollte sich gegen Freiburg ändern, auch wegen Masaya Okugawa.

Der Japaner war nämlich, wenn auch nicht als Torschütze, maßgeblich am Siegtor beteiligt. Nach einer kurz ausgeführten Ecke schaltete Okuagwa schnell, setzte sich in Szene und zog ab. Sein Schuss wurde von Baptiste Santamaria so entscheidend abgefälscht, dass der Mittelfeldspieler des SC Freiburg diese Aktion als Eigentor gewertet bekam. Sowohl Okugawa als auch Arminia Bielefeld war das herzlich egal. Der Schuss des Offensivspielers sorgte für drei Punkte, die im Abstiegskampf sehr wichtig sein kann.

 

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Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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