DFB entzieht Altkanzler Gerhard Schröder die Ehrenmitgliedschaft

Der DFB entzog Gerhard Schröder die Ehrenmitgliedschaft.
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News | Trotz des kriegerischen Angriffs Russland gegen die Ukraine behielt Gerhard Schröder seine Posten in russischen Staatskonzern. Der DFB distanzierte sich, indem er dem ehemaligen Kanzler die Ehrenmitgliedschaft wegnahm.

DFB-Bundestag entscheidet: Gerhard Schröder verliert Ehrenmitgliedschaft

Auf dem 44. Ordentlichen Bundestag werden bis zu 262 Delegierte über den neuen DFB-Präsidenten – Bernd Neuendorf (60) oder Peter Peters (59) – entscheiden. Zuvor stehen aber noch andere Themen auf dem Programm – unter anderem der weitere Umgang mit Altkanzler Gerhard Schröder (77).

Der DFB teilte mit, dass die Delegierten sich bei – acht Enthaltungen und keiner Gegenstimme –  für die sofortige Aberkennung der seit 2005 geltenden Ehrenmitgliedschaft aussprachen. Infolge der russischen Invasion in der Ukraine hätten die 1. Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch (62) sowie Hans-Joachim Watzke (62) ihn gebeten, auf seine Funktionen in russischen Staatskonzernen zu verzichten oder seine Ehrenmitgliedschaft im DFB niederzulegen. Keiner dieser Bitten sei Schröder nachgekommen.

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Daher folgte eine schnelle Reaktion des Verbands. In einer gemeinsamer Erklärung sagten Koch und Watzke: „Der völkerrechtswidrige Angriff auf die Ukraine ist durch nichts zu rechtfertigen. Wer sich aus Rücksicht auf persönliche Interessen nicht klar vom Krieg und seinem Aggressor distanziert und darüber hinaus auch nicht die gebotenen geschäftlichen Konsequenzen zieht, teilt nicht die Werte des Fußballs und des Deutschen Fußball-Bundes. Gerhard Schröder kann somit nicht länger Ehrenmitglied unseres Verbandes sein, der sich für Verständigung zwischen den Menschen einsetzt und jede Form von Gewalt ablehnt.“

Darüber hinaus erwarte man auch nach Aberkennung seiner Ehrenmitgliedschaft weiter, dass Schröder seinen Einfluss geltend mache und sich „ im Rahmen seiner Möglichkeiten für Frieden in der Ukraine einsetzt“. Am gestrigen Donnerstag soll der Altkanzler den russischen Präsidenten Wladimir Putin (69) in Moskau getroffen haben, um dieses Vorhaben umzusetzen.

(Photo by Alex Grimm/Getty Images)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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